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Bachmüli: Grosser Nutzen für alle Drucken E-Mail
Montag, 23. Januar 2012
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Es wird grösser, es wird mehr Auswahl geben, es wird übersichtlicher und es ist zugänglicher. Diese Argumente treffen alle ins Schwarze, wenn über die neuen Räumlichkeiten für Ludothek und Bibliothek in der Bachmüli gesprochen wird. Doch noch muss der Souverän am 11. März 2012 ein Ja in die Urne legen.





Wer die Ludothek mit Kinderwagen besucht, braucht beinahe übermenschliche Kräfte. Die steile Treppe zum Musikhaus hinab ist kaum zu überwinden. Und wenn das Ausgesuchte ebenfalls über die Taschengrösse hinausgeht, wird es wiederum schwierig, alles zum Pausenplatz Dorfhalden hinauf zu tragen, es besteht sogar Unfallgefahr.

Verbesserungen notwendig
Dies ist nur ein Argument, welches für den neuen und zentralen Standort in der Bachmüli spricht. Präsidentin Conny Niederberger führt weiter aus: «Grössere Spielzeuge müssen wir in einer Garage versorgen, in der Bachmüli ist für alles Platz. Unsere jetzigen Räumlichkeiten liegen auch versteckt. In der Bachmüli sprechen wir eine grössere Kundschaft an.»

Grosses Platzproblem
Ähnlich sieht es in der Bibliothek aus. Mit gerade 85 m2 kann die heutige
Bibliothek kaum den geforderten Bedürfnissen gerecht werden. Die schweizerische Arbeitsgemeinschaft für Gemeindebibliotheken SAB empfiehlt bei 10000 Einwohnern eine Fläche von 350 m2. Oder anders ausgedrückt: Pro Einwohner müssten zwei Bücher zur Ausleihe angeboten werden. Mit gerade 8000 Medien kann in der heutigen Bibliothek mitnichten diesen Richtzahlen entsprochen werden. In der Bachmüli würde sich dies ändern, so die Präsidentin des Vereins Bibliothek Küssnacht, Brida Cathomas: «Wir bekommen 300 m2, die Ludothek 140 m2. Wir können unser Angebot ausbauen und anpassen. Es wird durch die Verbesserung der Platzverhältnisse auch ein ungestörtes Anschauen und Auslesen der Bücher möglich werden.» Gewisse Räumlichkeiten teilen sich die Ludothek und Bibliothek auch, was neue Synergien schafft.

Aufgaben gegenüber der Schule
Beide Lokalitäten, die Bibliothek wie auch die Ludothek erfüllen ihre Aufgaben auch gegenüber der Schule. So gibt es zum Beispiel in den Primarschulhäusern in Küssnacht keine Bibliotheken mehr. In der Bachmüli könnte diese Aufgabe wieder besser wahrgenommen werden, so Brida Cathomas: «Wir haben dort mehr Platz und einen separaten Raum, in welchem wir mit den Schulklassen arbeiten können. So stören wir die andere Kundschaft in keiner Weise.» Auch die Ludothek profitiert von diesem neuen Raum in der Bachmüli. «Wir können dort Schulklassen in neue Spiele einführen. Dies findet jetzt aufgrund des Platzmangels heute jeweils an Tischen im Flur/Treppenhaus statt», erklärt Conny Niederberger.

Kein Luxus
Mehr Platz, besserer Zugang, grössere Auswahl und bessere Übersicht – alles spricht für die neuen Räumlichkeiten in der Bachmüli. Aufgrund finanzieller Überlegungen hat sich der Bezirksrat für den Kauf entschieden. Den Innenausbau hätte der Bezirk beim Kauf wie beim Mieten übernehmen müssen. Die Mietkosten hätten sich auf jährlich 75000 Franken belaufen. Somit hat der Bezirksrat entschieden, dass ein Kauf auf längere Sicht die kostengünstigere Variante darstellt. Eine Variante, die dem Bezirk Küssnacht eine angemessene Bibliothek und Ludothek bringt.
 
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