• JoomlaWorks AJAX Header Rotator
  • JoomlaWorks AJAX Header Rotator

www.freierschweizer.ch

  • News
    • Schlagzeilen
    • Schlagzeilen Archiv
  • Abo-Service
  • Preise und Leistungen 2012
  • Redaktion
  • Bildergalerie
  • Videos
  • Impressum
  • Marktplatz
    • Forum
    • Flohmarkt
    • Gesamtes Forum
  • Agenda
  • Links

Das Wetter

Das Wetter heute

Zufallsbild

Portraits Freitag 25  
kuessnacht-geizt
mit
auto-suter_08
szkb_08
Die ersten Italiener in Küssnacht Drucken E-Mail
Donnerstag, 10. September 2009
72theater_inti
Wie fühlten sich die ersten italienischen Migranten, als sie nach Küssnacht kamen? Wie haben sie sich verständigt? Das komödiantische Theaterstück Raccomtami gibt am 22., 23. und 25. Oktober in der Aula Ebnet  Aufschluss.



avd. Der Bezirk Küssnacht, Ende der 1950er-Jahre: Wie viele italienische Migranten liess auch die Familie Catalano ihre Heimat hinter sich und versuchte ihr Glück in der Schweiz. Zeitgleich mit der sizilianischen Familie lässt sich auch Familie Ghelfi aus dem Norden Italiens in Küssnacht nieder. So werden die Italiener nicht nur mit den Schweizer Brauchtümern und der lokalen Mentalität konfrontiert, sondern auch mit den kulturellen Unterschieden ihrer Landsleute. Zwischen allen traurigen und Konflikt beladenen Momenten drücken sich aber immer wieder die fröhlichen Seiten des täglichen Lebens dazwischen. Raccontami (zu Deutsch: Erzähl mir) verflechtet wunderbar zwei Ebenen. Denn zwischen den Episoden der fiktiven Familien erzählt ein Grossvater seinen beiden Enkelinnen das Geschehene aus seiner Sicht.

Verbindungen aufbauen
Verantwortlich für das Theaterstück sind die italienischen Schlüsselpersonen Caterina Costantini und Angelo Cortese. «Nach dem Fest der Kulturen 2007 suchten wir nach einer Möglichkeit, die italienische Gemeinschaft noch mehr zusammen zu bringen», erklärt Caterina Costantini. Denn im Gegensatz zu den heutigen Migranten, die noch ein grossen Wir-Gefühl leben, sind die Italiener bestens integriert und so auch nicht mehr so stark auf einander angewiesen.

Involvierte Italiener rücken näher zusammen
Zusammen mit Angelo Cortese kam Costantini auf die Idee, eine italienische Theatergruppe zu gründen. Möglichst verschiedene Altersgruppen der im Bezirk Küssnacht lebenden Italiener sollen eingebunden werden; ob auf oder hinter der Bühne. «Dass wir die ersten italienischen Migranten zum Thema machen, ergab sich auch durch die verschiedenen Generationen», erklärt Cortese.
Die beiden Schlüsselpersonen begannen schon früh mit dem Schreiben der Texte. Ungewöhnlich ist, dass sie die Rolle jeweils auf die Schauspieler zuschnitten. Seit einem Jahr treffen sich die knapp zwanzig Laienschauspieler jeden Montagabend zur Probe. «Das Projekt zeigt bereits seine Wirkung; die involvierten Italiener rückten wieder näher zusammen», freut sich Caterina Costantini. Da kein Budget vorhanden ist, wurde die Theatergruppe zur Improvisation gedrängt. Jeder Schauspieler ist selber für authentische Kleidung verantwortlich.

Aufführungen in Italienisch
Die Komödie mit Tiefgang findet als italienischsprachige Aufführung statt. Für das deutschsprachige Publikum erzählt der Grossvater seine Geschichte auf Deutsch. Die Episoden mit den Familien bleiben italienisch. «Einerseits können nicht alle Schauspieler gut Deutsch, andererseits wäre auch viel Sprachwitz verloren gegangen», erklärt Costantini, «Aber wir haben das Italienisch einfach gehalten, so dass alle der Geschichte folgen können.» Das sei genauso wichtig. Denn auch Schweizer können besser nachvollziehen, wie es damals den ersten Italienern in Küssnacht ergangen ist.
 
< Zurück   Weiter >
[ Zurück ]
fusszeile