| Auch Puccini hätte applaudiert |
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| Montag, 8. November 2010 | |
![]() Mit einer Standing Ovation endete das Konzert des Amadeus-Chors in der Pfarr- kirche Küssnacht am letzten Sonntag. Chor und Orchester interpretierten die Messa di Gloria von Puccini. Dem Meister hätte es gefallen. avd. In der klassischen Musik gibt es leichtere Werke und schwierigere. Und wenn einem beim italienischen Komponisten Giacomo Puccini das allseits bekannte Nessun Dorma aus der Oper Turandot einfällt, kriegt man schon beim Hören eine Gänsehaut. Der Amadeus-Chor Küssnacht widmete sich nun der Messa di Gloria, die zwar nicht so bekannt, dafür umso schwieriger zu interpretieren ist. Gefühlvolle Soli Im ersten Teil allerdings spielte das Donau Sinfonieorchester aus Budapest ein Konzert in G-Dur von Domenico Cimarosa. Gleich beim ersten Crescendo fiel die herrliche Fülle der Kontrabässe auf, deren Klang die Kirche förmlich einnahm. Die zwei Solisten, Marita Kohler an der Oboe und Samuel Rueff an der Flöte, überzeugten mit gefühlvollen Läufen und wurden von den Streichern und Bläsern des Orchesters hervorragend unterstützt. Unter anderem bei Rhythmuswechseln und Registereinsätzen war die Handschrift der Dirigentin Agnes Ryser spürbar, die mit ruhiger und sicherer Hand das Geschehen jederzeit unter ihrer Kontrolle hielt. Gerade bei Kirchenkonzerten ist auf die unterschiedliche Klangentfaltung der Instrumente Rücksicht zu nehmen, was Ryser mit feinem Gehör sehr gut umsetzte. Starke Sopranstimmen Nach dem instrumentalen Teil stimmten die Sängerinnen und Sänger des Amadeus-Chors das erste Stück der Messa di Gloria an. Von Beginn an fielen die starken Sopranstimmen auf. Spätestens beim zweiten Stück erkannten die Zuschauer – die übrigens die Kirche fast füllten –, dass dem Chor mit Rhythmus- und Tonartwechseln alles abverlangt wurde. Doch der Chor hielt sich bravourös. Beim dritten Stück hatte der Tenor Matthias Aeberhard seinen ersten Auftritt. Mit starker und klarer Stimme sang er sich in die Herzen der Zuschauer. Trotz des hohen Schwierigkeitsgrades setzten alle Sängerinnen und Sänger die Dramatik und die Wechsel von laut und leise hervorragend um. Auch der zweite Solist, Bariton Bruno Taddia, überzeugte mit grosser Präsenz. Das Konzert kulminierte in einem kirchenfüllenden Finale, als die Solisten, der Chor und das Orchester sich mit einem Crescendo von Puccini verabschiedeten. Kein Wunder, dass das Publikum langen Beifall spendete und dabei auch aufstand. |
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