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Montag, 31. August 2009
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Das fanden die zahlreichen BesucherInnen am August-Määrt vom Wochenende. Das traditionelle Markttreiben ist längst zum festen Bestandteil der alljährlichen Feste
und Veranstaltungen von Küssnacht mutiert.




rbs. Den letzten Samstag im Monat August reservieren sich nicht nur viele Einheimische, sondern auch Heimweh-Küssnachter und Leute aus der Region. Dann nämlich verwandelt sich das Unterdorf, der Monséjour-Parkplatz und die Chlausjägergasse zu einem riesigen Marktgelände. So war es auch vor drei Tagen. Bereits um 6 Uhr früh trafen die ersten Marktfahrer und Aussteller ein, um ihren Stand attraktiv herzurichten, damit man ab 8 Uhr die interessierte Kundschaft empfangen konnte. Ebenfalls vor Ort war um diese Zeit Mario Schnurrenberger, denn er ist für die Einteilung der Stände verantwortlich. Zusammen mit Hans Hausherr, dem Zuständigen für Administration und Finanzen, bilden sie das effiziente Marktchef-Gespann. Sie sind Mitglied im Verein Marktplatz, dem eigentlichen Organisator des August-Määrts.

Aussergewöhnliche Vielfalt
An über 100 Ständen und Posten konnte man sich dieses Jahr beraten lassen, beim Schnäppchentisch wühlen, sich mittels toller Brille ein neues Aussehen geben, das Glück versuchen, Gemüse oder einen feinen Zopf für das Wochenende einkaufen, Kleider probieren, ein feines Parfum testen, einen luftigen Ausflug mit der Feuerwehr-Drehleiter unternehmen, sich mit neuen Putzmitteln oder Kräutermischungen eindecken und vieles mehr.
Grosse Vielfalt bot sich auch in kulinarischer Hinsicht. Neben der traditionellen Bratwurst vom Grill, gab es unter anderem auch exotische Speisen, Raclette, feine Fischknusperli und hausgemachtes Eis. Erstmals am August-Määrt vertreten war der Kochclub Rigischlemmer aus Küssnacht mit einem Verpflegungsstand mit kleinem Festzelt unmittelbar beim Historischen Museum. In ihren weinroten Schürzen servierten die feschen Männer ein köstliches Risotto mit saftigen Würstchen.
Immer am August-Määrt bietet Jörg Looser vor seinem Optikergeschäft im Unterdorf Brillengestelle zum sensationellen Preis von fünf Franken an. Es handelt sich dabei um zirka dreijährige Modelle, die gut und gerne 300 bis 500 Franken kosteten, nun aber aus dem Sortiment eliminiert werden sollen. Einzige Bedingung: Die Gläser dazu müssen bei Looser Optik angefertigt und gekauft werden. «Die Resonanz ist super», erklärt Jörg Looser, «unsere Kunden schätzen diese Aktion sehr. Durch den Marktstand vor dem Geschäft verlieren viele Leute die Schwellenangst. So haben wir die Möglichkeit, bei einem Glas Wein oder einem Espresso, auch mit unbekannten Besuchern ins Gespräch zu kommen und weitere Kunden zu gewinnen.» Was viele vielleicht nicht wissen, Jörg Looser betreibt an der Hirschmattstrasse 9 in Luzern das schweizweit einzige, spezialisierte Kinderbrillengeschäft.

Langjährige und neue Anbieter
Seit 14 Jahren bietet Lisbeth Dober Originalprodukte von Ha-Ra – dem Partner für ökologisches Reinigen an. Sie schätzt den Kontakt mit ihren Stammkundinnen, lernt aber auch immer wieder neue Leute kennen. «Das Geschäft läuft gut heute», erklärt sie strahlend. Und auf die Frage, ob es einen Verkaufshit gäbe, meint sie: «Ja, das ist unser Fensterreiniger.»
Einmal mehr beteiligte sich auch die Schwyzer Kantonalbank am Marktgeschehen. Die drei Schnellsten beim lus-tigen Memory-Spiel gewannen je ein 20-er Goldvreneli. Küssnachter Määrt-Première feierten dagegen Ursula Obrist aus Weggis und Xaver Wiget aus Steinen. Während die junge Frau Werbung machte für den SkipDr Premier (ein Reparaturgerät für zerkratzte CD’s), zeigte der ehemalige Bauer, welch schöne Holzschalen und -gefässe er hobbymässig drechselt.
Glücklich zeigte sich Marktchef Hans Hausherr über die Wettersituation vom letzten Samstag. «Wir haben ein absolutes Top-Määrt-Wetter, trocken und nicht zu heiss. Viele Besucherinnen und Besucher kommen auf die Mittagszeit hin und verpflegen sich an den verschiedenen Foodständen.» Man merkt, das emsige Markttreiben gefällt ihm. Während unseres Gesprächs hält er fest, dass der Verein Marktplatz Küssnacht in Bezug auf die Infrastruktur (Strom, Absperrungen, Werkdienst, etc.) vom Bezirk Küssnacht jedes Jahr toll unterstützt wird.
 
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