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Donnerstag, 14. Oktober 2010
82logiernaechte

Von Januar bis August 2009 wurden im Bezirk Küssnacht 38'445 Logiernächte gezählt. In diesem Jahr registrierte das Bundesamt für Statistik für den gleichen Zeitraum 55'363 Übernachtungen. Das ist eine satte Zunahme von 44 Prozent.





avd. Edith Schlömmer-Krummenacher, Prä-sidentin des Tourismusvereins HohlgassLand Küssnacht, rieb sich verdutzt die Augen, als sie kürzlich auf die aktuellen Daten des Bundesamts für Statistik (BfS) blickte. Das BfS ermittelte die Anzahl Logiernächte von Januar bis August im Bezirk Küssnacht. Die Anzahl der Logiernächte stieg gegen-über dem letzten Jahr von 38'445 auf 55'363.

Zum Vergleich: Im gesamten letzten Jahr wurden im Bezirk Küss­nacht 54'364 Logiernächte gezählt. In den ersten acht Monaten dieses Jahres wurde diese Zahl also schon überboten. «Das kann nicht sein», ist sich Edith Schlömmer-Krummenacher sicher. Der FS wollte es genauer wissen.

BfS rechnete richtig
Erste Anlaufstelle: Das BfS in Bern. Statistiker Jahan Wenger versichert, dass man richtig gerechnet habe: «Wir erhalten die Anzahl Logiernächte direkt von den Hotelleriebetrieben.»

Wie letztes Jahr hätten auch heuer acht Betriebe aus dem Bezirk Küssnacht ihre Logiernächte angegeben. Diese starke Zunahme kann sich Wenger nicht erklären: «Vielleicht war letztes Jahr ein Betrieb ein Teil dieses Zeitraums geschlossen?»
«Nein, geschlossen war kein Hotel», sagt Edith Schlömmer-Krummenacher.

Auch ein grösserer Anlass hat in dieser Zeit nicht stattgefunden; abgesehen von der Sennenchilbi im Februar, die aber mehrheitlich von Einheimischen besucht wurde.

Jahan Wenger vom BfS konnte aus Datenschutzgründen nicht sagen, auf welchen Hotelbetrieb im Bezirk die hohe Zunahme zurückzuführen ist. Deswegen fragten wir direkt bei den Hotels im Bezirk Küssnacht nach.

Wenn, dann Zunahme im einstelligen Prozentbereich
Im Hotel Seehof du lac übernachteten bisher dieses Jahr etwas weniger Gäste als 2009. Im Hotel Seebodenalp wurden etwa gleich viel Gäste gezählt. Keine deutliche Steigerung der Logiernächte hatte das Seehotel Baumgarten zu verzeichnen. Mehr Gäste aus Japan sorgten beim Seehotel Rigi-Royal für einen leichten Anstieg der Übernachtungen.

Das Schloss-Hotel Swiss Chalet verzeichnete in diesem Jahr einen leichten Anstieg der Logiernächte; allerdings im einstelligen Prozentbereich. Ebenfalls einen leichten Zuwachs, rund 6 Prozent, hat das Hotel Frohsinn zu verzeichnen.

Beim Hotel Bahnhöfli konnte niemand erreicht werden. Das Hotel zum Hirschen hatte laut Benjamin Musshafen letztes Jahr einen Systemabsturz, weshalb ein Zahlenvergleich nicht möglich ist. Subjektiv sei eine leichte Zunahme festzustellen.

Möglicher Grund: Unvollständige Zahlen 2009
«Leider gibt das Bundesamt für Statistik keine detaillierten Angaben heraus», bedauert Edith Schlömmer-Krummenacher. Deshalb kann sie nur vermuten, wie es zur Zunahme von 16918 Phantomgästen gekommen ist: «Wahrscheinlich hat ein Hotelbetrieb im Bezirk letztes Jahr unvollständige Zahlen veröffentlicht.»
 
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