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Kuessnacht am Rigi 13  
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Blech und Dampf begeisterten Drucken E-Mail
Montag, 14. Juni 2010
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Nicht nur im Dampfkessel war die Luftfeuchtigkeit hoch. Von seiner feuchten Seite zeigte sich auch das Wetter am Sonntag. Die Stimmung rund um das Oldtimer am Rigi war trotzdem ausgezeichnet.




cb. Es ratterte die Dampfmaschine der CKW, es knatterten die Motoren der Motorräder und alten Autos – Nostalgie lag in der Luft. Das fünfte Oldtimer am Rigi vereinte ein weiteres Mal Oldtimergefährte und Maschinen aller Art an einem Ort.

Steinkohle und Wasser gleich Strom
Walter Hurni und Heinrich Haas hatten alle Hände voll zu tun mit der Dampfmaschine, die 1889 gebaut wurde, und Hauptattraktion am Oldtimer am Rigi war. Das rund drei Tonnen schwere Gerät der CKW brauchte intensive Betreuung. «Es ist ein extrem nervöser Kessel» meinte Walter Hurni. Man müsse die Kohle- und die Wasserzugabe stets im Auge behalten.

Die Leistung, welche die Maschine produzierte, wurde am Sonntag nur anhand einer einzigen Strassenlampe demonstriert. Bei voller Leistung hätte sie jedoch Strom für 80 Glühbirnen produzieren können. «Wegen dem Alter wird sie aber in dieser Beziehung geschont», sagte Hurni. Für die Beleuchtung stand die Maschine unter verschiedenen Besitzern bis 1955 in Betrieb. Viel Geld habe die CKW dann in die Revision in den 70er Jahren gesteckt, so Hurni. «30 Jahre ist die Maschine im Dreck gestanden.»

Europäer und Amerikaner

Rund 100 Oldtimer fanden über den Tag verteilt den Weg auf die Lindenhofwiese. Dazu kamen diverse Traktoren und Motorräder. Ford, Alfa Romeo, Renault, Chevy, Opel, Peugeot, Jaguar, Rolls Royce oder Riley – europäische wie auch amerikanische Fahrzeuge teilten sich den Platz.

Das älteste unter den bemannten Fahrzeugen war ein Ford T, ein Transportwagen im Stile eines Pickups aus der zweiten Ford T Serie. Obwohl das Treffen im kleinen Rahmen abgehalten wurde, fand ein Opel GT den Weg aus Ulm, Deutschland in die Schweiz.
Die jüngeren Besucher erlebten Pferdestärken auf den Rücken der Ponys und trotz Regen schmeckte ihnen eine Glace genau so gut wie bei sommerlicher Hitze.

Brücke zum Dampf geschlagen
Für Roli Müller aus dem Organisationskomitee war das Oldtimer am Rigi ein Erfolg, trotz Wetterpech: «Ich habe gestaunt wie viele Leute und Autos gekommen sind», meinte er. «Die Leute haben sich am richtigen Ort getroffen.» Die Brücke wiederum in Richtung Dampfmaschinen zu schlagen, sei gelungen. «Nächstes Jahr wollen wir diesen Sektor noch mehr abdecken.»

Allerdings sei der Transport von Dampfmaschinen mit einem grossen logistischen Aufwand verbunden, der auch immer Kosten mit sich bringe. Oder das Wetter macht einen Strich durch die Rechnung, wie beim Dampfboot, das neben der Dampfmaschine auch für ordentlichen Rauch gesorgt hätte. «Man wollte sich mit dem Oldtimer-Boot nicht auf die Gefahr eines Gewitters einlassen», erklärte Müller. Nichtsdestotrotz gab es am Oldtimer am Rigi einiges zu entdecken – auch bei Regen.

 
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