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Aufstieg in die tertiäre Liga Drucken E-Mail
Montag, 21. Juni 2010
49maturafeier1Auf Wunsch der Schüler verzichtete Rektor Aldo Magno in seiner Rede weitgehend auf Fremdwörter und bediente sich, passend zur WM, des Fussballvokabulars – die
Metaphern haben gepasst.


avd. Jedes Jahr spielen die Maturandinnen und Maturanden Rektor Aldo Magno einen Streich. Dieses Jahr war er klein aber fein. «Ich fand ein Blatt an meiner Tür», erzählte Magno an der Maturafeier, «Auf dem Blatt stand ein Satz mit lauter Fremdwörtern.» Magno nahm sich die Botschaft, wonach er nicht mehr mit so kompliziertem Vokabular um sich werfen soll, zu Herzen.

In seiner Rede, die er in der bis auf den letzten Platz besetzten Kapelle des Gymnasiums Immensee abhielt, sprach Magno stattdessen in der Fussballsprache: «Mancher Maturand hatte in der Gymizeit mit geistigen Adduktorenproblemen zu kämpfen, manche dachten während Rauchpausen über Taktiken nach. Aber am Schluss zählt bekanntlich nur das Resultat.»

Die Absolventen haben nun den Aufstieg in die tertiäre Liga geschafft. Diesen Sieg könne ihnen niemand mehr nehmen. Nun gelte es, den Liga-Erhalt zu schaffen, so Magno weiter.

Ausleben und fokussieren
Sabine Jaggi blies in ihrer Rede ins gleiche Horn. Die Präsidentin der Hochschule Luzern sagte den Absolventen: «Ihr habt euch jetzt eine Verschnaufpause verdient. Jetzt kommt die sogenannte Sturm- und Drangphase. Das heisst aber nicht, dass ihr euch als Chaoten, Komasäufer oder Hooligans austoben sollt.»

Vielmehr gelte es, nach diesem Abschluss sich Gedanken über die nächsten Schritte zu machen: «Einige von euch machen vielleicht ein Praktikumsjahr, andere einen Sprachaufenthalt.»
Weiter hob Jaggi, die im Stiftungsrat des Gymnasiums sitzt, die Einzigartigkeit des Matura-Abschlusses hervor und verglich diesen deshalb mit der Geburt und dem Sterben. Aus Buben und Mädchen seien junge und reife Menschen geworden.

Eine reife Leistung boten auch Schüler des Schwerpunktfachs Musik des Gymnasiums, die mit jazzigen Intermezzos für Abwechslung sorgten. Zum Schluss durften die Absolventen ihr Zeugnis entgegennehmen – und sich auf einen Schluck Maturawein freuen.
 
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