| Ein Sonntag im Zeichen der Foklore |
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| Montag, 17. August 2009 | |
![]() Bei strahlendem Sonnenschein fand am Sonntag der traditionelle Alpgottesdienst und Erntedankfest der Sennen- und Älplergesellschaft bei der St. Wendelinskapelle auf der Seebodenalp statt. Im Anschluss daran, ging es auf der Alp Ruodisegg mit der Jodlerchilbi urchig zu und her. scb. Bei perfekten Wetterverhältnissen konnten die Alphornbläser und Fahnenschwinger am Sonntagmorgen schon zu beginn des Gottesdienstes die Gäste begeistern. Dieser fand dank den sommerlichen Temperaturen draussen vor der Kapelle statt. Menschen mit Äcker verglichen Pater Emil Frey, welcher gesanglich unterstütz vom Männerchor durch die Messe führte, erzählte von seinen Zeiten als Student im Missionshaus Immensee. Damals während den Kriegsjahren hatten die Leute Angst, dass sie verhungern könnten und so mussten auch die Knaben aus dem Missionshaus auf dem Seeboden einen Acker anlegen und Kartoffeln pflanzen. Obwohl die Ernte nicht sonderlich gut ausfiel habe sich die Mühe gelohnt, denn verhungert sei zum Glück niemand. Im Zusammenhang mit dieser Anekdote liess er sinnbildlich verlauten: «Menschen sind ähnlich wie Äcker», denn Gott habe für jeden von uns einen Acker gesät und diesen müsse man während seines ganzen Lebens mit Geduld und Ausdauer pflegen und jäten, damit man von dessen Ertrag auch zehren und geniessen könne. Zum Schluss rief Werner Odermatt den traditionellen Betruf der Seebodenalp aus. Urchige Musik und währschafte Kost Nach der Messe zog es viele Gottesdienstbesucher zur Ruodisegg, wo ab 11.00 Uhr die 23 Helfer des Jodelklubs Echo vom Rigi zusammen mit der Wirtefamilie Schuler im Einsatz standen. So fanden sich gegen Mittag zahlreiche Gäste in der Gartenwirtschaft ein, wo sie von den urchigen Klängen der Ländlerformation Ländlerhess begrüsst wurden. Für diejenigen die nicht zu Fuss zur Ruodisegg fanden, fuhr das Jodlertaxi, ein alter Einachser mit Anhänger und Bänken ausgestattet, vom Parkplatz aus hin und her. Speziell zur Jodlerchilbi, welche dieses Jahr bereits das neunte Mal durchgeführt wurde, gab es wieder separate Essensstände wo sich die zahlreichen Gäste mit feinen Älplermagronen, Steak, Wurst und Chässchnitte verköstigen konnten. Ausserdem wurde von den Jodlerfrauen ein grosses Kuchenbuffet bereitgestellt. Wie es der Name sagt, wurde an der Jodlerchilbi natürlich auch gejodelt und so fand der Jodelklub regelmässig den Gang zur Bühne, wo er seine Lieder zum Besten gaben. Abwechselnd mit dem Jodelklub spielten auch die Alp-hornbläser, unterstützt durch zwei Fahnenschwinger, den ganzen Nachmittag hindurch auf der grossen Bühne. Auf Jubiläum gespannt Edi Bucher, Präsident des Jodelklub Echo vom Rigi freute sich über das gelungene Fest: «Ich bin sehr zufrieden mit dem bisherigen Verlauf der diesjährigen Jodlerchilbi. Es waren teilweise ziemlich viele Leute hier, jedoch habe ich das Gefühl, dass es andere Jahre schon mehr hatte. Doch nichts desto trotz, gab es bisher keine Zwischenfälle und die Chilbi konnte optimal durchgeführt werden.» Die Jodlerchilbi, welche jedes Jahr am dritten Sonntag im August statt findet, jährt sich nächstes Jahr bereits zum 10. Mal. Wie es im Jubiläumsjahr weiter geht erklärt Ruodisegg Wirt Tony Schuler: «Da nächstes Jahr das 10-jährige Jubiläum stattfinden wird, werden wir das Fest noch etwas grösser ausfallen lassen.» Mehr wollte er aber an dieser Stelle nicht verraten. Sind wir also gespannt auf die nächste Ausgabe, welche voraussichtlich am 15. August 2010 stattfinden wird. |
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