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Erntedankfest: Den Alpsegen in die Welt hinaus rufen Drucken E-Mail
Montag, 19. Oktober 2009
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Alpsegen hiess das Motto des diesjährigen Erntedankfestes, zu welchem das Sakristei-Ehepaar Beat und Isabella Felder die Pfarrkirche einmal mehr aufwendig dekorierten.




scb. Festlich präsentierte sich die Pfarrkirche zum Erntedankfest am vergangenen Sonntag. Äpfel, Konfi, Käse, Kartoffeln, Brot, Süssmost, Zwiebeln: Die Vielfalt der gespendeten Gaben war riesig. Das Sakristei-Ehepaar Beat und Isabelle Felder dekorierten die Kirche einmal mehr sehr aufwändig; diesmal zum Thema Alpsegen. «Das Motto hat dieses Jahr Pastoralassistentin Andrea Meyer ausgesucht und die Messe dazu vorbereitet», wie von Pfarrer Werner Fleischmann zu vernehmen war. Ein grosses, von ihr gemaltes Bild, passend zum Thema, zierte dann auch den Bereich seitlich vor dem Altar.

Alpsegen hat Tradition
Seit rund 450 Jahren gebe es den Brauch des Alpsegens, wie es die Pastoralassistentin ich ihrer Rede erzählte. «Im Jahr 1565 wurde erstmals ein Betruf schriftlich erwähnt,» so Meyer. «Damals war von einem heidnischen Viehsegen die Rede,  welchen die Sennen und Älpler beteten um Leut und Vieh vor Unheil zu schützen. Gespenster abzuhalten und um Glück zu verleihen.» Der Betruf, wie er auch heute noch auf der Seebodenalp von Werner Odermatt praktiziert wird, ist ein Gebetruf, welcher mit einer Folle, einem aus Holz gefertigtem Trichter, möglichst weit ins Land getragen wird. Der Betende dreht sich während dem Betruf in alle vier Himmelsrichtungen oder mindestens im Halbkreis, damit ein möglichst grosses Gebiet mit dem Ruf abgedeckt wird. «Gott  wird alles anvertraut, denn ihm gebührt alles Lob und aller Dank», so Meyer. Der Dank, für all die Dinge, welche uns Gott beschere, gehe im Alltag nur allzu oft vergessen. Beim Erntedankfest wird darum für alles gedankt, was wir sonst als selbstverständlich annehmen.

Jodel- , Alphornklänge und Betruf
Der Festgottesdienst vom Sonntagmorgen wurde von stimmungsvollen Jodelliedern vom Jodlerchörli Am St. Johann Altendorf, untermalt. Das Jodlerchörli steht unter der Leitung von Peter Hodel, welcher auch den Jodlerklub Echo vom Rigi leitet, und wurde vor 20 Jahren auch von ihm mitbegründet. Die Messe vom Samstagabend und am Sonntag um 11.00 Uhr wurde von Alphornklängen begleitet. Zum Schluss der Messe, rief Werner Odermatt den bekannten Betruf der Seebodenalp aus, welcher die stimmungsvolle Messe wunderbar abrundete.

Spenden und Opfer für Behinderte
Die Gespendeten Gaben kamen dieses Jahr der Stiftung Behindertenbetriebe Uri in Schattdorf zugute. Mittels eines Angebotes an Arbeits-, Beschäftigungs-, und Wohnmöglichkeiten sowie durch Massnahmen zur wirtschaftlichen und sozialen Eingliederung in die Gesellschaft , bezweckt  sie die Förderung der Lebensqualität behinderter Menschen.
Das Opfer wurde für das Heilpädagogische Zentrum Innerschwyz in Ibach, speziell für Projekte, die weder vom Schulträger noch von den Eltern übernommen werden können, aufgenommen. Das Zentrum im Ibach ist eine Tagesschule, in welcher die individuelle Bildung, Förderung und Erziehung von Kindern und Jugendlicher mit einer geistigen und körperlichen, sowie mehrfachen Behinderung. Auch Kinder und Jugendliche von Küssnacht
 
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