| Dank Halbgeschossen weniger Volumen |
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| Montag, 6. September 2010 | |
![]() An der kommenden Bezirksgemeinde können die Stimmbürger über eine neue Parkhausvariante bestimmen. Sie bietet 213 Parkplätze auf sechs Teilebenen. Trotz Einsparungen an allen möglichen Ecken wird das Kostenziel von 9,5 Millionen Franken (exkl. MwSt.) um rund 1,1 Millionen überschritten. avd. Am vergangenen Mittwoch hat der Bezirksrat die neuen Pläne für das Parkhaus Monséjour verabschiedet. «Generell ist es ein neues Projekt, ausgearbeitet vom gleichen Team», führt Bezirksrätin Carole Mayor aus. Wie beim Bon Séjour 2-Projekt waren die Architekten um Othmar Schäublin aus Zürich für die Ausarbeitung verantwortlich. Begleitet wurde das Planungsteam von Urs Baumberger, der mit dem Projekt Seebühne viel Beachtung fand, und von Walter Graf vom Büro für Bauökonomie in Luzern. Ein Viertel weniger Volumen Die zwei grössten Änderungen betreffen die Anordnung der Parkebenen und deren Erschliessung. Anders als beim Vorschlag Seebühne sind die Parkebenen durch eine durchgehende Längsneigung direkt miteinander verbunden. «Zusammen mit einer Erhöhung des Baukörpers aus dem Boden wird gegenüber dem ursprünglichen Projekt ein Viertel an Volumen unter Boden eingespart», erklärt Carole Mayor. Die vier unterirdischen und zwei erdgeschossigen Parkebenen bieten 152 unterirdische und 61 oberirdische Parkplätze. Die oberirdischen Teilebenen werden zwar nicht begrünt, bleiben aber frei, sofern die unteren Etagen nicht besetzt sind. Auf die vertikalen Erschliessungsrampen kann dank der längsgeneigten, miteinander verbundenen Teilebenen verzichtet werden. Dies spart zusätzlich Volumen – bei Bauten in Seenähe ein wesentlicher Kostenvorteil. Die Zufahrt des Parkhauses soll weiterhin über die Poststrasse, die Ausfahrt über die Chlausjägergasse erfolgen. Belüftung jetzt mechanisch Auch im Parkhaus-Inneren wurde gespart. Die Parkplätze sind auf 2,5 Meter Breite reduziert worden, dafür wurde die Fahrbahnbreite bei Gegenverkehr auf 6,5 Meter erhöht. «Beides entspricht den gängigen Normen», so Mayor. Auf eine WC-Anlage wurde ebenso verzichtet wie auf eine Sprinkleranlage. Die ehemals natürliche Belüftung ist einer mechanischen gewichen. Kaum Einschränkungen wurden bei der Sicherheit der Parkplatzbenutzer gemacht. Solide Fussgängerführungen bleiben ebenso erhalten wie die zentral angeordnete, im Erdgeschoss verglaste Treppen- und Liftanlage. «Uns präsentiert sich nun ein aufs Minimum abgespecktes Parkhaus», sagt Carole Mayor, «Trotzdem erfüllt es die Sicherheitsstandards.» Während der Bauphase muss vermieden werden, dass die umliegenden Bauten Schaden nehmen. Die erforderlichen Massnahmen können zum Teil erst dann bestimmt werden. Es besteht das Risiko, dass dadurch Mehrkosten entstehen werden. «Kostenziel nicht erreicht» Die Beteiligten gaben sich alle Mühe, das Kostendach einzuhalten, das Beat Ehrler in seinem Rückweisungsantrag gestellt hatte. «Das ehrgeizige Kostenziel von 9,5 Millionen Franken exkl. MwSt. konnte trotz grösster Bemühungen nicht ganz erreicht werden», so Mayor, «Derzeit liegen wir schätzungsweise bei 10,65 Millionen exkl. MwSt. Dieser Betrag beinhaltet jedoch eine ausgewiesene Reserve von über einer halben Million Franken.» Ende September soll der Bezirksrat das Geschäft zur Prüfung an die Rechnungsprüfungskommission verabschieden. Da diese bereits die 16,5-Millionen-Franken-Version für finanzierbar befunden hat, ist davon auszugehen, dass auch das neue Projekt bei den Rechnungsprüfern auf Wohlwollen stösst. Damit soll den Stimmbürgern an der Bezirksgemeinde vom 13. Dezember ein neuer Parkhaus-Entwurf unterbreitet werden, der zwar mehr als 9,5 Millionen Franken kosten wird. Mit 11,5 Millionen (inkl. Reserve und einer MwSt. von neu 8%) ist es dennoch ganze 5 Millionen Franken oder 30% günstiger als das Projekt Bon Séjour 2, welches vom Bezirksrat an der Bezirksgemeinde vom letzten Dezember unterbreitet wurde. «Stehe zum Projekt» Der Küssnachter Bauingenieur Urs Baumberger ist mit dem Resultat sehr zufrieden: «Es freut mich, dass vom Projekt Seebühne einiges übernommen wurde. Nur, dass es jetzt mit einer Rampe auskommt.» Zwar war man an den Sitzungen nicht immer einer Meinung, «aber ich stehe zum Projekt.» Nicht zuletzt deshalb, weil die oberste Ebene multifunktional einsetzbar ist. Auch der Verein Marktplatz begrüsst die Variante sehr. Vizepräsident Jörg Looser wirkte bei der Planung mit: «Die Variante ist sehr gelungen. Es ist keine Schatztruhe wie das ursprüngliche Projekt, entspricht aber genau den Bedürfnissen der Marktplatzmitglieder und, da bin ich mir sicher, auch der Bevölkerung.» Bezüglich der Kosten werde bis zur Bezirksgemeinde noch einiges optimiert. «Das Ziel ist es, ein Projekt vorzulegen, das netto unter 9,9 Millionen Franken kostet», so Looser. |
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