Dienstag, 27. Oktober 2015
Wenn ein Unfallschaden verschwindet

Nach wochenlanger Probearbeit öffnete sich am vergangenen Samstag erstmals der Vorhang für das Landjugendtheater 2015. Mit viel Witz und Charme brachten die acht Spieler das Lustspiel Liebi mit Blächschade auf die Monséjourbühne.

mk. Nach zwei Jahren ohne Regie nahm Seppi Greter in diesem Jahr die jungen Spielerinnen und Spieler des Landjugendtheaters Küssnacht unter seine Fittiche. Unter seiner Anleitung wurde das bäuerliche Lustspiel in drei Akten Liebi mit Blächschade von Hans Gnant einstudiert. «Die grösste Herausforderung war, mich nicht nur auf eine, sondern auf alle Rollen zu konzentrieren», meinte Greter, der vorher zum Spielerteam gehörte. «Ich habe sehr gerne gespielt, die Regiearbeit war jedoch auch eine gute Erfahrung», meinte er und fügte an, dass es wahrscheinlich nicht das letzte Mal war. Mit der Aufführung vom Samstagnachmittag zeigte er sich sehr zufrieden: «Es ist gut gelaufen.» Auch über die Aufführung am Abend zeigte sich OK-Mitglied Daniel Bucher glücklich: «Das OK ist sehr zufrieden mit der Premiere. Den Spielern hat es richtig Spass gemacht, zu spielen. Das Publikum war sehr begeistert und hat die Spieler zusätzlich motiviert», so Bucher.

Drei neue Gesichter
Von den acht Darstellern schnupperten gleich deren drei erstmals Theaterluft. Angela Reichmuth kam vor allem durch ihre Schwester Anita, die schon mehrmals gespielt hat, dazu. «Ich wollte schon immer mal spielen», so Angela Reichmuth. Sie sei vor der Nachmittagsaufführung sehr nervös gewesen, dies hätte sich dann mit dem Spiel gelegt. Ebenfalls sein Debüt feierte Stefan Hodel. Für ihn war die fehlende Zeit bisher der Hinderungsgrund: «In diesem Jahr hat es gepasst.» Gepasst habe ihm auch seine Rolle. Der dritte Neuling ist Stefan Sidler. Er wurde an der Gewerbeausstellung angesprochen. «Da es mich schon immer mal gereizt hat, auf der Bühne zu stehen, habe ich zugesagt und ich habe es nicht bereut», meinte er und fügte an: «Ich kann mir schon vorstellen, wieder mitzumachen.»

Ablenkung durch Autostopperin
Der sich öffnende Vorhang gab das gemütliche Wohnzimmer der Familie Hintermann frei. So gemütlich war es jedoch Toni Hintermann (Erwin Hess) nicht zumute. Auf der Heimfahrt mit seinem Auto nahm er nämlich eine junge Anhalterin mit. Diese lenkte ihn dermassen ab, dass er anstelle des Brems- das Gaspedal erwischte und in einen Laternenpfahl fuhr. Unter keinen Umständen wollte er, dass seine Frau Marianne (Anita Reichmuth) und sein Sohn Bert (Tobias Bucher) etwas davon erfahren. Darum verschloss er die Garage und vertuschte den Unfall. Einzig seinen Freund Max Wiesner (Stefan Sidler) zog er ins Vertrauen.

Über Nacht repariert
Mit dem Zweitschlüssel nahm jedoch seine Frau das Auto aus der Garage, ohne den Schaden zu bemerken, und holte damit ihre Schwester Greti (Priska Hess) vom Bahnhof ab. Auf dem Rückweg kollidierte sie wegen einem Raser mit einem Baum. Um dem Donnerwetter ihres Gatten zu entgehen, liess sie über Nacht das Auto vom Garagisten Fritz Hämmerli (Stefan Hodel) reparieren. Toni Hintermann glaubte zu spinnen, als er am anderen Morgen ein völlig intaktes Auto in seiner Garage vorfand. Für noch mehr Verwirrungen sorgten dann auch noch die Autostopperin Babsy (Fabienne Müller) und Käti (Angela Reichmuth), die Haushälterin des Garagisten.

Weitere Aufführungen von Liebi mit Blächschade finden am Samstag, 31. Oktober, um 14.00 und 20.00 Uhr sowie am Sonntag, 1. November, um 19.00 Uhr statt.