| Ein erstes grosses Ziel erreicht |
|
|
| Montag, 20. Juni 2011 | |
![]() 60 junge Menschen durften am letzten Freitag von Regierungsrat Walter Stählin ihr Matura-Zeugnis entgegen nehmen. Mit der Note 5,7 gelang Tara Smyth aus Merlischachen der beste Abschluss. rbs. Aldo Magno, der Rektor des Gymnasiums Immensee, freute sich über die vielen Besucher der Maturafeier 2011. Die Kapelle war bis auf den letzten Platz besetzt, viele Gäste – und vor allem die Gymnasiastinnen und Gymnasiasten – waren festlich gekleidet. Besondere Genugtuung bereitete ihm die Tatsache, dass 60 der insgesamt 62 Absolventen die Prüfungen erfolgreich abgeschlossen haben. «Ihr verfügt nun über ein riesiges Wissen», erklärte der Rektor an die Adresse der jungen Leute, «aber machen wir uns keine Illusionen, dieses wird langsam aber stetig einer schleichenden Amnesie, einem langsamen Vergessen anheimfallen.» Und er zitierte Nietzsche: «Zu jedem Handeln gehört Vergessen.» Das Vergessen ist also kein Fluch, sondern auch Voraussetzung für das Leben. «Aber Hand aufs Herz, was schert euch Nietzsche – ihr die das Fach Philosophie womöglich als intellektuelle Nötigung empfunden habt – wenn euch die Welt zu Füssen liegt. Doch was sagen schulische Leistungen aus über das Leben? Denn dieses Fach habt ihr am Gymnasium nicht gehabt.» Um seinen Worten etwas Nachhaltigkeit zu verleihen, konzertierten die MusikschülerInnen des Gymnasiums. In einer Projektarbeit hatten sie sich auf diese Feier vorbereitet. Regierungsrätliche Gratulationswünsche Als Vorsteher des Bildungsdepartements des Kantons Schwyz überbrachte Walter Stählin die Grüsse des Regierungsrates und gratulierte den erfolgreichen Maturandinnen und Maturanden. Für die zwei Kandidaten, die nicht bestanden haben hofft er, dass sie sich nochmals aufraffen werden, «denn manchmal braucht es zwei Anläufe im Leben.» «Sie alle haben ein grosses Ziel erreicht, feiern eine Dernière hier in Immensee», meinte Walter Stählin. «Mit dem Maturazeugnis haben sie nun eine Boardingcard in der Hand um in die nächste Bildungsstufe aufzusteigen. Die heutige Maturafeier stellt nur eine kurze Zäsur im langen Leben dar. Aber geniesst diesen Moment – zusammen mit der Familie – in vollen Zügen. Es ist euer Erfolg, der gefeiert wird.» Der Regierungsrat machte klar, dass nun viele Wege offen stehen und die Jugendlichen erst am Anfang eines Kletterpfades stehen. Dieser führe zu einem Ziel, welches sie sich selber setzen müssen. Die Schweiz brauche zweifellos gut ausgebildete Menschen. Er forderte die Maturae und Maturi auf, sich auch in der Gesellschaft einzubringen und zu engagieren, sei dies in einem Verein, einer Organisation oder der Politik. «Eine Willensnation muss wollen», zitierte er das Buch von alt Bundesrat Kaspar Villiger. Zum Schluss wünschte er allen Zeugnisempfängern Freude, Erfolg und alles Gute für den weiteren Lebensweg und natürlich noch ein ausgiebiges Fest. Interessante Matura-Arbeiten Dem Regierungsratsgast war es vorbehalten, die Zeugnisse zu übergeben. Aufgrund ihres kulturellen Engagements während des gesamten Langzeitgymnasiums durfte Jana Schönbächler aus Willerzell den jährlich verliehenen Sozialpreis entgegen nehmen. Mit dem Prädikat sehr gut, das heisst der ausgezeichneten Note 5,7 schloss Tara Smyth aus Merlischachen die Matura ab. Ihre Arbeit hatte den Titel School Shootings: Präventionsmöglichkeiten und Schutzmassnahmen. «Das ist der höchste Durchschnitt seit ich hier Rektor bin», erklärte Aldo Magno. 5,1 und das Prädikat sehr gut erreichten Sven Aschwanden aus Goldau (Auswirkungen des Klimawandels auf die Massenbewegungsgefahr im Gebiet Rossberg/SZ) sowie Tamino Kuny ebenfalls aus Goldau (Veränderung in der Fotografie durch die Digitalisierung); 5,1 und ein gut gab es für Jil Schaudt aus Greppen (Die postoperative Behandlung des Mammakarzinoms und deren Auswirkungen auf den weiblichen Körper) und Larissa Naumann aus Arth (Gegenüberstellung des deutschen Charakterbildes aus Sicht der Schweizer und der Deutschen). Insgesamt war es eine schöne Zeit Das Schlusswort teilten sich Jan Meyer aus Steinen und Tamino Kuny aus Goldau. In ihrem Rückblick auf die vergangenen sechs Jahre, meinte Tamino Kuny: «Nach unserer Maturareise in den Sommerferien 2010 ging das letzte Jahr rasend schnell vorbei.» Und zu den Prüfungen: «Wir waren mit einem riesigen Berg Informationen und Material bedient, das nicht in zehn Minuten durchgeschaut war. Aber regelrechte Lernsessions und viele Espressos halfen uns dabei.» In Bezug auf die mündlichen Tests meinte Jan Meyer: «Es ist nicht jedermanns Sache, sich mit dem Lehrer und einem Experten ein Tête-à-Tête zu liefern.» Beide zeigten sich glücklich, mit der bestandenen Matura den Grundstein für ihre weitere Karriere gelegt zu haben. Und am meisten sind sie gespannt darauf, ihre Kolleginnen und Kollegen in fünf bis sechs Jahren wieder zu sehen, vielleicht als Anwalt, Lehrerin oder Ökonom. Die erfolgreichen Maturae und Maturi aus der Region: Leo Butie, Weggis, Michelle Covi, Udligenswil, Elio Donauer, Küssnacht, Juri Dossenbach, Küssnacht, Julia Ehrler, Küssnacht, Nadine Eilo, Immensee, Naomi Fischer, Küssnacht, Saskia Frei, Weggis, Valeria Gisler, Küssnacht, Flavio Knüsel, Küssnacht, Olivia Konrad, Küssnacht, Danielle Küchler, Küssnacht, Anita Lustenberger, Rigi Kaltbad, Robin Lütolf, Udligenswil, Sabrina Marti, Udligenswil, Linus Odermatt, Küssnacht, Patricia Pellaton, Merlischachen, Anna Reding, Immensee, Stéphanie Reust, Küssnacht, Stefan Röllin, Merlischachen, Jil Schaudt, Greppen, Markus Schmid, Küssnacht, Tara Smyth, Merlischachen, Claudio Steger, Weggis, Binia Stieger, Greppen, Marco Suter, Weggis, Sebastian Sutter, Udligenswil, Nina Vanoli, Küssnacht, Anna Walker, Vitznau, Marin Vlasec, Küssnacht, Moreen Wolf, Weggis, Ivo Zimmermann, Küssnacht |
| < Zurück | Weiter > |
|---|








