| Bewegend und überraschend |
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| Montag, 21. Juni 2010 | |
![]() Was wären Film- und Broadwayklassiker ohne passende Musik? Langweilig! Das und mehr hat das 21st Century Salon Orchestra am letzten Sonntag zum Auftakt der vierten Küssnacht-Klassik-Reihe demonstriert. avd. Durch die unendliche Steppe von Kenia dampft ein Zug. Am Ende eines Waggons steht Meryl Streep, nachdenklich, sehnsüchtig. Hinter den sanften Hügeln in der Ferne verglüht die Sonne als riesiger, roter Feuerball. Die Eröffnungsszene von Out of Africa ist weltberühmt, aber ohne Musik stink-langweilig. Orchestrale Experimente Mit dem 21st Century Salon Orchestra ist es der Leitung von Küssnacht Klassik unter Alexander Kionke gelungen, für den Auftakt der vierten Reihe ein international bekanntes Top-Orchester zu gewinnen. Als erstes Orchester kam ihm die Ehre zuteil, die Filmmusik aus Herr der Ringe von Howard Shore in der Radio City Music Hall in New York nachzuspielen. Den Zuschauern im sehr gut gefüllten grossen Saal des Zentrums Monséjour wurde aber nicht nur Klassik vom Feinsten geboten. Das Orchester, das sich zum grossen Teil aus Solisten des 21st Century Symphony Orchestra zusammensetzt, zeigte anhand von Experimenten die Bedeutung der Filmmusik von gestern bis heute auf. Oben genannte Szene aus Out of Africa flimmerte zuerst ohne musikalische Live-Begleitung über die Leinwand – und wirkte langweilig. Dann spielte das Orchester zur gleichen Szene die falsche Musik – was sehr befremdend wirkte. Erst mit den richtigen Klängen wurde die Weite Afrikas richtig eingefangen. Gleichzeitig demonstrierte das Orchester, wie sich die Filmmusik gewandelt hat. Bei Charlie Chaplin spielte noch ein Live-Orches-ter im Kino und bei Pink Panther diente die Musik als Identifikationsmerkmal des Films. Die Experimente waren bewegend und überraschend. |
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