| Bunter Querschnitt durch Kleinkunst |
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| Donnerstag, 26. Januar 2012 | |
![]() Simone Ulrich organisierte zum zweiten Mal Fischbachs Talentshow, die diese Tage im Theater Duo Fischbach stattfindet. Im Interview erklärt sie den Erfolg des Formats und warum sie gerne auf einen Juror à la Dieter Bohlen verzichtet.
Gerade findet Fischbachs Talent-show zum zweiten Mal statt. Heisst das, die Erstausgabe letzten Januar war ein Erfolg?
Simone Ulrich: Auf jeden Fall. Sowohl das Publikum als auch die Künstler waren begeistert von der Talentshow. Der grosse Vorteil und Reiz dieses Formats besteht ja darin, an
einem einzigen Abend einen bunten Querschnitt durch die Kleinkunst-
szene zu erhalten und neue Talente zu entdecken. Das kommt auch den Künstlern gelegen, die sich einem breiten Publikum vorstellen können.
Das Prinzip ist einfach: Fünf bis sechs Künstler zeigen an drei Tagen während 15 Minuten, was sie drauf haben. Nach welchen Kriterien haben Sie die Teilnehmer ausgewählt?
Zur Bewerbungsfrist im Oktober erhielten wir 23 Anmeldungen, die uns Videos von ihrem Schaffen schickten. Peter Freiburghaus und ich wählten daraufhin 16 Formationen aus, die am professionellsten und originellsten waren. Die hohe Qualität der Be-
werber überraschte uns, auch, dass wir vielversprechenden Künstlern absagen mussten, weil wir nicht für alle Platz fanden im Programm.
War das letztes Jahr anders?
Für die Erstausgabe 2011 wandten wir uns vorwiegend an regionale Bühnenkünstler, von denen wir manche auch gezielt auf die Talentshow aufmerksam machten und einluden. Seither scheint sich diese Plattform in der Szene herumgesprochen zu haben, was die vielen Bewerbungen erklärt. Wir freuen uns sehr, heute Abend mit Carlos Henriquez sogar einen Künstler aus der Westschweiz bei uns zu begrüssen, der den Sprung über den
Röstigraben wagt.
Was veranlasst die – manchmal weit reisenden – Künstler dazu, an der Küssnachter Talentshow aufzutreten?
Die besten der 16 Formationen vermitteln wir an Privatveranstalter, die auf der Suche nach einem Unterhaltungskünstler an die Agentur Duo Fischbach gelangen. Wer das Publikum überzeugt und über ein abendfüllendes Programm verfügt, dem bieten wir einen Startplatz für die Saison 12/13 an. So geschehen bei Renato Kaiser und Sergio Sardella, die nach der Talentshow ihr Programm bei uns zeigten und die wir zusätzlich für die Zweitausgabe als Moderatoren gewinnen konnten.
Ist Peter Freiburghaus ein ebenso harter Juror wie Dieter Bohlen?
Sicher nicht (lacht). Die Rückmeldungen, die Peter Freiburghaus den Künstlern gibt, soll nicht als Teil der Show aufgebauscht werden, sondern erfolgt später persönlich. Der Fokus der Talentshow liegt nicht auf der Bewertung, sondern der Leistung der Künstler, die sehr vielfältig und auch gar nicht vergleichbar sind. Zumal das Publikum selber am besten beurteilen kann, welcher Künstler sie mehr oder weniger angesprochen hat.
Was darf das Publikum von den verbleibenden zwei Tagen erwarten?
Nachdem der Schwerpunkt des ges-trigen Abends auf der Musik lag, werden die zwei verbleibenden Abende sehr vielfältig. Morgen etwa stürmt eine Tanzformation, ein Zauberer und Stand-Up-Comedian die Bühne, am Samstag haben wir einen Street-Performer, Slam Poeten und ein Acapella-Quartett zu Gast. Für beide Abende sind an der Abendkasse ab 19.00 Uhr noch Tickets erhältlich.
Interview von Olivia Bryner |
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