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Die Grill-Saison startet mit Verspätung Drucken E-Mail
Donnerstag, 24. Juni 2010
50grillieren

Fussball-Fans kommen seit zwei Wochen auf ihre Kosten. Für Grill-Fans war es bisher jedoch ein schlechter Start in die Saison. Nun ist aber
grillen statt kicken angesagt.





bro. Grillieren ist keine Philosophie, und es braucht keinen Doktortitel, um eine Cervelat richtig zu bräteln. Grillieren kann jede und jeder. Dabei kommt es kaum darauf an ob Holzkohlen-, Gas- oder Elektrogrill. «Für welchen Grill man sich entscheidet, hängt vor allem davon ab, was man machen möchte und was man sich unter grillieren vorstellt», erklärt Experte Walter Gloggner, Geschäftsleiter der Arthur Weber AG in Küssnacht.

So kann man mit einem Kugelgrill heutzutage mehr machen, als nur eine Wurst zu grillieren. «Die heutigen Modelle sind wie Küchen auf dem Balkon. Man kann damit Paella, Risotto, Pizza und Desserts machen. Ja sogar Kuchen backen», erzählt Gloggner begeistert.

Gas oder Kohle?
Bei der Frage Gas oder Kohle gehen die Meinungen weit auseinander. «Wenn jemand normal grilliert, kann man beim fertigen Fleisch nicht mehr sagen, ob es auf einem Holzkohle- oder Gasgrill gebrutzelt wurde», ist sich Walter Gloggner sicher. Der einzige Unterschied liege darin, dass der Holzkohlengrill viel länger braucht, bis die richtige Temperatur zum Grillieren erreicht wird. Ausserdem kann beim Gasgrill die Temperatur während des ganzen Grillprozesses ständig reguliert werden und es gibt keine Geruchsemissionen.

Damit wird auch der Nachbar nicht mit Qualm eingeräuchert. «Zwar haben heute noch sehr viele Leute Bedenken, mit Gas zu hantieren, doch sind diese ungerechtfertigt», versichert Gloggner. Besonders mit der neuen Technik des indirekten Grillierens und einem konzentrierten Gaseinlauf, kann heute beim Grillieren mit Gas kaum noch etwas passieren.

Und auch die Handhabe mit den schweren Gasflaschen ist Schnee von gestern. «Kunststoffgasflaschen, wie man sie heute an beinahe jeder Tankstelle erhält, sind sehr beliebt und bieten zwei Vorteile», erklärt Gloggner, «Sie sind mit 7,5 Kilogramm sehr leicht, und da das Gas flüssig ist, kann man ablesen, wie viel Inhalt noch in der Flasche drin ist.»

So wird das Fleisch saftig
«Jeder, der richtig beraten wird, kann grillieren», ist Walter Gloggner überzeugt. Das A und O des Grillierens ist es, den Grill auf die richtige Hitze zu bringen. «Der Grill braucht volle Temperatur, um das Fleisch gut anzubraten», sagt der Experte.

So benötige es zum Anbraten hohe Temperaturen und zum Grillieren, also wie etwa bei einem amerikanischen BBQ, wo das Fleisch gegart wird, niedrigere Temperaturen unter 100° Celsius. Zahlreiche Handbücher, Ratgeber und Webseiten im Internet geben Tipps und Ideen für das perfekte Grillfest. Und auch im Detailhandel werden Kunden gut beraten. So steht der Grill-Saison auch in Küssnacht nichts mehr im Weg.


Unser Grillhit
Dani Windlin vom Gasthaus Adler empfiehlt:
Lamm-Crevettenspiess mit Knoblauch-Chilibutter (für 4 Personen)

Zutaten:
2 Lammrückenfilets
12 Riesencrevetten BlackTiger
200 gr. Butter
1 Knoblauchzehe
gehackt
2 EL Sambal Oelek
Salz, Pfeffer
4 Holzspiessli
1 dl Olivenöl
Dill, Rosmanrin Koriander

Zubereitung:
Die beiden Lammrückenfilets in je acht gleich grosse Stücke schneiden. Die Crevetten waschen, schä­len und vom Darm entfernen. Jetzt je zwei Lammstücke und drei
Crevetten abwechslungsweise an einen Spiess geben. Total vier Mal! In einem Sack (z.B. Vakuumbeutel  oder Gefriersack) das Olivenöl mit den Kräutern und mit Salz und
Pfeffer mischen. Die Spiessli dazugeben und bei  Zimmertemparatur marinieren lassen.
Inzwischen die Butter schaumig schlagen, den gehackten Knoblauch und das Sambal Oelek dazugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Jetzt den Spiess normal grillieren und mit dem Chilibutter servieren. Als Beilage empfehle ich kleine, feine Bratkartoffeln.
 
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