Montag, 2. November 2015
Feuerwehr testet Ernstfall

Zwei Klassenzimmer, darin 30 Schulkinder und jede Menge Rauch im Schulhaus Immensee: Mit rund 100 Mann rückte am Freitagabend die Feuerwehr mit Unterstützung des Rettungsdienstes und des SEE aus.

cb. Am Freitagabend war im Schulhaus Immensee der Teufel los. Oder noch klarer ausgedrückt: Der Feuerteufel. Nach 18.00 Uhr führte ein Brand im Heizungsraum des Schulhauses zu einer starken Rauchentwicklung. 30 Kindern und deren Klassenlehrern wurde durch den Rauch der Fluchtweg abgeschnitten. Um 18.30 Uhr traf der Alarm bei der Stützpunktfeuerwehr Küssnacht ein, die zusammen mit den Löschzügen Immensee und Merlischachen, dem Rettungsdienst sowie dem Sanitätsdienstlichen Ersteinsatzelement SEE sofort ausrückte.

Glücklicherweise kein Ernstfall
Obwohl der Rauch, der in den Gängen des Schulhauses Immensee festhing, ziemlich echt aussah, handelte es sich beim Szenario am Freitag um die jährliche Hauptübung der Feuerwehr Küssnacht. Per Funk wurden die rund 100 Feuerwehrleute von Einsatzleiter Mike Schwegler aufgeboten. Im Gegensatz zu einem Ernstfall verzichtete die Leitung aber auf das Einrücken von zuhause aus, die einzelnen Löschzüge standen in ihren Lokalen für den Einsatz bereit. Schnell war die Autodrehleiter zur Stelle, und die Kinder sowie die Lehrer wurden aus ihrer misslichen Lage befreit und durch den Rettungsienst betreut. Derweil stürmte der Atemschutztrupp ins Haus, suchte nach der Brandursache und nach weiteren Personen. Zudem wurde ein Lüfter vor der Tür installiert, um das Treppenhaus vom Rauch zu befreien.

Figuranten in Aktion
Die Figuranten taten ihr bestes, um möglichst echt zu wirken. So versuchten sich Eltern, die wissen wollten, wie es ihrem Kind geht, Zugang zum Gelände zu verschaffen. Auch sonstige Figuranten hatten diese Absicht. Erfolgreich wurden diese von Feuerwehrmännern davon abgehalten. Nach der Übung zog Einsatzleiter Mike Schwegler eine positive Bilanz: «Die Übung ist sehr gut gelaufen. Nur einige Details in der Zusammenarbeit müssen noch nachbesprochen werden.»