Freitag, 17. November 2017
Unverhoffter Geldsegen erfreut

Die Albert Koechlin-Stiftung verleiht dem Verein Grenzenlos Rigi einen Anerkennungspreis. Er umfasst 20 000 Franken, die in verschiedene Projekte einfliessen werden, wie die Scharleiterin verrät.

su. Inspiriert von der Gruppierung ‹Pfadi trotz allem› lancierten Leiter der hiesigen Blauring und Jungwacht vor elf Jahren ein neues Angebot in Küssnacht und Umgebung. ‹Grenzenlos Rigi› heisst die Jugendgruppe, in welcher körperliche und geistige Begrenzungen eben keine Grenzen bedeuten. Sie eröffnet Kindern und Jugendlichen mit einer Behinderung die Möglichkeit, ihre Freizeit ausserhalb der Schule und Familie zu gestalten. Einmal im Monat finden die sogenannten Höcks statt. Ein vielfältiges Programm lädt die Kinder und Jugendlichen ein, Neues zu entdecken. Dies beinhaltet das kreative Gestalten sowie Aktivitäten im Freien, welche auf die Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen abgestimmt sind. Sie spielen, machen einen Ausflug in die Natur oder helfen tatkräftig mit bei der Papiersammlung der JuBla-Schar.

«Wir wussten von nichts»
Grund genug für die Albert Koechlin-Stiftung, dieses Engagement mit einem Anerkennungspreis zu würdigen. Am 11. Januar werden deren Vertreter dem Verein in feierlichem Rahmen 20 000 Franken übergeben. Die Freude auf Seiten des Vereins war riesig, wie Anita Schmidig erzählt, und der Preis eine noch grössere Überraschung. «Wir hatten uns nicht gemeldet und wissen noch heute nicht, wie die Stiftung auf uns aufmerksam wurde», erzählt die Scharleiterin. Wie aus dem Nichts hatte sie per E-Mail eine Einladung zu einem Treffen erhalten, wohinter sie erst sogar Spam vermutete. Nachdem sich Schmidig über den Absender informierte, meldete sie sich umgehend zurück. «Anschliessend wurden wir an den Firmensitz nach Luzern eingeladen, wussten aber noch immer nicht, worum es genau geht», erinnert sich Schmidig. «Erstmal leer geschluckt» und ihr Glück kaum fassen können habe sie, als ihr vor Ort mitgeteilt wurde, dass der Verein 20 000 Franken erhält.

Langfristige Investition
Noch immer sei der Verein etwas «überrumpelt» vom unverhofften Geldsegen und aktuell daran zu prüfen, worin er ihn investieren werde. «Klar ist schon jetzt, dass wir den Betrag nicht auf einmal ausgeben, sondern über die Jahre hinweg für unsere Höcks nutzen werden oder auch mal wieder einen grösseren Anlass machen», verkündet die Scharleiterin.