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Der Steuerfuss wird um 15 Einheiten gesenkt Drucken E-Mail
Donnerstag, 16. Dezember 2010
bezirksgemeinde

An der Bezirksgemeinde wurden der Voranschlag 2011 und der Steuerfuss verabschiedet. Letzterer wird um 15 Einheiten gesenkt.






bro. Zügig wollte Säckelmeister Hansheini Fischli den Voranschlag und den Steuerfuss am späten Abend durchgehen. «Nicht, dass der Most, der draussen auf uns wartet, sauer wird. Vor allem, wenn die öffentlichen WC-Anlagen geschlossen sind», scherzte Fischli. Gleich vorweg erklärte er, dass eine Steuerreduktion nötig und der Zeitpunkt dafür richtig sei. Dies, weil  der Bezirk in den letzten Jahren ein grosses Eigenkapital und aus den Überschüssen Reserven gebildet habe.

Aus der laufenden Rechnung war ersichtlich, dass 2011 der Aufwand stärker wächst als der Ertrag. Besonders der Personalaufwand wird höher, dies wegen individuellen Lohnerhöhungen sowie der Anpassung an die Teuerung. Doch auch der Sachaufwand steigt erheblich. So liegt der bauliche Unterhalt vor allem im Verkehrsbereich höher als vergangenes Jahr. In den letzten Jahren wurde im Bezirk Küssnacht ohne Zweifel kräftig investiert, weshalb auch die Abschreibungen laut Hansheini Fischli bedeutend zunehmen werden. Dafür soll es jedoch auf der Ertragsseite ein Wachstum bei den Steuereinnahmen geben, dies selbst bei einem tieferen Steuerfuss.

Die laufende Rechnung, welche von der Bezirksgemeinde am letzten Montagabend genehmigt wurde, weist für das Jahr 2011 bei einem Aufwand von Fr. 62'073'318.– und einem Ertrag von Fr. 58'459'950.– einen Aufwandüberschuss von Fr. 3'613'368.– aus. Die Einnahmen beruhen auf einem (neuen) Steuerfuss von 165 Einheiten.

Hohes Investitionsvolumen wird weitergehen
Auch in den kommenden Jahren soll im Bezirk Küssnacht kräftig investiert werden. Hansheini Fischli nannte wesentliche Beispiele wie das Projekt Süd­umfahrung, flankierende Massnahmen (in Zusammenhang mit der Süd-umfahrung), 1. Etappe Haltikerstrasse, Land­erwerb untere Schürmatt, Planungskredit für den Werk- und Ökihof, Bahnhof Küssnacht inklusive Busbahnhof und noch weitere.

Die Investitionsrechnung, die bei Ausgaben von Fr. 23'695'250.– und Einnahmen von Fr. 4'050'000.– einen Ausgabenüberschuss von Fr. 19'645'250.– ausweist, wurde von der Bezirksgemeinde verabschiedet.

2010: Grosser Überschuss statt ein Defizit
In der laufenden Rechnung 2010 wird es für den Bezirk Küssnacht einen grossen Überschuss anstelle des budgetierten Defizits geben. Dies sei primär von der Ertragsseite geprägt, sagte der Säckelmeister. So wurden natürliche Personen infolge der Dividendenausschüttung privilegierter besteuert als vorher, weshalb es zu sehr starken Beträgen gekommen ist.

Zudem seien die Steuereinnahmen des laufenden Jahres höher als geplant war. Dies sind laut Säckelmeister Hansheini Fischli die Gründe für den starken Überschuss, welcher eine solide Basis für die Stärkung des Eigenkapitals bildet.

Zwei verschiedene Anträge 
Mathias Bachmann von der CVP Küssnacht stellte den Antrag, den Steuerfuss nicht um 15 Einheiten, sondern lediglich um 10 Einheiten zu senken und mit dem zusätzlichen Ertrag verschiedene Posten des Voranschlags 2011 wie etwa Freizeit/Kultur oder öffentlicher Verkehr aufzuwerten. Bachmanns Antrag, den Betrag des Kontos 650.314.00 von 2000 auf 82'000 Franken zu erhöhen, fand bei den Anwesenden keine Zustimmung.

Kurt Isenschmid von der FDP Küss­nacht hingegen stellte den Antrag, den Steuerfuss sogar um 20 Einheiten zu senken. Zu viel Geld im Portemonnaie sei schädlich, da man es für Unwichtiges ausgeben würde. «Es ist ein gefährlicher Weg, den wir bekämpfen müssen.»

Beide Anträge, den Steuerfuss um 10 respektive um 20 Einheiten zu senken, wurden abgelehnt und die vom Bezirksrat vorgeschlagende Steuerreduktion von 15 Einheiten, also von 180 auf 165 Einheiten, wurde von der Bezirksgemeindeversammlung angenommen. 

 
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