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Geschälte Worte in gespitzten Ohren Drucken E-Mail
Montag, 21. Februar 2011
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Rund 60 Interessierte besetzten am letzten Freitagabend die Schalterhalle der SZKB in Küsssnacht. Sie alle wurden Zeugen, wie Schriftstellerin Margrith Gössi-Bohren an der Vernissage ihr neustes Buch Worte schälen vorstellte – und das Buch beim Wort nahm.









avd. Bank und Literatur. Auf den ersten Blick zwei Worte, die so gar nichts miteinander zu tun haben. Das könnte man auch von Margrith Gössi-Bohrens Buchtitel Worte schälen behaupten. Nimmt man sich Zeit und Musse, kommt bei beiden Kombinationen die Erkenntnis: das passt.

Bank und Literatur
Die SZKB-Filiale in Küssnacht wurde kürzlich einer Erneuerung unterzogen. Sie präsentiert sich sicherheitstechnisch auf dem neusten Stand und kundenfreundlicher. Statt eine eigentliche Eröffungsfeier zu zelebrieren, lud die SZKB am letzten Freitagabend zur Buchvernissage von Margrith Gössi Bohren.

Auch die vor vierzig Jahren von Grindelwald nach Küssnacht gezogene Schriftstellerin hatte etwas Neues zu präsentieren; nämlich ihr Buch Worte schälen. Und auch hier wurde Kunden-, respektive Leserfreundlichkeit gross geschrieben. Denn in ihrem Werk aus Gedichten und Erfahrungsberichten wählte Gössi-Bohren ihre Worte mit viel Bedacht. Kein Wort zu viel, keines zu wenig.

Eröffnet wurde die Vernissage vom Trio Wyrsch, das mit seinen jazzigen Klängen auch zwischendurch für eine gehobene und entspannte Atmosphäre besorgt war. Filialdirektor Walter Rupf begrüsste schliesslich die rund 60 Gäste. Damit alle Platz fanden, wurden kurzfristig mehr Stühle organisiert. Unter den Besuchern fand sich unter anderen auch CVP-Ständerat Bruno Frick ein. Rupf wies darauf hin, dass Gössi-Bohrens Bücher in allen SZKB-Filialen erhältlich sind und übergab die Rolle des Redners Dr. Josef Bättig.

Worte schälen
Der Laudator ist ein ausgewiesener Kenner und Schätzer von Margrith Gössi-Bohrens Büchern. Er stellte denn auch eine Entwicklung fest: «Bis zum neusten Buch sind stetig neue Erfahrungen eingeflossen und auch die Zwischenmenschlichkeit konnte gedeihen.» Alleine schon der Buchtitel mache neugierig. Besonders, weil Worte mehr den Geist anspricht und schälen aus dem konkreten Tun stammt.

In den vier Buchteilen werde immer konkreter, was mit Worte schälen gemeint ist. «Margrith Gössi-Bohren denkt zuerst nach, was die Worte bedeuten und setzt sie danach in einen grösseren Kontext. Sie schält die Worte zuerst, um den eigentlichen Sinn zu erkennen», so Bättig. Das werde zum Beispiel deutlich, wenn die Schriftstellerin schreibt: Wenn das Blatt sich wendet, ist es zu spät zum Buchstabieren.

Im Hauptteil der Veranstaltung stellte Margrith Gössi-Bohren selbst das Buch vor. Nach einführenden Worten über die vier Buchteile las sie jeweils drei, vier Texte daraus vor. Bei Immer nur Worte befreite sie sich – und damit die Leser – vom überbordenden Wortabfall, der uns umgibt. Bei Spiegelungen stellte sie die Wirklichkeit in unterschiedlichen Perspektiven dar.

Bei Ostwärts handelt es sich um Reiseberichte aus Ostpreussen. Pas-de-deux schliesslich bezeichnet die unterschiedlichen Auswirkungen der Zweisamkeit. Beim anschliessenden Apéro konnten die Gäste signierte Werke ergattern und mit der Autorin sprechen; was mit Interesse genutzt wurde.
 
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