| Des Bauvorhabens grösste Hürde |
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| Donnerstag, 17. März 2011 | |
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Ob Neu-, Um-, Aus- oder Anbau; alles braucht eine Baubewilligung. Dafür muss ein Baugesuch ausgeschrieben werden. Die Bauherren im Bezirk müssen dann Einsprachen besonders fürchten. avd. Wer auf seinem Grundstück etwas bauen will, ist gut beraten, das Vorhaben auch den Nachbarn schmackhaft zu machen. Sonst kommt während der Ausschreibung des Baugesuchs allzu oft die böse Überraschung: Einsprache. Im letzten Jahr publizierte der Bezirk 71 Baugesuche. Davon handelten sich 13 mindestens eine Einsprache ein. «Meistens kommen diese aus der unmittelbaren Nachbarschaft und bemängeln eine nicht optimale Anpassung des geplanten Vorhabens ans Quartier», sagt Bezirksrätin Carole Mayor. Es geht auch um die Begrenzung der Aussicht, um Schattenwürfe, um persönliche Differenzen unter den Nachbarn. Überdurchschnittlich hohe Einsprachequote Von 71 ordentlich ausgeschriebenen Baugesuchen zogen im Jahr 2010 also 13 mindestens eine Einsprache mit sich. Das sind 18,31 Prozent. Im Jahr 2009 gab es bei 104 publizierten Baugesuchen 27 Einsprachen (25,96 Prozent), im Jahr 2008 erhielten von 87 Baugesuchen deren 18 mindestens eine Einsprache (20,69 Prozent). In den letzten drei Jahren gingen demzufolge durchschnittlich bei jedem fünften Baugesuch eine oder mehrere Einsprachen ein. Wohl der Hauptgrund: Beeinträchtigung der Aussicht auf See oder Berge. Oft kann das Ziel der Einsprecher Zeitgewinn sein. Der Bau soll verzögert werden. Das kann mehrere Jahre dauern, wenn alle Instanzen durchlaufen werden: Einsprache beim Bezirk, Beschwerde beim Regierungsrat, Weiterzug ans Verwaltungsgericht, Weiterzug ans Bundesgericht. Im Kanton wird gegen 12% der Baugesuche Einsprache erhoben Wie sind diese Zahlen zu werten? Einen Vergleich bietet der Kanton Schwyz. Gemäss Robert von Rotz, Vorsteher des Amts für Raumentwicklung, werden jeweils rund drei Viertel aller Baugesuche, die bei den Gemeinden eingereicht werden, auch beim Kanton behandelt. Nämlich dann, wenn jeweils eine kantonale Bewilligung für ein Bauvorhaben benötigt wird. Im Jahr 2009 hat das Amt für Raumentwicklung 1677 ordentliche Baugesuche behandelt. Davon gingen bei rund 12 Prozent Einsprachen ein. «Diese Quote ist über die Jahre immer etwa gleich», erklärt von Rotz, «mit einer leicht steigenden Tendenz.» Ähnlich wie bei den Baugesuchen verhält es sich im Bezirk auch mit den Gestaltungsplänen. Aktuellstes Beispiel: Einsprachen gegen die Ausbaupläne des Rigi-Märt (siehe Box). Letztes Jahr wurden vier Gestaltungspläne publiziert und drei genehmigt. Im Jahr 2008 publizierte der Bezirk neun Gestaltungspläne und nur fünf konnten im selben Jahr genehmigt werden. Einzig 2009 stehen zwei publizierten Plänen vier genehmigte gegenüber. Rigi-Märt: Einsprachen avd. Die Migros will den in die Jahre gekommenen Rigi-Märt zu einer MM-Migros umbauen. Gegen den Gestaltungsplan sind jedoch Einsprachen eingegangen, wie der Bote der Urschweiz am letzten Samstag berichtete. Ursprünglich hat die Genossenschaft Migros Luzern mit einem Baubeginn im Herbst 2011 gerechnet. Der neue Wunschtermin sei jetzt Frühling 2012. Der Bezirk wird die Einsprachen nun bearbeiten. |
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