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Der Juli ist überdurchschnittlich heiss Drucken E-Mail
Donnerstag, 22. Juli 2010
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Während sich die einen in der Badi vergnügen können, rackern sich die anderen bei über 30 Grad Celsius ab. Laut Meteorologen könnte der Juli 2010 gar zum heissesten Juli seit Messbeginn werden.






bro. Laut dem Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz ist der Juli 2010 überdurchschnittlich heiss und sonnig. Die Temperaturen lagen bisher zwischen vier und fünf Grad über der Julinorm (Stand 19. Juli). Dabei wurden bereits zwischen acht und elf Hitzetage gemessen, also Tage mit Höchstemperaturwerten über 30 Grad.

 Da kommt für viele die Abkühlung im neuen Strandbad recht. Doch kann nicht jeder der Hitze entfliehen. «Wir arbeiten von Montag bis Freitag auch in dieser Hitze», erzählt Rui Mai von der Firma Saredi AG, welche die Wasserleitungen an der Luzernerstrasse erneuert.

Bei über 30 Grad kann das Arbeiten zur Qual werden
Das Arbeiten unter derart ungünstigen klimatischen Bedingungen, also grosser Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit, kann zu einem Wärmeüberschuss im Körper führen und zu einem Anstieg der Körpertemperatur, was vor allem den Kreislauf stark belastet. Die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit nimmt ab und wir fühlen uns unwohl.

Bei schwerer körperlicher Arbeit kann es gar zu Hitzeerkrankungen wie Hitzekrämpfe, Hitzeerschöpfung, Hitzeschäden oder Hitzschlag kommen. Die SUVA rät deshalb, anstrengende Tätigkeiten möglichst auf Vormittagsstunden zu verlegen und nur leichte Bekleidung zu tragen, welche die Verdunstung des Schweisses nicht verhindert.

Zudem sollte man unbedingt regelmässig Flüssigkeit zu sich nehmen (auf Alkohol jedoch verzichten) und regelmässige Pausen – wenn möglich im Schatten – einhalten. Bei Arbeiten mit Sonneneinstrahlung sollte der Kopf bedeckt sein.

Akklimatisierung statt hitzefrei
Während früher bei hohen Temperaturen schon einmal der eine oder andere hitzefrei erhielt, ist dies heute eher nur noch selten der Fall. In südlichen Gegenden, wo Temperaturen über 30 Grad zur Norm gehören, haben sich die Menschen der Hitze angepasst. So kann sich auch unser Körper den hohen Temperaturen anpassen und wir sind nach ein bis zwei Wochen akklimatisiert.

Bedenkliche Ozonwerte
Nebst der glühenden Hitze jedoch birgt das heisse Wetter noch weitere Unannehmlichkeiten. Die intensive Sonneneinstrahlung und damit die gefährlichen UV-Strahlen führen rasch zu Sonnenbrand.

Aber auch die Ozonwerte sind laut Michael Lutz, Umweltbeauftragter des Bezirks, in diesen Tagen sehr bedenklich: «Die Ozon-Grenzwerte von 120 Mikrogramm pro Kubikmeter werden täglich überschritten, egal, ob auf der Seebodenalp oder im Tal.» Ozon ist ein Reizgas, welches der Gesundheit schadet und Husten, Kratzen im Hals, Augenbrennen, Atembeschwerden oder Asthma hervorrufen kann. Es entsteht vorwiegend durch Abgase aus dem motorisierten Verkehr.

Mit dem Aufruf für die Aktion Stop.Ozon möchte der Bezirk gemeinsam mit verschiedenen Gemeinde in der Region Luzern durch Taten die Ozonbelastung senken (siehe Kasten). Auf der Einwohnerkontrolle finden Sie ein Merkblatt zum Thema Ozon.



 
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