| Dieser Kübel schluckt und presst |
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| Donnerstag, 25. November 2010 | |
![]() Seit zwei Wochen steht an der Bushaltestelle vor dem Restaurant Engel ein Abfallkübel, der mit Sonnenenergie den Güsel presst und so mehr Platz in seinem Inneren schafft. Der Versuch von Bezirk und der Firma Dräksack läuft noch zwei Wochen. avd. Es gibt sie in allen Grössen und Farben. In Bern gibt es sogar solche, die friedlich vor sich hinbrummen, wenn man sie füttert. Die Rede ist von Abfallkübeln. Einer der modernsten steht seit gut zwei Wochen bei der Bushaltestelle vor dem Restaurant Engel am Küssnachter Hauptplatz. Wie alle anderen Kübel nimmt er Abfall in sich auf. Damit gibt er sich aber nicht zufrieden. Mit der Kraft der Sonne Regelmässig schaltet sich im Kübel eine Presse ein. Diese schafft im Bauch 8 bis 15 Mal mehr Platz als in einem gewöhnlichen Kübel. Angetrieben wird die Presse von einem Motor, der seine Energie aus einer Solarzelle auf dem Kübeldach erhält. Eine Stunde Solarenergie reicht aus, um die Kübelpresse einen Monat lang zu betreiben. Die eigentlich empfindliche Solarzelle ist hier vandalismussicher. Eine Füllstandsanzeige gibt den Werkdienstmitarbeitern auf einen Blick Aufschluss, ob der Kübel leer (grün), halbvoll (gelb) oder voll (rot) ist. Kübel kostet rund 7500 Franken Insgesamt einen Monat testet der Bezirk diesen Hightech-Kübel; noch gut zwei Wochen dauert die Testphase. Adolf Suter vom Ressort Infrastruktur beim Bezirk erklärt, weshalb gerade dieser Standort gewählt wurde: «Bei dieser Bushaltestelle gibt es ein hohes Personenaufkommen. Enstprechend gross ist die Abfallmenge.» Kontaktiert wurde der Bezirk von der Firma Dräksack, die jeweils am Chlausjagen grosse Abfallbehälter bereitstellt. «In diesem Zusammenhang haben wir den Bezirk Küssnacht angefragt, ob wir während einer Testphase einen solchen Kübel anbieten dürfen», erklärt Markus Lüchinger von Dräksack. Für Lüchinger liegen die Vorteile auf der Hand: «Der Kübel presst nicht nur umweltfreundlich und nimmt dadurch mehr Abfall auf. Er muss deshalb auch weniger oft geleert werden, was beim Werkdienst weniger Personalaufwand nach sich zieht.» Alternativ dazu gebe es auch Kübel, deren Füllstand per SMS abgefragt werden kann. Der Kübel, der am Hauptplatz steht, kostet laut Lüchinger rund 7500 Franken. Das klingt nach viel, «aber ein normaler Chromstahlkübel kostet auch zwischen 2500 und 3000 Franken», führt Lüchinger aus. Man darf gespannt sein, wie der Bezirk entscheiden wird. |
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