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Historischer Verein feiert still und heimlich Drucken E-Mail
Dienstag, 14. Juni 2011
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Der historische Verein Küssnacht feiert in diesem Jahr sein 70-jähriges Bestehen. An der Saisoneröffnung des Heimatmuseums vom letzten Freitag gab es für die Mitglieder einige Überraschungen.





bro. «Es ist nicht das beste Datum für die Saisoneröffnung», gab der Präsident des historischen Vereins Küssnacht Wolfgang Lüönd vor Beginn der Veranstaltung zu bedenken. Denn gleichzeitig fand im Monéjour das Lehreressen statt: «Viele unserer Mitglieder sind wohl dort.» Umso grösser war die Freude, als sich doch noch einige Mitglieder zur Saisoneröffnung des Heimatmuseums blicken liessen. Bei der offiziellen Begrüssung erklärte Lüönd, dass sich der historische Verein in einem Jubiläumsjahr befindet. Denn dieser existiert nun bereits seit 70 Jahren. Dieses Ereignis wolle man aber still und heimlich feiern. «Es wird heute ein paar Überraschungen geben», so Präsident Lüönd.

Historischer Film als Höhepunkt
Bei der Vernissage zur Saisoneröffnung widmete sich der historische Verein Küssnacht einem ganz speziellen Thema. Aktuar Peter Trutmann gab den Anwesenden als kurze Einführung in das Thema Informationen zur Eisenbahnlandschaft Schweiz und dessen Geschichte. So wurde die erste Eisenbahnlinie 1847 zwischen Zürich und Baden eröffnet. In den 50er Jahre des 19. Jahrhunderts erlebte die Schweiz einen Eisenbahn-Boom. Ende der 50er betrug das Streckennetz in der Schweiz bereits 100 Kilometer. In unserer Gegend war vor allem die Zentralbahn tätig. Ab Immensee fuhr aber auch die Gotthardbahn. Aus finanziellen Gründen wurde allerdings auf die Strecke Immensee via Küssnacht bis Luzern verichtet. Nebst den historischen Angaben gab Trutmann auch einen kurzen Überblick auf die aktuelle Situation. So sei das grösste Projekt der Gotthardbasistunnel. «Vermutlich kann der Tunnel ein Jahr früher als geplant in Betrieb genommen werden. Also 2015 statt 2016», erklärte Trutmann den Anwesenden. Mit einem Streckennetz von über 5000 Kilometer besitze die Schweiz das dichteste Eisenbahnnetz der ganzen Welt. Nach diesem historischen Ausflug in die Welt der Eisenbahn kam der eigentliche Höhepunkt des Abends. Fritz Stocker besitzt ein Video über den Bahnhofbrand in Luzern 1971 und führte dieses bei der Eröffnung vor. Das Interesse war sehr gross und der Film liess bei einigen Gästen Erinnerung aufkommen. «Ich weiss noch genau, was wir damals gemacht haben», erzählte Frieda Donauer nach der Vorführung.

Jubiläums-Ausflug geplant
Eine weitere Überraschung für die Vereinsmitglieder lag Beisitzerin Marianne Gerber auf der Zunge: «Als wir an einer Sitzung besprochen haben, dass der historische Verein bereits 70 Jahre besteht, meinte ich, da müsse man ja einen Jubiläumsausflug machen.» Kaum habe sie diese Worte ausgesprochen, hatte Gerber bereits die Aufgabe einen solchen zu organisieren. Im Herbst wird der historische Verein nun ins Emmental fahren und unter anderem das Chüechlihuus besuchen. Dies sei seit über 20 Jahren der erste Ausflug für den historischen Verein Küssnacht.
 
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