| Die letzten Hundstage im Jahr |
|
|
| Donnerstag, 20. August 2009 | |
![]() Seit letztem Wochenende stieg das Quecksilber praktisch jeden Tag über die 30 Grad Marke. FS fragte nach, wie im Bezirk mit diesen Temperaturen umgegangen wird und was man tun kann, um sich das Leben bei Hitze etwas zu erleichtern. scb. Des einen Freud, des anderen Leid. Das Wetter, wie es sich in den letzten Tagen zeigte, ist nicht jedermanns Sache. Glücklich schätzen können sich all jene, welche die Möglichkeit haben, bei der aktuellen Hitze ins kühle Nass zu springen, oder in der Höhe die etwas kühlere Luft zu geniessen. Doch wie ergeht es den Berufstätigen, welche draussen auf dem Bau arbeiten? Oder den betagten Personen im Altersheim? Wollen keine Nachtruhestörung provozieren Durchbeissen, heisst die Devise bei Sepp Christen der Bauunternehmung Christen AG. «Da müssen wir jetzt durch. Es ist ja nur für ein paar Tage so heiss und der nächste Regen kommt bestimmt. Man merkt natürlich schon, wie die Kräfte bei diesen Temperaturen vor allem am Nachmittag etwas nachlassen. Darum halten wir unsere Mitarbeiter dazu an, regelmässig viel zu trinken. Am besten eignet sich Wasser. Glacé und Süssgetränke sind nicht gut bei dieser Hitze.» Die Alternative, den heissen Temperaturen zu entgehen, indem man am Morgen viel früher anfängt zu arbeiten gehe gemäss Christen nur bedingt, da oft in Wohngebieten gebaut werde, wo das Arbeiten in frühen Morgenstunden als Störung empfunden würde. «Da hätten wir schnell 100 Anrufe wegen Nachtruhestörung», fügt er schmunzelnd an. Auch bei der Zimmerei Bisang AG werden keine speziellen Massnahmen getroffen. «Wir arbeiten zurzeit ganz normal. Hätten wir momentan arbeiten unter Dach, würden wir schauen, dass man ganz früh am Morgen anfangen könnte, um der grössten Hitze ein wenig zu entgehen. Da dies im Moment aber nicht der Fall ist, wird zu normalen Zeiten gearbeitet.» so Josef Bisang. Betagte jammern weniger Für das Baugewerbe stellt die Hitze also weniger Probleme dar, als man denken könnte. Doch wie reagieren betagte Leute bei diesen Temperaturen? Marco Keller-Hänggi, Geschäftsführer des Pflegezentrums Seematt erklärt: «Die Betagten haben überraschenderweise wenig Probleme mit der aktuellen Hitze. Es sind eher die jüngeren Semester die vermehrt Klagen.» Josef Wechsler, Verwalter des Sunnehof, Zuhause im Alter, sieht dies gleich und meint: «Es ist sogar so, dass es vielen Bewohnern bei diesen Temperaturen besser geht. Einige klagen weniger über Kopfweh.» In beiden Heimen gehen die Senioren zurzeit dem Schatten nach und halten sich öfters in ihren Zimmern auf. Das Personal schaue vor allem, dass die Bewohner vermehrt trinken in diesen Tagen. «Ausserdem schauen wir, dass wir eher leichte Kost kochen, wenn es so heiss ist», so Wechsler. Im Schatten bleiben und viel trinken Wie man Hitzetage durchsteht, ohne seiner Gesundheit zu schaden, erklärt Doktor Renggli aus Küssnacht: «Vor allen Dingen sollte man an diesen Tagen viel trinken und zu langes Sonnenbaden vermeiden. Insbesondere zwischen 11.00 Uhr und 15.00 Uhr, da zu dieser Zeit die Sonnenstrahlenintensität am höchsten ist. Ausserdem sollte man sich bei Aufenthalten in der Sonne zusätzlich mit Sonnencreme und Kopfbedeckung schützen.» Es empfehle sich auch, die Fensterstoren herunterzulassen und morgens oder nachts die Räume gut zu lüften. Folglich bleibt uns also doch nur die Möglichkeit, falls man nicht über Klimaanlage oder genügend Eis verfügt, einen Gang runter zu schalten und ab und zu den Sprung in den See zu wagen. |
| < Zurück | Weiter > |
|---|








