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Der neue Spitex-Standort bewährt sich Drucken E-Mail
Mittwoch, 20. April 2011
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Am letzten Dienstagabend trafen sich 25 stimmberechtigte Mitglieder zur jährlichen Generalversammlung im kleinen Saal des Zentrums Monséjour. Neben den Zahlen fürs 2010 wurde auch über die neue Pflegefinanzierung informiert.





rbs. In ihrem Jahresbericht hielt Präsidentin Bernadette Reichlin-Durrer fest, dass das vergangene Jahr im Zeichen des Abschlusses umfangreicher Geschäfte und Prozesse war. Dabei habe sich die gute Vorarbeit und Weitsicht der letzten Jahre bezahlt gemacht. So beispielsweise auch der Umzug der Spitex-Dienste in die neuen Räumlichkeiten am Küferweg 7, direkt neben dem Rigimärt. Dank intensiven Vorbereitungsarbeiten und einer guten Organisation konnte die Qualität der Dienstleistungen auch während dieser Umzugsphase sichergestellt werden.

In Bezug auf die neue Pflegefinanzierung, welche seit dem 1. Januar 2011 in Kraft ist, mussten zusammen mit den Behörden und Kantonsstellen entsprechende Rahmenbedingungen sowie die detaillierte Umsetzung erarbeitet werden.

Bernadette Reichlin-Durrer ist froh, dass den Anliegen der Spitex wenigs-tens teilweise Rechnung getragen wurde. So konnten die Zusatzkosten für Spitexklienten um rund die Hälfte reduziert werden. «Denn falls die Pflege im Heim nur noch unwesentlich teurer ist als zu Hause, führt dies zu verfrühten Heimeintritten und zwangsläufig zu einer Kostensteigerung für alle», ist die Präsidentin überzeugt.

Auch bei Familien im Einsatz
Im mit der Einladung zur Generalversammlung versandten Jahresbericht schreibt die Geschäftsleiterin Irene Pfyl Werlen, dass der Auftrag der Spitex immer anspruchsvoller und die Krankheitsbilder der Klienten immer komplexer werden. Kombinationen von körperlichen und psychischen Erkrankungen nehmen zu. Spitalaufenthalte würden kürzer und erforderten fachlich kompetente Nachbetreuung zu Hause. Neben dem Einsatz bei betagten Menschen leistete das Spitexteam Küssnacht 2010 in der Hauswirtschaft und Pflege viele Entlastungs- und Überbrückungseinsätze bei Familien in Krisensituationen.

Als wichtiges Ereignis bezeichnete
Irene Pfyl Werlen den Umzug von der Honegg an den Küferweg von Ende November. Der neue Standort sei zentral, biete genügend Platz und eine zeitgemässe Infrastruktur. Erstmals präsentierte die vor einem Jahr neu in den Vorstand gewählte Bankfachfrau Corinna Strickler die Zahlen der Erfolgsrechnung und Bilanz per 31. Dezember 2010.

Durch die 2010 etwas weniger geforderten Kerndienste reduzierte sich der Betriebsertrag um gut 21'000 Franken. Im Gegenzug fielen die Lohnzahlungen um nahezu 56000 Franken geringer aus. Mit gut 60'000 Franken schlug der Standortwechsel des Stützpunktes zu Buche. Bei einem Aufwand von Fr. 96'3668.55 und einem Ertrag von Fr. 92'2317.70 entstand ein Verlust von Fr. 41'350.85. Das Eigenkapital des Spitex-Vereins Küssnacht weist per Ende 2010 einen Stand von Fr. 38'3306.37 aus.

Administrativer Aufwand wird grösser
Vorstandsmitglied Peter Gander informierte über die neue Regelung der Finanzierung bei den Pflegeleistungen. Diese muss seit dem 1. Januar dieses Jahres angewendet werden. Betroffen davon sind sowohl die Pflegeleistungen, welche in einem Heim erbracht werden als auch diejenigen, die Klienten zu Hause von der Spitex erhalten. Bei der Heimpflege werden die Patienten neu durch höhere Beiträge der öffentlichen Hand entlastet. Bei der Pflege zu Hause können die Kantone bestimmen, ob sie die Klienten an den Pflegekosten beteiligen wollen und wenn ja, ob diese Beteiligung das Maximum von 20 Prozent, oder einen tieferen Prozentsatz betragen soll.

Im Kanton Schwyz ist die Beteiligung der Spitexklienten auf 10 Prozent festgelegt worden, also auf die Hälfte des Maximalwerts. Im Gegenzug hat der Kanton gewisse Mindestanforderungen an die Spitex-Organisationen festgelegt. Konkret bedeutet dies für die Spitex Küssnacht, dass der administrative Aufwand grösser wird. Denn statt wie bisher mit einem Finanzierer – der Krankenkasse – muss neu auch mit den Klienten abgerechnet werden.

Die neue Pflegefinanzierung macht eine Anpassung der Leistungsvereinbarung mit dem Bezirk notwendig. Die entsprechenden Verhandlungen werden im Sommer abgeschlossen sein.

Eine gute Lösung gefunden
Vizepräsident Beat Züger hob noch einmal die Vorteile des neuen Standorts am Küferweg hervor. «Wir haben dorf-intern kürzere Wege, bieten einen attraktiven Arbeitsplatz mit zeitgemässen Lokalitäten, verfügen über adäquate Platzverhältnisse und genügend Parkplätze, insgesamt gesehen also eine nachhaltige Lösung. Und das Wichtigste nach den ersten fünf Monaten, alle sind zufrieden.»

Seit dem letzten Frühjahr ist Armin Tresch als Vertreter des Bezirksrates (Ressort Soziale Dienste) im Vorstand des Spitex-Vereins Küssnacht. Er überbrachte die Grüsse aus dem Rathaus und versicherte, dass die Arbeit der Spitex sehr geschätzt werde. Es war ihm ein Anliegen, auch allen freiwilligen HelferInnen beim Fahr- und Mahlzeitendienst für ihren Einsatz zu danken. Er schloss mit einem Zitat von Abraham Lincoln: «Nur wer das Herz hat zu helfen, hat auch das Recht zu kritisieren.»

 
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