header_fs_fruehling

www.freierschweizer.ch

  • News
    • Schlagzeilen
    • Schlagzeilen Archiv
  • Abo-Service
  • FS online
  • Preise und Leistungen 2013
  • Redaktion
  • Bildergalerie
  • Videos
  • Impressum
  • Marktplatz
    • Forum
    • Flohmarkt
    • Gesamtes Forum
  • Agenda
  • Links
  • Klausenrelief
fb

Das Wetter

Das Wetter heute

Zufallsbild

Portraits Freitag 17  
donnschtigjass_rangliste-2
vereinsinfo
abegglen_online
Jan Ochsner schliesst im Kanton Luzern als Bester seiner Zunft ab Drucken E-Mail
Montag, 18. Juli 2011
57janochsner

Der Küssnachter Jan Ochsner kann kochen. Und dies sogar sehr gut. Er schloss seine dreijährige Lehre zum Koch mit der Note 5,7 ab und ist damit der beste Koch-Absolvent im Kanton Luzern.





bro. Mit Kalbsvoressen und Haselnussparfait an Schokoladensauce überzeugte Jan Ochsner die Jury an der Abschlussprüfung. 5,9 gab es für sein Fünfgänge-Menü. Zusammen mit der theoretischen Prüfung reichte es für die Gesamtnote 5,7 in seinem Abschlusszeugnis.

Keiner im Kanton Luzern erzielte eine höhere Note. Dies sind für seinen weiteren Berufsweg hervorragende Voraussichten, denn er möchte später gerne einmal selber ein Restaurant führen.

Kochen als Leidenschaft
Die Leidenschaft fürs Kochen hat bei Jan Ochsner schon früh begonnen. «Ich habe zu Hause schon immer gerne gekocht», so der frischgebackene Koch. Auf seinem Weg zu diesem Beruf hat er aber zuerst andere Stationen ausprobiert. «Ich habe geschnuppert, wo ich konnte. In jeder Branche und in zahlreichen Betrieben. Lange Zeit wusste ich gar nicht, was ich machen soll. Mein Vater meinte dann zu mir, da ich gerne koche, soll ich doch einmal das schnuppern.»

Und auch hier sprang Jan Ochsner nicht gleich ins kalte Wasser, sondern machte diverse Schnupperlehren in verschiedenen Hotels und Restaurans wie etwa im Seehotel Waldstätterhof in Brunnen, im Parkhotel Vitznau, im Radisson in Luzern und im Montana in Luzern.

Bei letzterem erhielt er schliesslich eine Lehrstelle. «Anfangs war ich etwas skeptisch, da ich zuvor die Schnupperlehre im Radisson gemacht hatte. Dort haben sie eine ganz neue Küche. Ich habe dann das Montana mit dem Radisson verglichen. Doch ich bin mit meinem Entscheid, die Lehrstelle hier im Montana angenommen zu haben, sehr zufrieden», erklärt der junge Koch.

Einfaches Lieblingsgericht
Zu Hause mag es Jan Ochsner aber lieber einfach. «Mit der Küchenausstattung zu Hause ein Gourmet Essen zu zaubern, ist mit grossem Aufwand verbunden. Ausserdem gibt es Köche, die arbeiten in den renommiertesten Restaurants, aber selber mögen sie es dann doch lieber einfach wie etwa Wienerschnitzel.

Geübt hat er für die Abschlussprüfung also nicht zu Hause. Sein Erfolg, erklärt Jan Ochsner, sei vor allem sein Interesse am Kochen gewesen. «Wer sich fürs Kochen im Lehrbetrieb interessiert, der fragt viel und dem wird auch viel gezeigt und erklärt», so Jan Ochsner. Johan Breedijk, Chefkoch vom Art Deco Hotel Montana und Mentor, erkannte und förderte sein Talent während den vergangenen drei Jahren.

Zudem hatte er genügend Zeit, um sich im Hotel auf die Prüfung vorzubereiten. Trotzdem sei die Situation an der Abschlussprüfung ganz anders als in der wirklichen Küche. «Bei der Prüfung ist es absolut schulbuchartig, was in Wirklichkeit ganz anders ist. Und auch das Zeitlimit macht es nicht einfacher.» Besonderen Dank spricht Jan Ochsner dem Chef Patisserie des Hotels, Christian Bauer aus, welchen er als seinen persönlichen Coach bezeichnet.

Ins Viertelfinal geschafft
Bereits vor seinem Lehrabschluss verzeichnete Jan Ochsner erste Erfolge als Koch. Gemeinsam mit seiner Unterstiftin meldete er sich am Wettbewerb für die besten Kochlehrlinge Deutschland, Österreich und Schweiz an (Rookies of the year).

In Traun bei Linz (Österreich) präsentierten die beiden Jan Ochsners bisher ausgefallenste Kreation: Grillierter roter Apfel, Fenchel-Sorbet, konfierter Wolfsbarsch mit zweifarbigem Kartoffelpüree, Crevetten und Apfel-Safran-Gelee. Mit diesem innovativen Gericht erlangten die beiden immerhin in das Viertelfinal des Wettbewerbs. Für Jan Ochsner ist gerade die Kreation von ausgefallenen Menüs der Reiz beim Kochen. «Ich kann mir die Gerichte im Kopf vorstellen und probiere sie einfach aus. Das Spannendste ist, ausgefallene Sachen zu kombinieren.»

Einmal um die Welt, bitte
Bis heute Dienstag arbeitet Jan Ochsner noch im Hotel Montana in Luzern. Was seine Zukunftspläne betrifft, lässt er sich noch nicht in die Karten blicken, nur so viel sei verraten: Ab Anfang August wissen wir mehr.

Dies allerdings nur noch für fünf Monate. Anschliessend geht es für den Küssnachter erst einmal auf Entdeckungsreise. «Vermutlich gehe ich nach Australien oder Neuseeland. Ich bin mir noch nicht ganz sicher. Ich möchte aber Englisch lernen und herumreisen um möglichst viel kennen zu lernen und Erfahrungen zu sammeln.» Wo er danach arbeiten möchte, weiss er noch nicht. Vielleicht ziehe es ihn in die Welt hinaus, um an den verschiedensten Orten Kocherfahrungen zu sammeln, um später einmal seinen Traum vom eigenen Restaurant zu erfüllen.
 
< Zurück   Weiter >
[ Zurück ]
fusszeile