| In der Schule finden auch Märchen Verwendung |
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| Donnerstag, 24. Februar 2011 | |
![]() Im Schulhaus Seematt 2 arbeiten die Klassen 4e und 5e gemeinsam an einem besonderen Projekt, in dem es um Märchen geht. Zum Abschluss werden die Projekte den Eltern präsentiert. bro. Wer kennt sie nicht? Rapunzel, Dornröschen, Schneewittchen und all die anderen Märchen, die uns zu Kindeszeiten erzählt wurden und auch heute noch immer gern gehörte Geschichten sind? Im Schulhaus Seematt 2 finden die Erzählungen über Prinzessinnen, Hexen, Ritter und Co. sogar Platz im Unterricht. Adrian Jost kam für seine vierte Klasse letzten Sommer auf die Idee, die Märchen im Stundenplan einfliessen zulassen. «Es ist spannend, was mit Märchen alles gemacht werden kann. Wir integrieren sie in verschiedene Fächer», erklärt Jost. So findet das Thema Märchen nicht nur im Deutsch als spezielle Textgattung und für Textverständnisse seine Verwendung, sondern wird Fächerübergreifend angewendet: «Wir hören Märchen im Englischunterricht, rechnen in der Mathematik mit Märchen, zeichnen und basteln im Werken Märchen, arbeiten in der Informatik an den Computern für die Präsentationen und bauen die Märchen sogar ins Turnen ein.» Nicht nur Fächer- sondern auch Klassenübergreifend Doch die vielfältige Anwendungsmöglichkeit der Märchen bezieht sich nicht nur auf die zahlreichen Schulfächer, sondern auch auf die sozialen Strukturen in der Klasse und sogar darüber hinaus. Denn am Projekt arbeitet nicht nur die 4. Klasse von Adrian Jost. «Mir wurde schnell klar, dass der Aufwand für eine Klasse viel zu gross sein würde», so Jost. Bei den Vorbereitung halfen die 4. Klassen von Andrea Deck und Beat Peter aus Immensee. Sie werden das Projekt nach den Sportferien auch starten. Die 5e vom Schulhaus Seematt 2 von Ilona Räber fand ebenfalls Gefallen an der Idee, Märchen in den Unterricht einzubeziehen. Überschneidend wurden die Schülerinnen und Schüler in Gruppen aufgeteilt. Diese sind nun daran, sich zu überlegen, wie sie ihre Märchen ihren Eltern präsentieren wollen. «Die Diskussionen in den Gruppen sind höchst interessant. Es ist spannend, wie die Schülerinnen und Schüler miteinander umgehen und sich besser kennen lernen», erklärt Räber. So ginge man zwar ins selbe Schulhaus, kenne sich aber kaum. Nebst den beiden Klassen wurde auch eine Kindergartenklasse miteinbezogen: «Sie haben zusammen Szenen aus den Märchen gezeichnet.» Zudem war eine der Aufgaben des gemeinschaftlichen Projekts, Interviews mit Passanten auf der Strasse zu machen. Präsentation für Eltern geplant Am Ende des Projekts steht die Abschlusspräsentation, zu der auch die Eltern eingeladen werden. «Wir möchten die Eltern zu einem gemütlichen Abend mit Kaffee und Kuchen einladen, an dem die Projekte von den Schülerinnen und Schülern präsentiert werden», nimmt Ilona Räber vorweg. Wie genau die Schülerinnen und Schüler ihre Märchen vorstellen möchten, das ist jeder Gruppe selber überlassen. «Ein paar werden eine Beamer-Präsentation zeigen, andere werden einen Film abspielen oder gar auf dem Computer ihren eigenen Comic kreieren», erklärt Adrian Jost. Den technischen Möglichkeiten sind genauso wenige Grenzen wie den Fantasien und Ideen der Schülerinnen und Schüler gesetzt. Wann die Präsentation genau stattfinden soll, das wollten Jost und Räber allerdings noch nicht verraten: «Wir lassen uns dazu noch ein bisschen Zeit.» |
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