Freitag, 30. Oktober 2015
Pläne für T-Knoten liegen auf

Der 1998 gebaute Kreisel beim Autobahnanschluss im Fänn hat ausgedient. Nun liegen die Pläne des Bundesamts für Strassen für den Bau eines leistungsfähigeren T-Knotens auf.

fab. Seit einigen Tagen liegen beim Bauamt die Pläne für die Umgestaltung des A4-Anschlusses im Fänn auf. Die Pläne entsprechen jenen, mit denen das Bundesamt für Strassen (Astra) die Bevölkerung bereits im Frühling informierte. Sie sehen den Umbau des bestehenden Kreisels zu einem sogenannten T-Knoten mit Lichtsignalanlagen vor. Dieser soll deutlich leistungsfähiger sein als der bisherige Kreisel und die heikle Verkehrssituation im Bereich des Autobahnanschlusses insbesondere während den Stosszeiten entschärfen. Dass anlässlich eines Variantenvergleichs die Wahl auf einen T-Knoten mit Lichtsignalen fiel, begründet das Astra unter anderem so, dass damit auf tageszeitliche und langfristige Änderungen der Verkehrsströme flexibel reagiert werden kann.

So kann die Lichtsignalanlage beispielsweise verkehrsgefährdende Rückstaus auf der Autobahn verhindern, indem sie bei Bedarf den Abfluss der von der A4 abfahrenden Fahrzeuge über den T-Knoten gegenüber den anderen Verkehrsströmen priorisiert. Auch die beiden Buslinien 27 und 53 sollen von der Umgestaltung profitieren. Die Bus-se erhalten zwar keine eigene Fahrspur, doch kündigen sie sich mittels sogenannter Anmeldeschlaufen bei der Lichtsignalanlage an, welche darauf auf die Busphase umschaltet und dafür sorgt, dass sie den Knoten ungehindert und ohne Anhalten passieren können.

Langsamverkehr künftig separat
Der künftige T-Knoten ist kompatibel mit dem für 2022 geplanten Ausbau der Zugerstrasse auf vier Spuren. Pro Richtung enthält der Knoten zwei Fahrstreifen. Hinzu kommen eine separate Spur für jene Fahrzeuge, die vom Fänn nach Küssnacht fahren, sowie ein Geh- und Radweg auf der Westseite der Zugerstrasse. Velofahrer in Richtung Fänn werden im Bereich des A4-Anschlusses künftig nicht mehr auf einem Radstreifen und auf der Fahrbahn geführt, sondern ebenfalls auf dem westseitigen Geh- und Radweg. In dessen Bereich müssen zwei knapp sieben Meter hohe Stützmauern gebaut werden. Der Knotenbereich wird dereinst nicht beleuchtet. Anders die geplante Radquerung etwa hundert Meter ausserhalb des Projektperimeters in Richtung Küssnacht: Sie wird aus Sicherheitsgründen beleuchtet.

Diverse Enteignungen nötig
Der geplante T-Knoten nimmt insgesamt rund 6300 Quadratmeter ein und beansprucht damit mehr Fläche, als der bisherige Kreisel aus dem Jahr 1998. Aus diesem Grund sind diverse Enteignungen notwendig. Davon betroffen sind sieben Eigentümer, die insgesamt 1938 Quadratmeter Land opfern müssen. Zudem kommt es zu temporären Enteignungen während der Bauphase, die insbesondere dem geplanten Installationsplatz geschuldet sind. Betroffen sind hier 6056 Quadratmeter Land, das in den Händen von neun Eigentümern liegt.


Der Umbau des A4-Anschlusses kostet das Astra rund 12 Mio. Franken: 2,56 Mio. Franken für die Planung, 9,43 Mio. Franken für die Realisierung inklusive Landerwerbe. Darin enthalten sind auch die Kosten für die Sanierung des Belags auf allen vier Autobahnanschlussrampen.