| Bahnhofprojekt: Viele Änderungswünsche berücksichtigt |
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| Dienstag, 20. Oktober 2009 | |
![]() Die Bahnhofstrasse wird Ende dieser Woche fertiggestellt. Beim Busbahnhof ist zwar noch nichts sichtbar – im Hintergrund hat sich aber einiges getan. Die Eröffnung soll wie geplant im Dezember 2011 stattfinden. avd. Wird das Bahnhofprojekt derzeit als Ganzes betrachtet, fällt auf: Beim Ausbau der Bahnhofstrasse ist der Bezirk Küssnacht als Bauherr im Zeitplan. «Ende dieser Woche wird die Bahnhofstrasse fertig gestellt», sagt Irena Gallati, Abteilungsleiterin des Ressorts Infrastruktur. Beim Bau des Busbahnhofs, der in der Verantwortung der SBB liegt, hat sich vordergründig noch nichts getan. Laut Bezirksrat Michael Fuchs (Ressort Infrastruktur) befindet sich das Projekt bei den SBB in der Plangenehmigungsphase. «Bei den SBB sind mehrere Abteilungen involviert, weshalb die Prozesse und die Freigabe von Geldern komplizierter sind und mehr Zeit benötigen.», erklärt Fuchs. Die Zusammenarbeit zwischen Bezirk und SBB sei seit einiger Zeit aber sehr gut. «Wir haben das Gefühl, dass unsere Ansprechpersonen bei den SBB das Projekt vorantreiben», fügt Fuchs an. Und Bezirksrätin Carole Mayor (Ressort Planung, Umwelt und Verkehr) ergänzt: «Nach wie vor gilt der letztgenannte Zeitpunkt der Eröffnung vom Dezember 2011.» Längere Anlegekante In der Zwischenzeit konnten die Bezirksvertreter einige Änderungswünsche, die unter anderem von der IGöV stammen, bei den SBB einbringen. Anlegekante für Busse: Beim Busbahnhof wird die talseitige Anlegekante verlängert. Das schafft auch für die Zukunft mehr Platz für zusätzliche Busse. Ausserdem kann bei Bedarf ein zusätzlicher Anlegeplatz, z.B. für einen Hotel-Shuttlebus, geschaffen werden. Verkehrsregime: Nach enger Zusammenarbeit mit den Verkehrsbetrieben wurde das Verkehrsregime für das Bahnhofgelände detailliert ausgearbeitet. Der Verkehr wird talseitig mit Tempo 20 oder 30 Richtung Parkplatz geleitet. Von dort fahren Autos und Busse zwischen Busperron und Geleise wieder zur Bahnhofstrasse zurück. Dach des Mittelperrons: Das Perrondach zwischen den Geleisen wird auf 95 Meter verlängert. Aufgrund der SBB-Standards und um im Kostenrahmen zu bleiben, wurde laut Carole Mayor auf ein noch längeres Perrondach verzichtet. Zugang Haltikerstrasse (vormals Zugang Allmigstrasse): Die Fortsetzung der Fussgängerunterführung wird nicht mehr zur Allmigstrasse geführt, sondern entlang der Bahnböschung direkt zum bestehenden Fussgängerstreifen an der Haltikerstrasse verlängert. Dadurch kann laut Michael Fuchs vermieden werden, dass die Fussgänger die Haltikerstrasse direkt in der unübersichtlichen und gefährlichen Kurve überqueren. Auch mit den oben genannten Änderungen bewegt sich das Bahnhofprojekt noch innerhalb des budgetierten Kostenrahmens. Beibehalten wird die Lage der Treppe und der Rampe auf dem Mittelperron. Wie Carole Mayor erklärt, fahren zwei Drittel der Zugpassagiere vom Bahnhof Küssnacht in Richtung Luzern und umgekehrt. Somit ist für sie der Weg von und zur Unterführung über die Treppe am kürzesten. Ausserdem befindet sich der Lift in unmittelbarer Nähe zur Treppe. Der optimalste Standort für einen Kiosk/Kleinladen liegt zwischen Stellwerk und B70. Bis jetzt ist für die grösseren Betreiber die allgemeine Lage des Bahnhofs zu unrentabel. Ausserdem sind die Anschlusszeiten zwischen Bahn und Bus zu kurz, damit ein Kioskangebot genügend genutzt würde. Ein späterer Bau und Betrieb ist aber möglich, sollte ein Interessent gefunden werden. Zusätzliche Kosten für Stützmauer Bei der Zufahrt zwischen Bahnhofgebäude und Hang hat der Bezirk als Vorinvestition für den Busbahnhof eine Stützmauer erstellt, um genügend Platz für die Busse zu schaffen und die Böschung zu sichern. Die Stützmauer geht zu Lasten des Bezirks, da es sich um einen Bestandteil des Busbahnhof-Projekts handelt. Die Kosten sind höher ausgefallen, als ursprünglich angenommen. Sie müssen aber durch Projektoptimierungen beim Hauptprojekt aufgefangen werden. Unterführung Talstrasse Während den Bauarbeiten am Bahnhof wird der Bahnbetrieb weitergeführt. Insofern ergeben sich weniger Synergien hinsichtlich der Gleissperrung, als anfänglich gedacht und die zeitgleiche Sanierung der Unterführung Talstrasse ist nicht zwingend. |
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