| Grosser Einsatz für kleine Mietzinsen |
|
|
| Montag, 23. Mai 2011 | |
![]() An der ersten ordentlichen GV der Wohnbaugenossenschaft vom letzten Donnerstag wurde deutlich, wie gross der Einsatz für kostengünstige Wohnungen auf der Chaspersmatte ist. In Zahlen: Die totalen Errichtungskosten werden auf 7,4 Millionen Franken veranschlagt. avd. Es sind schon ordentliche Dimensionen, wenn es um das erste Projekt der Wohnbaugenossenschaft Küssnacht geht. Oder wie Präsident Alois Chris-ten sagte: «Das wird ein echter Prüfstein.» Trotzdem sei der Vorstand zuversichtlich, dass die zwei Wohnblöcke mit insgesamt 18 Viereinhalb-Zimmer-Wohnungen, 28 Parkplätzen in der Einstellhalle und deren 10 Aussenparkplätzen bald gebaut werden können. Der Bezirksrat tagt morgen Mittwoch über die noch hängigen Einsprachen und die Erteilung des Baugesuchs. Falls die Einsprachen nicht weitergezogen werden, können die Bagger schon im Juni auf der Chaspersmatte auffahren. Unternehmen werden Genossenschafter Diese Zuversicht des Vorstands ist nicht unbegründet. 43 Genossenschafter, darunter wurden 5 vertreten, liessen sich am letzten Donnerstagabend im Monséjour von der bis anhin hervorragenden Vorstandsarbeit schnell überzeugen. In seinem Jahresbericht hielt Alois Christen fest, dass der Vorstand sich zu vier ordentlichen Sitzungen traf und mehrere Besprechungen mit Planern und Architekten führte. Die Wahl fiel schliesslich auf Annen Architektur. Marius Annen, Mitglied der Geschäftsleitung, klärte die Genossenschafter unter anderem über die Erstellungskosten auf. Gemäss Offerten würden diese insgesamt 7,4 Millionen Franken kosten. Davon werden 10 Prozent, also 740'000 Franken, Eigenmittel aufgewendet. Diese setzen sich aus 170'000 Franken an Genossenschaftsanteilen und aus 570'000 Franken an zu zeichnenden Anteilen der am Bau beteiligten Unternehmen zusammen. Auch wenn die Unternehmen ihre Anteilsscheine ohne Zinsaussichten zeichnen werden, ist Christen zuversichtlich, dass sich Firmen finden lassen. Das Fremdkapital wird über eine Bank gedeckt. Laut Alois Christen sei man mit einer Bank bereits in intensivem Kontakt. Günstig auch mit Minergie-Standard Marius Annen zeigte danach auf, wie der künftige Mietzins pro Wohnung von 1650 Franken ohne Nebenkosten berechnet wird. Dafür ging er von 5 Prozent Zins, 3 Prozent Hypothekarzins und 2 Prozent Amortisation aus. Der Zinsaufwand pro Jahr schlägt insgesamt mit 400'000 Franken zu Buche. Bei 1650 Franken Mietzins pro Wohnung und Monat resultiert ein totaler Mietertrag von 356'400 Franken pro Jahr. Dazu kommen jährliche Erträge aus der Parkierung von 43'920 Franken. Macht rund 400'000 Franken. Die Mietnebenkosten pro Wohnung werden moderat ausfallen. Denn die zwei Wohnblöcke werden im Minergie-Standard gebaut; gemäss Marius Annen eine Vorgabe des Gestaltungsplans. «Wir haben sogar schon ein provisorisches Minergie-Zertifikat erhalten», so Annen. Neues Mietreglement wahrscheinlich Initiantin und Vorstandsmitglied Sibylle Dahinden Reihnhard klärte die anwesenden Genossenschafter und ihre Vertreter über den heutigen Stand bei der Ausarbeitung des Mietreglements auf. Sie habe sich bei über zwanzig Wohnbaugenossenschaften informiert und deren Reglemente angeschaut. «Es stellte sich heraus, dass die Situation in Küssnacht aussergewöhnlich ist», so Dahinden Reinhard. Denn die Bodenpreise im Bezirk sind vergleichsweise hoch, was andere Voraussetzungen mit sich bringt. Zudem, fügte Alois Christen an, gebe es in Luzern Wohnbaugenossenschaften, die seit 100 Jahren bestehen und über ein grosses Kapital verfügen. Währenddessen präsentiert sich die Situation in Küssnacht jungfräulich und noch bescheiden. Deshalb müsse wohl ein komplett neues Reglement geschrieben werden. Dessen Inhalt – und damit die Kriterien, wer schliesslich einziehen kann – ist noch unklar. Sicher bieten Faktoren wie Einkommen, Vermögen und Familienstand Hinweise. Doch was passiert, wenn bei einem Mieter Einkommen/Vermögen steigen? Werden Küssnachter bevorzugt? In dieser Hinsicht sei es noch zu früh, Genaueres zu sagen. Zuerst gelte es, den Bau voranzutreiben. Und dann noch mehr Genossenschafter zu gewinnen. |
| < Zurück | Weiter > |
|---|








