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Immensee: Silvia Exer-Züger ist Zunftmutter 2011 Drucken E-Mail
Montag, 10. Januar 2011
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Immensee hat ein neues Fasnachtsoberhaupt: Am 59. Zunftbot krönte die Lichtlöscherzunft Silvia Exer-Züger zur Zunftmutter 2011. Derweil trat Zunftmeister Fredy Schnüriger nach 13 Jahren Vorstandstätigkeit zurück.




avd. 25 Minuten liess Zunftmeister Fredy Schnüriger die 65 Anwesenden im Restaurant Schlüssel warten, ehe er den Zunftbot eröffnete. Schnüriger konnte Emil Looser als Vertreter des Bezirksrats begrüssen. Dafür fehlte die Zunftmutter 2010, Nadia Tattersall. Sie weilte mit ihrer Familie in Australien, was bereits vor ihrer Inthronisation feststand. «Das macht nichts», sagte Schnüriger, unsere Techniker haben etwas vorbereitet.»

«Eine tolle Fasnacht»
Nach einer Gedenkminute blickte Schnüriger auf das vergangene Fasnachtsjahr zurück. Der Zunftrat hielt neun Sitzungen ab und besuchte zwölf Anlässe; die meisten davon auf Wunsch von Nadia Tattersall. 140 Personen konnten ans Helferfest eingeladen werden. Am traditionellen Umzug nahmen 287 Erwachsene und 138 Kinder mit 19 Nummern teil. 32 Kinder liessen ihre Maske prämieren. Alles in allem war es «eine tolle Fasnacht», wie Schnüriger erklärte.

Nun erwarteten (fast) alle Fasnächtler eine Live-Videoschaltung nach Australien zu Nadia Tattersall. Doch über die Leinwand flimmerte ein vor ihrer Abreise realisiertes Video. Darin blickte Tattersall auf die Fasnacht 2010 zurück. Zwischendurch wurden Fotos von den vielen Anlässen eingeblendet. «Ich habe viel Aspirin gebraucht», erzählte Tattersall, «Aber die Fasnacht war unvergesslich und ich wünsche meinem Nachfolger oder meiner Nachfolgerin die gleichen Erfahrungen, die ich machen durfte.»

Die Fasnacht 2010 war auch finanziell ein Erfolg. Säckelmeister Marco Leber präsentierte die Erfolgsrechnung mit einem Gewinn von rund 700 Franken. Für dieses Jahr ist ein Verlust von 1900 Franken budgetiert, was angesichts des Eigenkapitals von 15000 Franken nicht gross ins Gewicht fällt. Entsprechend wurde der Jahresbeitrag bei 30 Franken belassen.

Diego Meyer neuer Zunftmeister
Im Zunftrat gibt es einige Änderungen. So gab Zunftmeister Fredy Schnüriger nach 13 Jahren im Rat (davon 9 Jahre als Zunftmeister) seinen Rücktritt bekannt. Er wurde zum Ehrenzunftmeister ernannt. Neuer Zunftmeister ist Diego Meyer, der bisher als Beisitzer amtete. Beisitzerin Daniela Meier und Säckelmeister Marco Leber gaben nach vier Jahren ebenfalls ihren Rücktritt bekannt. Dafür konnte Rechnungsprüferin Vreni Kaiser als neue Säckelmeisterin gewonnen werden.

Den Zunftrat komplettieren werden Markus Felder und Marcel Toggenburger. Zum Abschied erhielt Fredy Schnüriger als Scherz einige unrealistische Anträge. Real hingegen war die geschenkte Ballonfahrt.

Die diesjährige Plakette wird von den Hohlgass-Rasslern geschmückt, die wie die Immogeister ihr Jubiläum feiern. Und da auch die Lichtlöscherzunft 2012 ihr Jubiläum feiern wird, soll nun ein OK zusammengestellt werden, das die Festivitäten mit einem Budget von 5000 Franken planen wird.

Überglückliche Zunftmutter
Dann wurde es spannend. Fredy Schnüriger begann, etwas vom künftigen Fasnachtsoberhaupt zu erzählen: «Die Fasnacht spielt bei ihr seit der Jugend eine grosse Rolle. Ebenfalls in ihrer Jugend war die Person oft mit dem Töffli unterwegs. Sie hat in und für andere Vereine/n viel Aktives geleistet. Ihr Motto ist: Machen wir es einfach! Sie ist nicht in Immensee aufgewachsen. Ihre Hobbys sind Schwimmen, Spielen und Kochen. Sie ist vor ein paar Jahren innerhalb des Dorfs umgezogen. Sie wohnt neben einem Bach. Sie liebt die Bündner Berge.»

Dann freuten sich alle Anwesenden. Denn die gesuchte Person war Silvia Exer-Züger. «Ich bin überglücklich und freue mich, diese Fasnacht als Oberhaupt zu erleben», sagte sie. Nur müsse nun diesen Hut tragen, den sie früher im Zunftrat organsisiert habe. Zwölf Jahre war sie bei den Lichtlöschern tätig, zuletzt bis vor drei Jahren als Zunftschreiberin. Die Mutter dreier Kinder wohnt seit 26 Jahren in Immensee.
 
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