| Finanzierung und Raumfrage offen |
|
|
| Donnerstag, 30. September 2010 | |
![]() Der Verein Beflügelt will sich für einen neuen Flügel einsetzen. Dessen Anschaffung würde auch Alexander Kionke, Veranstalter der Konzertreihe Küssnacht Klassik begrüssen. avd. Wenn der Verein Beflügelt zu Anlässen wie den Beflügelten Montagskonzerten lädt, dann muss er aus Kostengründen ins Foyer des Schulhauses Ebnet. «Wir gestalten den Raum so gemütlich wie möglich, um so unserem Publikum eine kulturelle Oase zu bieten», sagt Nadia Tattersall, «Aber wenn während den Konzerten Schüler durch die Gänge laufen und die Nachtbeleuchtung immer wieder angeht, ist das nicht sehr angenehm.» Gespielt wird jeweils auf einem alten und angeschlagenen Flügel, der nicht aus dem Schulhaus bewegt werden darf. Aus Platzgründen spielen die Musiker im Foyer, weil das Musikzimmer zu klein ist. Verschiedene Möglichkeiten Der Verein Beflügelt lässt noch offen, wie der Flügel finanziert werden soll. «Wir werden auf Sponsorensuche gehen», sagt Nadia Tattersall. Sie ist von der Wirkung eines neuen Flügels in einem geeigneten Raum überzeugt: «So etwas ist wie eine kulturelle Etikette einer Gemeinde.» Zudem koste die Miete eines Flügels jeweils einige Tausend Franken und belaste die freiwillige Vereinsarbeit sehr. «Das allerwichtigste ist aus Respekt für die Musik ein gutes Instrument in einem geeignetem Raum», sagt Tattersall. Ein öffentlicher Flügel könne vielseitig genutzt werden; durch andere Musiker und Vereine. Zum Beispiel von der Konzertreihe Küssnacht Klassik. Organisator Alexander Kionke würde die Anschaffung eines Flügels begrüssen: «Es hängt aber davon ab, was der Bezirk Küssnacht will.» Meistens hätten Anschaffungen für Schulen oder andere öffentliche Anlagen Priorität, «was auch in Ordnung ist.» Trotzdem könne ein neuer Flügel gute Musiker anziehen und deshalb auch mehr Publikum. «Schwieriges Unterfangen» Eher skeptisch ist hingegen Franz Hess, Leiter der Musikschule Küssnacht: «Selbstverständlich ist ein Flügel etwas sehr schönes, allerdings für die Schule wie auch für die Musikschule nicht prioritär.» Hess verweist auf das neue Klavier in der Aula des Schulhauses Seematt 1. Das «gute und sehr teure» Instrument wurde letztes Jahr auf Wunsch einiger Vereine angeschafft, die sich die Kosten mit dem Bezirk teilten. «Somit ist zum jetzigen Zeitpunkt eine Anschaffung eines neuen Flügels ein schwieriges Unterfangen», so Hess weiter. Raumfrage noch offen Falls ein neuer Flügel angeschafft würde, wo sollte dieser stehen? Der Verein Beflügelt würde es sehr begrüssen, wenn der wachsende Bezirk Küssnacht in die Schaffung eines Kulturraums investieren würde. «Alle Möglichkeiten an Infrastruktur sind bereits vorhanden; wir müssen nur die ersten Schritte machen; nicht nur für unseren Verein, sondern für alle Kunstschaffenden im Bezirk», sagt Nadia Tattersall, «Wir sind dran, die Idee eines Kulturraums mit Flügel und Platz für Konzerte aller Art sowie Ausstellungen weiterzuverfolgen, um so die Kulturpalette für die Küssnachter Bevölkerung zu erweitern.» Für den Verein Beflügelt käme ein neuer Raum in Frage, die bestehende Aula im Schuhaus Seematt 2, das Theater Duo Fischbach oder das Monséjour. Die dortige Akustik im grossen Saal sei nicht schlecht, bestätigt Alexander Kionke: «Vor allem bietet er viel Platz für Zuschauer. Ein paar Anpassungen wie spezielle Wandverkleidungen wären mit oder ohne Flügel ohnehin sinnvoll.» Franz Hess gibt zu bedenken, dass die Räume in den Schulhäusern Seematt 1 und 2 sowie im Monséjour oft für andere Anlässe gebraucht werden. «Wir stellen uns auch einen neuen Raum vor», sagt Nadia Tattersall, «entweder in einem bereits bestehenden Gebäude oder in einem neuen.» Konkrete Ideen gibt es noch nicht. «Flügel für den Schulbetrieb wohl nicht notwendig» Statthalter und Vorsteher der Kulturkommission Michael Fuchs bläst ins gleiche Horn wie Franz Hess. Trotzdem hat er für die Diskussionen um einen neuen Flügel und vor allem dessen Standort ein offenes Ohr. Der Bezirk werde aber von sich aus kaum einen Beitrag an die Finanzierung sprechen: «Wichtigstes Kriterium ist, ob das Instrument für die Bezirksschulen notwendig ist. Hierzu sei vermerkt, dass in der Aula des Schulhauses Seematt 1 seit letztem Jahr ein neues Klavier für den Musikunterricht steht.» Fuchs rät den Vereinen, sich in erster Linie um eine grosse Eigenfinanzierung zu kümmern. Auch in der Raumfrage seien wohl noch einige Hürden zu nehmen. |
| < Zurück | Weiter > |
|---|








