Freitag, 6. Oktober 2017
Rigi ersetzt Hohle Gasse als Lockvogel

Eine gemeinsame Vermarktung rund um die Rigi. Davon will künftig auch der Küssnachter Tourismus profitieren – und lässt sich dies einiges kosten.

fab. Das touristische Umfeld Küssnachts ist im Umbruch. 2012 wurde die Marketingkooperation RigiPlus AG ins Leben gerufen, die die Destination Rigi nachhaltig positionieren soll. Derweil wird Schwyz Tourismus von einer Destinationsmanagmentorganisation zu einem Dienstleister und Netzwerker umgebaut. In den vier touristischen Regionen des Kantons sollen die Kräfte gebündelt werden. RigiPlus soll deshalb künftig nicht nur alles auf, sondern auch am Berg vermarkten. Die Rigi Bahnen rücken damit in der Kommunikation etwas in den Hintergrund. Diese Entwicklungen gehen an HohlgassLand Tourismus nicht spurlos vorbei. Die drei Küssnachter Tourismusorganisationen haben sich in den letzten Monaten intensiv mit brennenden Fragen auseinandergesetzt: Wer soll den Bezirk künftig vermarkten? Wo und vor allem wie will man sich potenziellen Besuchern präsentieren? Und was darf es kosten?

RigiPlus-Anschluss statt Alleingang
An der Generalversammlung von HohlgassLand Tourismus Küssnacht nahm Gastreferent und Rigi Bahnen-CEO Stefan Otz im Frühling kein Blatt vor den Mund. «Der Alleingang lohnt sich nicht», machte er den Küssnachtern klar. «Nutzt die Plattform von RigiPlus und bringt eure ungeschliffenen Diamanten ein!» Für einen Jahresbeitrag von 50 000 Franken erhalte HohlgassLand Tourismus eine hervorragende Marketingleistung und mit der Rigi ein riesiges Schaufenster.

Otz' Worte zeigten Wirkung: HohlgassLand Tourismus hat sich entschlossen, RigiPlus beizutreten. Das Preisschild liess sich auf 39 000 Franken reduzieren und es konnte ein Weg gefunden werden, um die Mittel aufzubringen. Wie die künftige Zusammenarbeit aussehen soll, welche Chancen sich bieten und welche Arbeiten anstehen, erklärt HohlgassLand-Präsident Roger Fischer in der aktuellen Freitagsausgabe.