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Bin erstaunt über Sitzverteilung Drucken E-Mail
Montag, 24. Oktober 2011
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Vor acht Jahren verlor die FDP Schwyz ihren Sitz im Nationalrat. Die Küssnachterin Petra Gössi konnte diesen Sitz am Sonntag zurückerobern.





cb. «Es war der reinste Wahlkrimi», waren die Worte von Petra Gössi am Sonntagabend im Engel, wo sich die Parteikameraden und Gratulanten eingefunden hatten. «Ich war im Wahlbüro im Kollegi Schwyz. Küssnacht und Einsiedeln wurden erst am Schluss ausgezählt und es sah lange danach aus, als ob die CVP nochmals das Rennen machen würde. Von der FDP hatte Sepp Dettling zuerst am meisten Stimmen, mit der Auszählung von Küssnacht und Einsiedeln änderte sich dies dann schlagartig», so die frischgebackene Nationalrätin.

2003 endete die Amtszeit des letzten Küssnachter Nationalrates Toni Eberhard (CVP). Nach acht Jahren tritt mit Petra Gössi erneut eine Person aus Küss-nacht ihr Amt als Nationalrat an. Auf Bezirksebene wurde mit 2552 Stimmen Markus Hofer (SVP) als Mitglied der Rechnungsprüfungskommission gewählt.

Nicht mit Szenario gerechnet
«Ich freue mich riesig, dass die FDP wieder einen Sitz hat. Das zeigt, dass die Liberalen Erfolg haben mit ihren bürgerlichen Positionen», verriet die Küssnachterin im Interview mit dem FS.

Da bis vor Schluss Parteikollege Sepp Dettling führte, habe zuerst die Freude über den Sitz der FDP vorgeherrscht. «Es haben alle auf der Liste mitgekämpft und auch die BDP, die Jungfreisinnigen und die Schwyzer Unternehmer, mit denen die FDP eine Listenverbindung eingegangen ist, leistete ihren Beitrag zum Erfolg.»

Sie sei erstaunt über die Sitzverteilung: «Ich hätte nie gedacht, dass die SVP einen Sitz verliert. Das ist sehr überraschend gekommen. Mit diesem Szenario habe ich nicht gerechnet.»

Eine erste Aufgabe liegt für Petra Gössi schon bereit: «Es ist wichtig, dass der Mechanismus des Nationalen Finanzausgleichs korrigiert wird, da der Kanton Schwyz überproportional belastet wird. Das zeigt auch das akutelle Kantonsbudget. Hier erwarte ich von allen Schwyzer Bundesparlamentariern, dass sie sich für den Kanton Schwyz einsetzen.» Kleines Detail am Rande: Im Kantonsrat wird durch die Wahl von Petra Gössi in den Nationalrat der Küssnachter Christian Bähler nachrutschen.

Hat Bekanntheit des Vaters geholfen?
Kurt Isenschmid, Parteipräsident der FDP Küssnacht gratulierte der neuen Nationalrätin herzlich: «Ich habe immer gewusst, dass du gewählt wirst. Es ist schön, sind so viele Leute da um mit dir zu feiern. Es wäre schön, wenn an den Parteiversammlungen auch so viele da wären», sagte er schmunzelnd.

Vater Toni Gössi freut sich und ist stolz auf seine Tochter. Er glaubte aber nicht daran, dass sie mit den Stimmen führen könnte: «Sie sagte mir immer, ich solle nicht so pessimistisch sein.» Vor acht Jahren, als sie in den Kantonsrat gewählt wurde, sei er auch erstaunt gewesen. «Auf Anhieb hat sie damals das zweitbeste Resultat erreicht, obwohl man sie gar nicht recht kannte. Vielleicht hat damals die Bekanntheit des Vaters als Klausenpräsident ebenfalls ein bisschen geholfen», sagte er schmunzelnd.

Mutter Edy Gössi freut sich ebenfalls: «Ich habe das Resultat noch weniger erwartet als Toni. Doch Petra hat sich während dem Wahlkampf enorm ins Zeug gelegt. Das scheint gewirkt zu haben.»
 
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