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Beachvolleyball Luterbach: Bezirk klärt Sanierung ab Drucken E-Mail
Freitag, 18. Juni 2010
48beachvolleyfeld

Die Beachvolleyball-Anlage Luterbach in Küssnacht muss saniert werden. Nach der Kündigung des Nutzungsvertrags durch den Volleyballclub Küssnacht ist nun der Bezirk für das weitere Vorgehen verantwortlich.





avd. Bei den Sportanlagen im Luterbach herrscht Betrieb: auf den Tennisplätzen fliegen Filzbälle über die Netze, auf der  Finnenbahn drehen Jogger ihre Runden und auf den Fussballplätzen hetzen Jugendliche Richtung Tor. Nur die Beachvolleyball-Anlage ist seit Monaten verwaist.

Sand ist steinhart und gefährlich
Der Grund: «Die Felder sind in einem miserablen Zustand», sagt Tamara Beck, Präsidentin des Volleyballclubs Küssnacht. Insbesondere der Sand sei sehr hart. «Beim Hinfallen besteht die Gefahr, dass man sich am Bein eine Schürfwunde zuzieht», so Beck weiter.
Auch beim Bezirk weiss man um das Problem. «Der Sand ist mit Glassplittern versetzt», sagt Alexandra Stalder von der Sport- und Freizeitkommission, «deshalb ist das Feld eigentlich unbespielbar.»

Nutzungsvertrag aufgelöst
Das Problem ist seit längerem bekannt, konnte wegen gewechselten Zuständigkeiten und finanziellem Aufwand bisher noch nicht behoben werden. Vor Jahren unterzeichnete der Volleyballclub Küssnacht mit dem Bezirk einen Nutzungsvertrag.

In diesem verpflichtete sich der Club, für den Unterhalt des Feldes aufzukommen. Obwohl die Volleyballer den Sand vor knapp drei Jahren einer Reinigung unterzogen, verschlechterte sich dessen Zustand zusehends. Deshalb holte der Club Offerten für eine umfassende Sanierung ein.

«Die Kosten hätten sich auf etwa 30'000 Franken belaufen. Das ist zuviel für einen kleinen Club», sagt Präsidentin Tamara Beck. In den letzten acht Jahren verlor der Verein knapp die Hälfte an Mitgliedern.

Der Volleyballclub wandte sich an den Bezirk und bat um Unterstützung. Dieser sicherte 5000 Franken zu. «Obwohl wir Rückstellungen gemacht haben», so Beck weiter, «hätte der Restbetrag unser Budget überstiegen.» Deshalb kündigte der Volleyballclub letztes Jahr den Nutzungsvertrag mit dem Bezirk.

Wenig Interesse anderer Vereine
Der Bezirk Küssnacht erteilte darauf der Interessengemeinschaft Küssnachter Sportvereine (IGKS) den Auftrag, eine Umfrage zu starten. Darin soll die IGKS herausfinden, welche Vereine die Beachvolleyballanlage nutzen und wie gross das Interesse für eine Nutzung ist.

Das Resultat, welches die IGKS am letzten Montag an einer Sitzung präsentierte, war ernüchternd: Von dreissig angeschriebenen Vereinen meldeten sich deren neun. Nur drei Vereine würden das Feld nutzen, sieben haben sich dafür ausgesprochen, das Feld zu erhalten.

Laut Alexandra Stalder hat die Sport- und Freizeitkommission nun Kostenschätzungen eingeleitet, deren Ergebnis an einer der nächsten Kommissionssitzungen besprochen werden soll. «Wir haben ein Interesse daran, das Feld zu erhalten», sagt Stalder, «Deshalb ist es das Ziel, den für die Sanierung benötigten Betrag ins Budget 2011 aufzunehmen.»

Badi Seeburg keine Alternative
Seit der Eröffnung des Strandbads Seeburg steht dort Plauschspielern ein
neues Beachvolleyball-Feld zur Verfügung. Für ambitioniertere Spieler macht ein Wechsel aber wenig Sinn, wie Tamara Beck erklärt: «Der Ball fliegt oft ins Nachbargrundstück oder ins Wasser.»

Bei guten Bällen, die gegen 100 Franken kosten, wirke sich ein durch Wasser verursachter Schaden schnell aufs Portemonnaie aus. Alexandra Stalder ortet noch ein anderes Problem: «Da das Feld öffentlich ist, sind Reservierungen nicht möglich.»

Obwohl sich relativ wenige Sportvereine für die Nutzung des Feldes im Luterbach interessieren, steht für Tamara Beck die Sanierung ausser Frage: «Beachvolleyball erfreut sich vor allem als Breitensport grosser Beliebtheit. Für dessen Ausübung ist der Standort im Luterbach ideal.» Beck begrüsst deshalb die Absicht des Bezirks, die Beachvolleyball-Anlage zu erhalten.
 
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