| Die Turnhalle wurde zur Zirkusmanege |
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| Donnerstag, 7. Juli 2011 | |
![]() «Zugabe, Zugabe, Zugabe!» Das Publikum in der Turnhalle Dorfhalde liess sich am letzten Freitag kaum mehr bändigen. Grund war eine grossartige Vorstellung von jungen Artistinnen und Artisten. ob. Die letzte Woche hat sich für rund 90 Schülerinnen und Schüler sowie Kindergärtnerinnen und Kindergärtner des Schulhauses Dorfhalde speziell gestaltet. Denn statt rechnen, rechtschreiben oder Vokabel lernen, übten sie für die Zirkusmanege. Und dies mit viel Freude und Elan. Am Freitagnachmittag zeigten die jungen Artisten ihr Gelerntes ihren Schulgespannen. Und am Abend gab es schliesslich noch eine Zugabe für die Eltern. «Wir wünschen, dass Sie die Freude, die heute hier ausgestrahlt wurde, für die nächsten Tage und für ihre Zukunft mitnehmen», forderte am Ende der Vorführung Teamleiter Armin Camenzind das Publikum auf. Und das Publikum klatschte stehend Beifall für die spannenden Darbietungen, die ihnen geboten wurden. Zirkus Mugg Unterstützt wurden die Schüler von Zirkus Mugg aus dem Glarnerland. Ein Familienunternehmen, das unter anderem seit zehn Jahren von Schule zu Schule reist und diverse Zirkus-projekte umsetzt. «Es ist ganz unterschiedlich. Wir besuchen rund 10 bis 15 Schulen pro Jahr und arbeiten mit den Kindern ein Programm aus», antwortete Stephan Mugg auf die Frage, wie oft sie solche Projekte umsetzen. Diese seien jeweils auf die Schule massgeschneidert, denn jede Schule sei anders. «Wir haben schon Schulen betreut, die nur 60 Schüler hatten, aber auch solche mit 500 Schülern», so Mugg. Kinder bringen ihre eigenen Ideen Das spezielle an ihrem Projekt ist, dass sie nicht mit fixfertigen Programmen in die Schulen kommen. «Wir sind einmal im Frühling nach Küssnacht gekommen und die Kinder konnten verschiedene Darbietungen ausprobieren. Dabei haben sie sich Gedanken machen können, was sie schliesslich machen wollen. Wir bringen ihnen das technische Wissen und sie die Ideen», erklärt Mugg. Dies sei der Grund, weshalb ihm die Arbeit so Spass mache: «Es ist sehr spannend, denn es ist jedes Mal etwas Neues.» Eines aber machen sie mit allen Kindern: «Am Ende gibt es immer eine Pyramide, an der alle mitmachen», erklärt sein Bruder Michael Mugg. Kinder ergänzen sich Das Projekt am Dorfhalde-Schulhaus wurde nicht auf einer Stufe durchgeführt, sondern fünf Klassen vom Kindergarten bis hin zur sechsten Klasse beteiligten sich an dem Projekt. «Die Kinder ergänzen sich und unterstützen einander», so Michael Mugg. Dies gefiel auch Schulleiter Stephan Peyer gut, der die Nachmittagsvorführung besuchte: «Es ist ein gu-tes Beispiel für altersübergreifende Strukturen.» Wichtig beim Projekt war aber vor allem der Weg zur Aufführung und nicht die eigentliche Aufführung. «Deshalb machen wir normalerweise auch nur immer eine Aufführung.» In Küssnacht jedoch durften die Artisten zweimal ihr Können beweisen. |
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