| Erstes Projekt nimmt Gestalt an |
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| Donnerstag, 10. Juni 2010 | |
![]() Am Montagabend orientierte die Wohnbaugenossenschaft im Monséjour über den Stand der Dinge und das weitere Vorgehen. Ein Projekt wurde bereits gewählt und wenn alles reibungslos verläuft, kann mit dem preisgünstigen Wohnungsbau im März 2011 begonnen werden. bro. Der Vorstand der Wohnbaugenossenschaft macht Nägel mit Köpfen. Acht Monate nach der Gründerversammlung präsentieren sie bereits das fertige Projekt. «Wir haben 16 Architekten aus dem Bezirk Küssnacht angeschrieben und sechs haben ein Projekt eingegeben», erklärte Alois Christen, Präsident der Wohnbaugenossenschaft Küssnacht, anlässlich der Orientierungsversammlung vom vergangenen Montag. «Die Wahl fiel uns nicht leicht, aber wir haben uns schliesslich für die Annen Architektur AG entschieden, weil Marius Annen sich am intensivsten mit dem Projekt befasst hat. Er hat zum Beispiel herausgefunden, dass uns ein Ausnutzungsbonus zusteht. Ausserdem hat uns die zwei Blockstrategie überzeugt», begründete Alois Christen die Wahl des Projektes. 18 4.5 Zimmer Wohnungen Um das Grundstück gut auszunützen, entschied sich die Annen Architektur AG für eine Zwei-Häuser-Strategie im Minergiestandard. «Ein Haus wäre für einen Ort zu gross geworden, weshalb wir die Ein-Haus-Strategie bald verworfen haben», so Marius Annen. Geplant sind für den Anfang je drei Stockwerke. «Nach der Umzonung kann mit einfachen Mitteln eine Aufstockung vorgenommen werden», erläuterte Annen das Modell. Insgesamt sind 18 4.5 Zimmer Wohnungen geplant. Also drei Wohnungen auf jedem der drei Stockwerke der beiden Häuser ausgerüstet mit je zwei Nasszellen, einer Küche mit offenem Ess-Wohnzimmer-Bereich und drei Schlafzimmer. «Die Position des Balkons muss noch ausgearbeitet werden, damit die Sonnen-einstrahlung optimal ist», fährt Annen mit der Beschreibung des Modells fort, wobei beim Bau viel Wert auf eine optimale Besonnung gelegt werden soll. Zu den 18 Wohnungen gehören schliesslich insgesamt 36 Parkplätze sowie diverse Nebenräume wie Waschküche und Keller. Im März 2011 soll gebaut werden Wenn alles nach Plan verläuft und keine grossen Einsprachen gemacht werden, rechnet der Vorstand mit dem Erhalt der Baubewilligung bis Ende dieses Jahres. Anschliessend finden die Ausschreibungen statt und im März soll mit dem Bau begonnen werden. Geplant ist, dass im Frühjahr 2012 die ersten Bewohner einziehen können. Für die erste Etappe, also beide Gebäude mit je drei Stockwerken, wird mit Kosten von etwas über sieben Millionen Franken gerechnet. Der Zinsaufwand pro Jahr wird rund 390000 Franken betragen, weshalb ein Mietzins von 1750.00 Franken pro Wohnung und Monat realistisch scheint. Für die zweite Etappe, also die Aufstockung auf vier Stockwerke, rechnet die Wohnbaugenossenschaft noch mit 1,5 Millionen Franken. «Wir haben bereits die Finanzierungszusage der Schwyzer Kantonalbank mit 10% Eigenmittel erhalten», teilte Alois Christen den Anwesenden am Montagabend erfreut mit, «Ich bin davon überzeugt, dass es funktionieren wird.» Auch die Kontoeröffnung wurde vorgenommen, weshalb die Wohnbaugenossenschaftler, welche zugesagt haben, Anteilscheine zukaufen, bald Einzahlungsscheine erhalten werden, um die Liquidität der Genossenschaft zu gewährleisten. Nicht einziges Projekt Während der Orientierungsversammlung äusserten sich einige Anwesende über den Bedarf an altersgerechten Wohnungen nahe Dorfzentrum. So sollten ursprünglich beim günstigen Wohnungsbau auch kleinere Wohnungen für ältere Personen in Betracht gezogen worden sein. «Wir haben uns jetzt aber vor allem auf junge Familien konzentriert, die abwandern müssen, da sie sich in Küssnacht nichts mehr leisten können. Doch haben wir bereits Pläne auch mit dem Bezirk für weitere Projekte, wo wir dann etwas für ältere Personen mit kleineren Wohnungen machen können», versicherte Alois Christen. Zu Gesprächsstoff führte auch die Frage nach dem Wer. Wer darf in die Wohnungen einziehen und wer entscheidet dies? Für ein klares Reglement sammelt Sibylle Dahinden vom Vorstand zur Zeit Vorschläge. Hauptkriterien für die Mieter sind aber laut Alois Christen vor allem Einkommen und Anzahl Kinder. |
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