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Jungwacht feierte Heimfest und Jubiläum Drucken E-Mail
Montag, 21. September 2009
75jungwacht
Nach aufwändigen Vorbereitungen war es am Samstag endlich soweit: Die Jungwacht öffnete Tür und Tor und lud die ganze Bevölkerung zur Jubiläumsfeier. Trotz ihrer 70 Jahre bewies sie: Wir sind keineswegs in die Jahre gekommen.



cb. Der Start in den feierlichen Tag erfolgte um 10.00 Uhr in der Pfarrkirche mit dem Festgottesdienst. Dabei durften die fetzigen Stücke der Clairongarde nicht fehlen, die so typisch für die Jungwacht sind, wie die grünen Pullover. Im Anschluss galt es für das Jubiläumsfoto strammzustehen. Im Adlergarten lockten darauf der Apéro und das feine Mittagessen, bestehend aus Penne mit verschiedenen Saucen.

Spiel und spannende Geschichte
Der Nachmittag bot für die Kinder ein abwechslungsreiches Spiel- und Bastelprogramm rund um das Schulhaus Dorfhalde und auch für die Eltern gab es Einiges zu entdecken. Beim grossen Christen-Kran galt es Harassen möglichst hoch zu stapeln und bei einem Posten entstanden beim Zinngiessen die schönsten Formen und Motive. Auch typische Jungwacht Pioniertechniken wurden vorgestellt, wie etwa Seil-, Karten- und Blachenkunde. Daneben lud ein Ludothek-Posten zu Spiel und Spass. Wer eher die Bewegung suchte, fand diese im Volkstanz oder im Hindernislauf.

Der Spielnachmittag wurde hauptsächlich von Jungwächtlern und Blauringmädchen besucht: «Schade, dass nicht mehr externe Kinder gekommen sind», so OK-Präsident Peter Studer. Im Schulhaus wurde mit Filmen und Dias ein Einblick ins Lagerleben gegeben und Urs Heckers und Hans Martin Mosers Sammlung von alten Fotos und Dokumenten liess klar werden, dass sich die Jungwacht heute stark von der damals eher militärisch geprägten Organisation unterscheidet. Grundsätzlich war Studer mit dem Nachmittag zufrieden: «Wir haben die Jungwacht auf gute Art und Weise der Küssnachter Bevölkerung vorstellen können.» 

Neben den verschiedenen Aktivitäten am Nachmittag, liess sich die Jungwacht auch für das Abendprogramm einiges einfallen. Im Festzelt eröffneten die Geschwister Donauer zusammen mit Rahel Waser und Jonas Werder den musikalischen Teil im Festzelt. Sie spielten Covers bekannter moderner Indie- und Britrockbands sowie alten Rock, beispielsweise von den Kinks. Im Kafizelt waren abwechslungsweise die Ländlerformationen Echo vom Jaist, Siebäsiächä und Golfbuebä zu hören, die mit lüpfigen Stücken zur gemütlichen Stimmung beitrugen.

Wie es sich für ein gehöriges Jungwacht-Fest gehört, wurde auch in den Bereichen Rock und Metal viel geboten. Die Heavy-Metal Band Slave Razor zelebrierte die verstärkte Musik und demonstrierte in einem kraftvollen Akt deren Wirkung gegenüber akustischer Musik. Der Opener Heimfest garantierte ihnen die Gunst des Publikums, das nach dem Hit Black Lung so richtig für die weiteren Bands aufgewärmt war. Im Anschluss zeigt die Band Mothor, dass sie durch die Namensänderung (früher Inthorium) keinesfalls an Ausdrucksstärke verloren hatte. In einem kurzen aber kräftigen Konzert zog Sänger Koni Konrad und seine Band die eingefleischten Metalfans in seinen Bann.

Unterdessen begann im Tente de Plaisir die Diskokugel zu rotieren und das Strobo zu blitzen. Ma-nu, Melunken und seine Wild Cats liessen im Neon-Ambiente die Elektrobeats pumpen, Strobo verteilte Blechblas-Balkan-Hiebe und die Long Leges brachten die Stimmung mit Nu Rave zum kochen; gefedert nicht geteert. Im Festzelt spielten indes Faded auf, deren Musik sich durch Melodik und gleichzeitiger Härte auszeichnet. Den Abschluss bildeten die Røstrøkr, jene Band, die aus ehemaligen und Noch-Jungwächtlern besteht. Mit einem Cover der Goldauer Band Headless sorgten sie für frenetischen Jubel unter den Zuhörern und bildeten so den gelungen Abschluss der Konzerte im Festzelt. Im legendären Jungwacht-Heim selber wurde eine Bar von ehemaligen Jungwächtlern, darunter auch Bezirksrat Michael Fuchs, betrieben.

Über 800 Besucher am Abend
Scharleiter Cedric Bättig und OK-Präsident Peter Studer sprechen beide von einem durchaus gelungenen Jubi-läumsfest: «Wir haben von der Bevölkerung nur gutes Feedback erhalten und viele waren erstaunt, dass das Festgelände so gross war», so Bättig. Auch von Vandalismus sei man verschont geblieben. Studer: «Mehr als 800 Leute haben das Fest am Abend besucht. Mit 400 Leuten haben wir gerechnet.» Für diese grossartige Besucherzahl leisteten viele Leute Fronarbeit. «Von Seite des OKs möchten wir uns bei allen Beteiligten und insbesondere bei den Leitern für ihren grossen Einsatz bedanken. Ein weiterer Dank geht an die Familie Windlin und an die Bewohner rund um den Adlergarten, die uns gegenüber grosse Toleranz zeigten.» Man freue sich, die Besucher des Heimfestes am 10. Oktober am Jungwacht-Kaffestand wieder zu sehen.
 
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