• JoomlaWorks AJAX Header Rotator
  • JoomlaWorks AJAX Header Rotator

www.freierschweizer.ch

  • News
    • Schlagzeilen
    • Schlagzeilen Archiv
  • Abo-Service
  • Preise und Leistungen 2012
  • Redaktion
  • Bildergalerie
  • Videos
  • Impressum
  • Marktplatz
    • Forum
    • Flohmarkt
    • Gesamtes Forum
  • Agenda
  • Links

Das Wetter

Das Wetter heute

Zufallsbild

Portraits Samstag 32  
kuessnacht-geizt
mit
auto-suter_08
szkb_08
Experte vermutet Hof aus dem Mittelalter Drucken E-Mail
Donnerstag, 7. April 2011
28grabungen

Diese Woche wurde im Gebiet Schürmatt in Küssnacht gegraben. Die bisherigen Fundstücke verweisen auf ein mittelalterliches Gehöft.






cb. Jakob Obrecht, freischaffender Ausgraber, und Reto Portmann von der Christen AG stehen im hohen Gras und vermessen das Gelände. Vor ihnen klafft ein Loch im Boden. Dabei handelt es sich um einen Sondierschnitt. «Damit überprüfe ich die Resultate von 1938/39», so Obrecht. Zu dieser Zeit wurden im Gebiet Schürmatt von Arbeitslosen Grabungen getätigt. Fundgegenstände der Grabungen seien aber verschollen oder man habe sie gar nicht gesammelt, erzählt Obrecht. «Die Grabungen sind aber gut dokumentiert.»

Zu welcher Zeit wurde die Mauer gebaut?
Die geomagnetischen Sondierungen, die Mitte Januar dem Sondierschnitt vorausgingen, verweisen auf eine ringförmige Struktur im Boden. Das bestätigt auch der Sondierschnitt, bei dem sich die Struktur als Mauer entpuppt. «Die Mauer wurde damals total abgebrochen und fiel dem Steinraub zum Opfer», erklärt Obrecht. Diesbezüglich sei nicht festzustellen, wie alt die Mauer sei.

Allerdings fand der Grabungsexperte die Scherbe eines Keramikkochtopfs, ein eindeutiger Fund aus der Mauergrube, der auf das Mittelalter verweist. Falls die Mauer älter als die Scherbe ist, könnte es sich bei ihr jedoch auch um ein römisches Bauwerk handeln. «Gegen diese Vermutung spricht die Tatsache, dass im Umfeld der Mauer keine Ziegel gefunden wurden.»

Eher Hof als Burg
Um das Bauwerk zumindest grob datieren zu können, möchte Obrecht zudem ein Stück Holzkohle mittels C14-Methode (Radiokohlenstoffdatierung) untersuchen. Dem Namen der Stätte Untere Burg traut der Experte nicht. «Es wäre ein äusserst ungewöhnlicher Platz für eine Burg.»

Er vermutet in der Lage der Stätte eher einen Gutshof, der dem frühen Adel zugeschrieben werden könnte. «Wenn wir noch mehr graben können, werden wir auch mehr Erkenntnisse über die Anlage gewinnen.»

Grossflächiges Vorgehen
Von der Fundstelle ist Obrecht ebenfalls begeistert: «Seit 150 oder 160 Jahren geistert diese herum. Schon in den 1860er Jahren wurden Grabungen getätigt.» Ausserdem sehe man vom Bauwerk an der Oberfläche nichts. Die zukünftigen Ausgrabungen prognostiziert der Archäologe als «relativ schwierige Sache». Grund dafür seien die kaputten Strukturen. Mit einer grossflächigen Grabung kann dem aber entgegengewirkt werden.

Grabungen vor der effektiven Inangriffnahme von Bauarbeiten – wie sie auch hier in Küssnacht stattfinden werden – seien in der Archäologie gerne gesehen. Auch für die Bauherrschaft bringt dieses Vorgehen Vorteile: «So wird es später sicher keine Bauver-
zögerungen geben.»
 
< Zurück   Weiter >
[ Zurück ]
fusszeile