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Der Februar wird eisig kalt mit viel Bise Drucken E-Mail
Donnerstag, 27. Januar 2011
08wetterschmcker

Die Wetterpropheten der Innerschwyzer Meteorologen sind wieder komplett. Der Küssnachter Kari Hediger wird die Wetterschmöcker künftig mit seinen Prognosen unterstützen.





bro. Mit diesem Medienrummel hatte der 58-jährige Kari Hediger bei seiner Wahl zum Wetterpropheten der Innerschwyzer Meteorologen nicht gerechnet. Am Dienstag besuchte ihn gar das Regionalfernsehen Tele 1. Die Sendung wurde dann auch um 18.00 Uhr ausgestrahlt und kann nach wie vor noch im Internet auf www.tele1.ch angeschaut werden.

Anhand von Pflanzen und Tieren das Wetter bestimmen
Das Wetter hat den Älpler, Bauer und Holzfäller schon immer fasziniert. Künftig wird er halbjährlich den Innerschwyzer Meteorologen seine Prognosen abgeben. Anhaltspunkte, wie das Wetter sein wird, nimmt er aus der Natur. Als Holzfäller liegt es Nahe, dass Hediger in erster Linie Holz zu Hilfe für seine Prognosen nimmt: «Holz ist nie das gleiche. Wenn ich einen Baum fälle, dann betrachte ich die Strukturen, die Jahresringe und den Saft. Die beste Zeit dafür ist Mitte Dezember bis Mitte Januar.»

Als Älpler und Bauer beobachtet Kari Hediger allerdings auch seine Tiere: «Anhand der Haare des Vehs kann ich das Klima bestimmen. Die Haare verändern sich auf der Alp.» Aber auch Schneckenhäuser und Ohrengrübler nimmt der Küssnachter Wetterschmöcker zu Hilfe. Oder er beobachtet die Veränderungen am Horizont. «Das Wetter kommt meistens vom Pilatus her», so Hediger.

Erste Prognose am 29. April

Dass sein neues Amt mit viel Aufwand verbunden ist, ist Kari Hediger bewusst: «Es bedeutet mir sehr viel, Wetterprophet zu sein, auch wenn es für mich ein Mehraufwand ist. Ich werde zweimal jährlich meine Prognose abgeben müssen und Vorträge für Vereine oder an Schulen halten müssen.»

Mit dem Medienrummel, den seine Wahl mit sich brachte, hat sich Hediger bereits abgefunden: «Ich habe nicht damit gerechnet, aber nehme es eben so in Kauf. Es wird sich bestimmt bald wieder legen.» Am 29. April wird er seine erste Prognose für den Innerschwyzer Meteorologen-Verein abgeben.

Abendrot ist gut
Um Wetterschmöcker zu werden braucht es viel Beobachtungsgabe und Erfahrung. Doch auch Laien können mit gewissen Anhaltspunkten das Wetter bestimmen. Kari Hediger schüttelt sogleich eine Bauernregel aus dem Ärmel: «Morgenrot bringt Regen zum Znünibrot.» Das Abendrot hingegen bedeute gutes Wetter. Eine einfache Methode, das Wetter zu bestimmen, seien zudem Wasserleitungen im Stall. «Wenn die Leitung schwitzt, ist das ein Zeichen, dass das Wetter umschlägt», erklärt Hediger.

Seine Prognosen seien zwar nicht immer zu 100% richtig, denn auch er mache Fehler. Zudem könne er mit seinen Prognosen nicht immer alle Leute glücklich mache. «Ich kann das Wetter nur voraussagen und nicht bestimmen. Jeder würde sich anderes Wetter wünschen. Aber wir brauchen von allem Wetter etwas. Vielleicht kann ich jemandem eine Freude machen, wenn ich gutes Wetter für sein Fest voraussage, aber alle glücklich machen, kann ich
sicherlich nicht.»

Zwar hat Hediger seinen ersten offiziellen Wetterschmöcker-Auftritt am 29. April, für Küssnacht allerdings wird er ab heute im FS einmal im Monat eine Prognose abgeben.


Wetter-Aussichten für Februar

KÜSSNACHT: «Der Horner (Februar) wird eisig kalt mit sehr viel Biswind. Der Schnee bleibt auf der Seebodenalp noch erhalten und es  kann noch ein wenig Ski gefahren werden. Teilweise wird es sonnig werden.»   
Wetterprophet Kari Hediger
 
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