Dienstag, 28. November 2017
 
Verspieltes Konzert der Feldmusik

‹VerSpielt› – unter diesem Motto luden Feldmusik und Jugendblasorchester Küssnacht zum gemeinsamen Jahreskonzert ins Monséjour. Mit zahlreichen Showeinlagen wurde das Programm mottogerecht gestaltet.

cyz. ‹Zum Spielen aufgelegt, heiter und unbeschwert wirkend› – so wird das diesjährige Konzertmotto im Duden umschrieben. All dies traf denn auch auf die Musikanten zu. Man dürfe sich auf einen «verspielten und energiegeladenen» Konzertabend freuen, versprach Moderatorin Silvia Staub zu Beginn. In charmantem Berner Dialekt führte sie durchs Abendprogramm.

Mit zahlreichen Showeinlagen wie Konfettiregen, Lichteffekten und kurzen Auftritten von Figuren aus aufgeführten Stücken wurde zwischendurch für lockere, unbeschwerte Stimmung und einige Lacher im Saal gesorgt. Auch das Stück ‹Blessed Bones›, welches von einer siebenköpfigen Posaunenformation gespielt wurde, brachte erfrischende Abwechslung.

Versierter Solist
Den Auftakt zum gemeinsamen Jahreskonzert machte wie gewohnt das Jugendblasorchester der Musikschule Küssnacht (JBO). Mit lockerer Art betrat Dirigent Zeno Schmidiger mit aufgesetztem Star-Wars-Helm die Konzertbühne und stimmte die entsprechende Filmmusik ein – im JBO ein beliebtes Genre. Bei der zweiten Darbietung der JBO-ler, ‹Gabriella’s Song›, zog der 17-jährige Solist Jonas Wagner aus Immensee das Publikum mit seinem Kornett-Solo in seinen Bann.

Verspielter Unterhaltungsmix
Mit Adrian Zeder, Desirée Schatt, Tamara Meyer, Mirjam Achermann und Kilian Schibli durften sich die rund 45 Feldmusikanten dieses Jahr über fünf Neumitglieder aus den Reihen des JBO’s freuen.

Unter Dirigent Simon Scheiwiller, welcher seit 2015 den Taktstock für die Küssnachter Feldmusik schwingt, startete diese mit ‹Don’t Stop Me Now› in den Konzertabend. Nach dem Queen-Pop-Hit wurde das Publikum mitgenommen auf eine Zeitreise ins Jahr 1815: Im Stück ‹Les Misérables› aus dem gleichnamigen neuzeitlichen Musical warteten dabei Felix Pfrunder am Horn sowie Remo Zimmermann auf der Trompete mit Soli auf. Mittels erneutem Stilbruch wurde der Zuhörer von der Romantik in die Moderne katapultiert, namentlich in die wilden 70er, vertreten durch den Song ‹Hotel California›. Wortwörtlich ‹aufs Spiel gesetzt› hat die Feldmusik mit dem Medley ‹Super Mario Bros.›, bestehend aus bestens bekannten Melodien des Gameboy-Klassikers.

Vereint zum Schluss
Erstmals traten heuer die beiden Orchester in Grossformation zusammen auf. Rund siebzig Musikanten starteten gemeinsam in den letzten Konzertteil. Einen krönenden Abschluss fand der Abend mit ‹Flyin‘ To The Skies›, einem Stück, welches von Komponist Christoph Walter eigens für den früheren Armeechef Keckeis geschrieben wurde.