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Der Bezirk will keine Zeit verlieren Drucken E-Mail
Donnerstag, 3. November 2011
88gnstigerwohnungsbau_fr
Während auf der Chaspersmatte in Küssnacht fleissig für die geplanten preisgünstigen Wohnungen gebaggert wird, plant der Bezirksrat bereits die nächsten Schritte, um Einheimischen eine Chance zu bieten, im Bezirk sesshaft zu werden.




bro. Die Mietpreise im Bezirk Küssnacht schiessen weiter in die Höhe. Für Normalverdiener wird es immer schwieriger, eine passende Wohnung zu finden. Viele Familien ziehen in günstigere Gemeinden und Kantone. Gleichzeitig strömen reiche Auswärtige in den Bezirk, um von der schönen und praktischen Lage und den
tiefen Steuern zu profitieren.

Dies wiederum lässt die Mietpreise weiter steigen. Ein Teufelskreis, den der Bezirksrat damit zu durchbrechen versucht, dass Boden erworben und der Wohnbaugenossenschaft Küssnacht im Baurecht weitergegeben wird.

Der erste Grundstein dafür wurde auf der Chaspersmatte in Küssnacht gelegt. Hier entstehen 18 preisgünstige 41⁄2-Zimmer-Wohnungen für Familien. Der Spatenstich war vor gut einem Monat und die ersten Familien sollen bereits im Herbst 2012 in ihre neuen Wohnungen ziehen können. Dies ist, wie Wohnbaugenossenschaftspräsident Alois Christen bereits mehrmals gesagt hat, allerdings nur ein Tropfen auf den heissen Stein.

Projekt in Immensee geht voran
Im Juni dieses Jahres wurde der Kauf zweier Grundstücke in der Hausmatt in Immensee vom Stimmvolk des Bezirks mit grossem Mehr angenommen. «Klemenz und Josef Ehrler verkauften einen Teil ihrer Grundstücke an den Bezirk zu einem sehr fairen Preis unter der Bedingung, dass hier preisgünstige Wohnungen sowie öffentliche Parkplätze entstehen», erklärt Bezirksrätin Carole Mayor.

Klemenz Ehrler werde ebenfalls daneben preisgünstige Wohnungen bauen. Der Bezirksrat gelangte bereits an die Wohnbaugenossenschaft, ob sie das Grundstück, welches in die Wohnzone eingezont wurde, im Baurecht übernehmen möchte. «Die Genossenschaft hat ihr Interesse signalisiert und wir sind nun an der Ausarbeitung der Botschaft», so Mayor. An der Herbstgemeinde sollte es soweit sein, dass die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger über das Baurecht beraten und im März 2012 an der Urne bestimmen können.

Ein guter Mix
Über die Bedingungen für die Mieter habe man sich im Bezirksrat laut Bezirksrätin Carole Mayor bereits Gedanken gemacht: «Während auf der Chaspersmatte ausschliesslich Familienwohnungen erstellt werden, eignet sich der Standort in Immensee auch besonders gut für Senioren.

Allerdings möchten wir einen idealen Mix, weshalb es Wohnungen von 21⁄2-Zimmern bis 41⁄2-Zimmern geben soll.» Eine Überbauungsstudie, um Bedarf und Möglichkeiten zu erörtern, haben die Parteien bereits in Auftrag gegeben. Die Kosten dafür übernehme die Wohnbaugenossenschaft sowie Klemenz und Josef Ehrler.

Die preisgünstigen Wohnungen in Immensee sollen sich also an Senioren und Familien richten, die im Bezirk wohnhaft sind und über ein bestimmtes Maximal-Einkommen verfügen. «Wie bei der Chaspersmatte werden für Immensee Richtlinien erarbeitet, in denen festgehalten wird, welche Kriterien erfüllt werden müssen, um in eine preisgünstige Wohnung ziehen zu dürfen», so Mayor. «Mit dem Angebot an genügend kleineren Wohnungen möchten wir erreichen, dass es für Senioren interessant ist, aus ihren für sie zu grossen Wohnungen auszuziehen und trotzdem günstig wohnen zu können. So werden wiederum die grossen Wohnungen frei für unsere jungen Familien.»

70 neue Parkplätze
Nebst den Wohnungen entstehen entlang der Hausmattstrasse zusätzlich rund 70 öffentliche Parkplätze. «Das war der Wunsch der Immenseer Bevölkerung, den der Bezirksrat mit dem Kauf der Grundstücke nun umsetzen kann», erinnert sich Mayor. Für Bezirksrätin Mayor ist klar: Man will keine Zeit verlieren.

«Ich hoffe sehr, dass das Geschäft an der Urne angenommen wird, damit die Parteien möglichst rasch loslegen können.» Denn es sind bereits weitere Projekte dieser Art geplant.
 
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