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Donnerstag, 17. Februar 2011
14parkplatz

Am vergangenen Sonntag hat das Stimmvolk im Bezirk den Bau des Parkhauses Spirale abgelehnt. Der Verein Marktplatz fordert nun griffige Lösungen, um die Attraktivität des Dorfzentrums zu steigern.





avd. «Jetzt bin ich gespannt, was der Gesamtbezirksrat an Ideen vorbringen wird», sagt Jörg Looser vom Verein Marktplatz. Schliesslich seien vor der Monséjour-Debatte «viele Varianten  diskutiert worden, die dann zu Gunsten des Parkhauses Spirale zurückgestellt wurden.»

Allein die prognostizierte Dauer von sieben bis zehn Jahren, bis ein Parkhaus im Oberdorf realisiert wird, ist Looser zu lange. «Grundsätzlich ist der Verein Marktplatz für alle Vorschläge offen.» Ziel sei es, die Attraktivität im Dorfzentrum zu steigern, da komme man um genügend öffentliche Parkplätze nicht herum.

Auch Bauunternehmen und jene, die sich öffentlich gegen das Parkhaus Spirale ausgesprochen haben, sollten sich laut Looser einbringen: «Dabei kann die Standortfrage durchaus diskutiert werden.»

«Lädelisterben setzt nicht ein»

Weshalb sind genügend zentrale Parkplätze so wichtig? «Sie sind Teil dessen, was die Attraktivität von Küssnacht als Einkaufsort mit regionaler Ausstrahlung, wie es der Bezirksrat in seinen Leitbildern schreibt, ausmacht», erklärt Looser.

Es gebe viele ältere Ladenbesitzer, deren Suche nach einem Nachfolger sich erschwert, wenn die Infrastruktur nicht optimal ist. «Aber ein Lädelisterben wird deswegen nicht einsetzen.»

Zur Attraktivität würde auch eine einheitliche Weihnachtsbeleuchtung beitragen, «die jetzt von einem Teil der fürs Parkhaus Spirale reservierten Kosten finanziert werden könnte», sagt Looser weiter.

Generell müsse darauf geachtet werden, dass Küssnacht wirtschaftsfreundlich bleibt: «Es nützt nichts, wenn dank tiefen Steuern gut situierte Bürger angelockt werden und dann von diesen erwartet wird, dass sie ihre Einkäufe im Dorfzentrum mit dem Velo erledigen.»

Demokratischer Entscheid zu akzeptieren
Bekanntlich hatte das Parkhaus Spirale bei Ernst Marcon und Heidi Hodel seine Wurzeln, die 2006 im Namen des Vereins Marktplatz eine Einzelinitiative eingereicht haben. Heidi Hodel nahm das Abstimmungsresultat vom letzten Sonntag enttäuscht zur Kenntnis: «Ich finde es schade, dass Küssnacht diese Chance verpasst hat.  Aber dieser demokratische Entscheid ist zu akzeptieren.»

«Es braucht ein Konzept»
Der neu gewählte Präsident der CVP Küssnacht, Mathias Bachmann, nahm das Abstimmungsresultat erfreut zur Kenntnis, stellt jedoch auch klar: «Damit ist das Thema aber nicht vom Tisch.» Küssnacht brauche ein Parkhaus. Die Frage sei nun, an welchem Standort es gebaut werden soll.

«Im Prinzip müsste die Variante Oberdorf genauer geprüft werden. Vor allem auch, ob der Bau etwas beschleunigt werden kann. Das hängt wiederum davon ab, ob sich alle Beteiligten rasch einigen können.»

Unabhängig davon soll der Bezirksrat auch andere Standorte prüfen. Dafür sei ein übergreifendes Konzept nötig. «Offenbar besteht ein Parkraumkonzept. Dieses soll den Bürgern auch vorgelegt werden. Dabei sollen auch die Auswirkungen der Südumfahrung zum Tragen kommen.
In der Vergangenheit wurden schon viele mögliche Standorte diskutiert. «Diese Möglichkeiten gilt es jetzt erneut auf den Tisch zu legen.»
 
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