| Ein Weihnachtsspiel am Jodlerkonzert |
|
|
| Donnerstag, 5. Januar 2012 | |
![]() Die Weggiser und Küssnachter JodlerInnen liessen sich für ihre treuen Fans und Freunde des Jodelgesangs etwas Besonderes einfallen. Ihr weihnachtliches Jodlerkonzert war gepaart mit einem Weihnachtsspiel und wurde besinnlich untermalt durch das hochklassige Harfenspiel von Heidi Doppmann. rbs. Normalerweise lädt der Jodelklub Weggis im November zu seinem Jahreskonzert ein. Aber wenn die Sennenchilbi stattfindet – wie das im letzten Jahr der Fall war – dann verzichtet er darauf. Trotzdem möchte er sich jeweils Ende Jahr bei seiner treuen Anhängerschaft mit einem Konzert für die durch das Jahr erfahrene Unterstützung bedanken. Gleiches tut der Jodlerklub Echo vom Rigi, mit welchem man schon etliche Jahre befreundet ist. Zudem stehen beide Klubs unter der Leitung von Peter Hodel. Also war es naheliegend, dass man sich für das weihnachtliche Jodlerkonzert in Weggis (30.12.11) und Küssnacht (05.01.12) zusammen tat. Als langjähriger und begabter Theaterspieler initiierte Seppi Hofmann von der Untereggi in Weggis dazu noch ein Weihnachtsspiel mit dem Titel S’schönschte Wiehnachtsgschänk. Und zur harmonischen Abrundung des Programms engagierten die Jodler die einheimische Harfenspielerin Heidi Doppmann. Jodellieder und Naturjutz Anton Butie, Präsident des Jodlerklubs Weggis, freute sich am letzten Freitag, 30. Dezember 2011, über den Grossaufmarsch in Weggis und erklärte: «Es ist für uns immer etwas Besonderes, hier in der Pfarrkirche aufzutreten.» Und weiter: «Mit unserem Konzert möchten wir Ihnen in dieser hektischen Zeit etwas Ruhe und Besinnlichkeit vermitteln.» Speziell begrüsste er auch die Jodlerkolleginnen und -kollegen aus Küssnacht sowie Heidi Doppman. Die junge Frau spielt in verschiedenen Orchestern Kammermusik und unterrichtet an den Musikschulen der Seegemeinden und Luzern. Den Auftakt machten die gastgebenden Weggiser Jodler mit dem Lied S’Plange von Theres Aeberhard-Häusler, gefolgt vom Rosengarten Jutz von Franz Stadelmann, einem in der Volksmusik-Szene bestens bekannten Mann. Richtig unter die Haut ging den zahlreichen Besuchern das von Ueli Zahnd komponierte Das cha nur Liebi si. Gefühlvoll vorgetragen sangen die Männer mit ihren zwei Vorjodlerinnen es isch wie Schmätterling im Buuch. Küssnachter Gastspiel Nach einem ersten Harfen-Zwischenspiel von Heidi Doppmann – zwei Préludes von Marcel Tournier – formierten sich die Küssnachter Jodlerinnen und Jodler um die grosse Krippe beim Hochaltar. Dirigent Peter Hodel hatte mit ihnen E liebe Mänsch von Fredy und Emil Wallimann, die Bärgandacht von Reto Stadelmann sowie den Blattischäfeler-Jutz von Sepp Herger einstudiert. Für ihren Vortrag ernteten sie grossen Applaus. Abwechslungsweise ging es dann bunt weiter mit dem in vier Bildern aufgeführten Weihnachtsspiel von Heinz Stucker, sinnlichen Melodien von Heidi Doppmann und zwei weiteren Kostproben der beiden Jodlerklubs. S’schönschte Wiehnachtsgschänk Zum besseren Verständnis hatte Seppi Hofmann das in berndeutsch verfasste Weihnachtsspiel von Heinz Stucker vorher in Luzerner Mundart umgeschrieben. Er amtete zugleich als Regisseur und Hauptdarsteller. Dabei ging es um die sechsköpfige Bergbauernfamilie Niederberger, die durch die hohe Verschuldung einer tristen Weihnacht entgegensah. Dazu kam, dass man sich mit Nachbar Chrischte Oberholzer zerstritten hatte. Als dann aber Peter Niederberger spätnachts den verunfallten Sohn der Oberholzers vor dem Erfrieren rettet und nach Hause bringt, besinnen sich die zwei sturen Männer und reichen sich wieder die Hand. So wird das Weihnachtsfest auch für die vier Kinder der Niederbergers zum Happy End. Zum Abschluss formierten sich die beiden Jodlerklubs zum Gesamtchor und sangen Wiehnachtsglogge von Ernst Sommer. Doch das begeisterte Publikum wollte mehr hören und forderte rhythmisch klatschend nach Zugaben. |
| < Zurück | Weiter > |
|---|








