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Montag, 14. November 2011
91knstler-fahnen

Wer in den letzten Wochen Richtung Seebodenalp oder über den Tellernweg spazierte, wird sich gefragt haben: Was hat es mit diesen orangen und gelben Fahnen auf sich? Der Künstler Thomas Betschart liefert Antworten.





su. 80 Fahnen in gelb und orange stehen zurzeit auf dem Land von Martin und Mirjam Ulrich und umkreisen Bäume. «Warum wohl?», wird sich so mancher Spaziergänger gefragt haben. Die Erklärung von Thomas Betschart, dem Künstler der hinter der Installation mit dem Namen Windzeichen steckt, ist simpel und genial zugleich: «Ich will mit Hilfe der Fahnen Details in einer Landschaft hervorheben, die man sonst gar nicht so bewusst wahr nehmen würde, etwa, weil sie alltäglich geworden sind.»

Von der Hochzeit zur Kunst
Die Idee zu dieser Landschaftsinstallation entstand 2006 kurz vor Betscharts Hochzeit: «Meine Frau und ich liefen während acht Tagen jeden Abend auf den Hügel, wo die bevorstehende Zeremonie statt finden würde und haben dort jeweils eine Fahne in den Wind gestellt.»

Bewusst hisste das zukünftige Ehepaar genau acht Flaggen, bevor sie in den Hafen der Ehe einliefen. «Denn die Zahl 8», so der 35-Jährige, «steht für die Unendlichkeit.» Seither hat der gelernte Landwirt, der neben seiner Kunst teilzeit als technischer Kaufmann arbeitet, die drei Meter hohen Fahnen an verschiedenen Orten ausgestellt, vor allem rund um seinen Wohnort Allenwinden.

Naturinstallation bis Ende November
Über die Bekanntschaft mit dem einheimischen Landwirt Martin Ulrich kam er darauf, die Installation nun auch in Küssnacht zu zeigen. «Anders als bisher bin ich nicht mehr so nahe an der Installation, die ich sonst immer von Weitem gut sehen oder erreichen konnte. Das bedeutet für mich auch, loszulassen und meine Kunst ganz der Natur überlassen zu müssen.»

Gleichzeitig durfte sich Betschart über viele positive Rückmeldungen freuen, obwohl ihn «die Leute hier gar nicht kennen.» Komplimente also, die eindeutig seinem Werk galten und den Vater eines zweijährigen Sohnes motivieren, seine Windzeichen auch weiterhin zu setzen.

In Küssnacht fügen sich die gelben und orangen Wimpel noch bis Ende November perfekt in die Landschaft ein, wo sie als Blickfang dienen, um der herbstlichen Farbenpracht der Natur jene Aufmerksamkeit zu verleihen, die sie auch verdient.

 
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