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Montag, 21. Februar 2011
15chili1

Während zwei Tagen lernten die Schüler der Sekundarstufe I den richtigen Umgang mit Konflikten. Das Projekt namens Chili des SRK Kanton Schwyz wird im Bezirk seit diesem Schuljahr auf ersten Oberstufe flächendeckend durchgeführt.





avd. «Wenn man schnell vorankommen will, muss man allein gehen. Wenn man weit kommen will, muss man zusammen gehen», besagt ein indianisches Sprichwort. Dass es im Umgang mit anderen zu Konflikten kommen kann, wissen auch die Oberstufenschüler im Bezirk.

Nur ist das mit den Konflikten so eine Sache. Es stecken Gefühle dahinter, Missverständnisse, versteckte Botschaften. Während zwei Tagen lernten die Schüler der ersten Sekundarstufe im Schulhaus Ebnet, was es mit Konflikten auf sich hat und wie man mit ihnen am besten umgeht.

Spielerischer Zugang zu heiklen Themen
Die 1. Sekundarklasse von Alex Steiner wurde von Chili-Trainer Peter Locher an die richtige Konfliktbewältigung herangeführt. «Drei spezifische Themen habe ich im Vorfeld mit dem Lehrer abgesprochen», so Locher. Grundsätzlich wird die Konfliktbewältigung in die verschiedenen Teile, wie Gefühle, Gründe, Kommunikationsmechanismen und Lösungswege aufgegliedert. Diese wiederum werden von den Schülern unter Anleitung von Locher via Flipcharts, Gruppenarbeiten und Spielen bearbeitet.

Wie wichtig beispielsweise die nonverbale Kommunikation ist, zeigte Peter Locher anhand eines Spiels. Ein Schüler wählte eine von fünf farbigen Karten und zeigte diese jeweils je einem Schüler einer Gruppe. Nun galt es für die Gruppen, per Berührungen am Rücken des Vordermanns die Kartenfarbe zu übermitteln.

Hat die Übermittlung geklappt, dann zeigte jeweils der vorderste Schüler der Gruppen die richtige Karte. Und wer dann noch schneller als die anderen Gruppen war, bekam von Peter Locher einen Punkt.

Kursbestätigung und Erfahrungen
Nach den zwei absolvierten Tagen bekamen die Schülerinnen und Schüler jeweils eine Kursbestätigung des Schweizerischen Roten Kreuzes des Kantons Schwyz. «Diese können die Schüler dann den Lehrstellenbewerbungen beilegen», erklärt Daniela Forni vom SRK, «denn mittlerweile hat sich unter den Lehrbetrieben im Kanton herumgesprochen, dass sich Bewerber mit einer solchen Bestätigung Wissen in der Konfliktbewältigung angeeignet haben.»

Natürlich nehmen die Schüler auch jede Menge Erfahrungen mit, die sie in Zukunft in Konfliktsituationen anwenden können. Dies hofft zumindest Lehrer Alex Steiner: «Auf jeden Fall ist es gut, wenn sich die Jugendlichen an zwei Tagen intensiv mit diesem Thema auseinandersetzen.»
 
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