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Das neue Feuerwehrfahrzeug ist bestellt Drucken E-Mail
Donnerstag, 27. Januar 2011
08fw-fahrzeug
Frühestens auf den diesjährigen August-Määrt erhält die Freiwillige Feuerwehr Küssnacht ein neues Allzweck-Fahrzeug. Liefern wird es die Firma Rosenbauer, die auf die Ausschreibung des Bezirks als einzige offeriert hat.




avd. Hinter der Bezeichnung Mercedes Atego II 1629 4x4 verbirgt sich ein vielseitig einsetzbares Krantransportfahrzeug. Dieses besteht aus einer Führerkabine mit Platz für drei Personen und dahinter aus einer Brücke aus einem Blachengestell, die sich gut für Transporte von Sandsäcken und Material-paletten eignet. Geladen wird entweder mit einer hydraulischen Hebebühne oder mit einem installierten Kran.

Mit diesem können auch Fahrzeuge geborgen oder auf der Strasse liegende Bäume geräumt werden. An der Frontseite wird die Firma Rosenbauer eine Seilwinde anbringen, die fünf Tonnen ziehen kann, und das auf einer maximalen Länge von 45 Metern.

Auch vom Werkhof zu benützen
Das klingt nach einem Luxus-Fahrzeug, doch Stefan Meier, Hauptmann bei der Freiwilligen Feuerwehr Küss-nacht, wiegelt ab: «Bei der Zusammenstellung der Ausschreibung haben wir darauf geachtet, nur so viele Extras zu ordern, wie für die Sicherheit der Feuerwehr und die Bevölkerung nötig sind.» Es hätte statt dem 16-Tönner ein grösseres und schwereres Fahrzeug sein können, mit einem stärkeren und grösseren Kran und einer längeren Seilwinde.

Der Ausschreibung ging laut Meier ein langer Prozess voraus, bei dem Punkt für Punkt überlegt wurde, was benötigt wird. «Schliesslich wurde die Ausschreibung von Kommission, Bezirksrat und weiteren Instanzen überprüft, bevor sie publiziert wurde», so Meier.

Das neue Fahrzeug könne für Transporte im Katastrophenfall genauso gebraucht werden, wie für Bergungen und Räumungsarbeiten. Neben Feuerwehrdiensten soll der speziell umgerüstete Lastwagen auch in Werkhofdiensten stehen können. «Das wurde mit dem Werkhof so abgesprochen und bringt interessante Synergien mit sich», sagt Meier.

Einzige Offerte
Am 4. August 2010 hat der Bezirk das Feuerwehrfahrzeug öffentlich ausgeschrieben. Bei der Bezirkskanzlei ging darauf nur eine Offerte ein. Die österreichische Firma Rosenbauer hat sich auf den Bau und Umbau von Feuerwehrfahrzeugen weltweit einen guten Ruf erarbeitet und auch schon Fahrzeuge nach Küssnacht geliefert.

«Diese Firma hat viel Erfahrung und bietet dank hohen Stückzahlen auch ein gutes Preis-/Leis-tungsverhältnis», erklärt Meier, den die Anzahl der Offerten nicht überrascht hat: «Unsere Anforderungen an das Fahrzeug waren zwar nicht luxuriös, aber umfangreich. Schliesslich soll das Fahrzeug über viele Jahre zuverlässig seine Arbeit verrichten.»

Auslieferung im Spätsommer
Kürzlich konnte das Krantransportfahrzeug bei der Rosenbauer AG bestellt werden. Laut Stefan Meier ist der früheste Zeitpunkt der Auslieferung nach Küssnacht am August-Määrt vom 27. August 2011. Kosten wird es knapp 500'000 Franken, wovon rund 130'000 Franken der Kanton übernimmt.

Pikett-Fahrzeug wird weichen
Gibt es im Feuerwehrlokal überhaupt Platz für die neue Anschaffung? «Jetzt noch nicht. Aber wir werden das Pikettfahrzeug der Marke Unimog ausmustern. Dieses hat Jahrgang 1984 und wurde immer wieder auf Vordermann gebracht. Jetzt lohnt sich das nicht mehr», erklärt Meier.


Langjährige Budgetplanung

avd. Bis jetzt haben die Stimmbürger im Bezirk Anschaffungen für die Feuerwehr anstandslos durchgewinkt. Unter vorgehaltener Hand wird im Dorf aber öfters die Frage gestellt, ob die Feuerwehr die Fahrzeuge überhaupt braucht.

Michael Fuchs, Statthalter und Vorsteher der Feuerwehrkommission, kann die Bedenken verstehen: «Schliesslich haben sich die Fahrzeugkäufe in den letzten Jahren gehäuft.» Fuchs betont aber, dass grössere Anschaffungen von langer Hand mehrere Jahre im Voraus geplant werden. Diese Anschaffungen richten sich nach Alter und Zustand der Fahrzeuge.

«Darüber hinaus erfolgen die Beschaffungen nach Richtlinien des Kantons und des RAK (Raum- und Ausrüstungskonzept)», so Fuchs weiter.

Die Freiwillige Feuerwehr Küssnacht ist eine Stützpunktfeuerwehr und müsse deshalb über einen grösseren Fuhrpark und mehr Material verfügen können, als beispielsweise die Löschzüge in Immensee und Merlischachen. Entsprechend werden auch die Subventionen des Kantons anders ausgerichtet.
 
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