| Kreative Abschlussarbeiten im Ebnet |
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| Montag, 5. Juli 2010 | |
![]() Über 90 Projektarbeiten der dritten Oberstufe wurden am Freitagabend und Samstagmorgen in den Gängen der Schulhäuser Ebnet I und II ausgestellt. Der Einfallsreichtum der Jugendlichen war erneut sehr vielfältig. cb. Klein und fein oder gross und auffällig präsentierten sich die einzelnen Werke der dritten Oberstufe. Da fand sich beispielsweise die Modeschau garniert mit Werbeunterbrechungen, wo die einzelnen Models gleich selber in Originalwerbevideos reingeschnitten waren. Oder Thien und Pavithran, die sich mit der Produktion von Musik mittels Software am Computer beschäftigten. Gar das Schulhaus Ebnet II konnte in der Arbeit von Emanuel Franciscoviz am Computer in 3D mit einer Figur abgelaufen werden. Verschiedene Teilbewertungen «Im März wurde mit den Projektarbeiten begonnen», sagte Lehrer Tobias Maestrini. Er wies jedoch darauf hin, dass der eigentliche Projektunterricht bereits nach den Herbstferien angelaufen sei. «Dieser hat zum Ziel, die Ausarbeitung, die Planung, sowie die Methoden und die Ausführung eines Projektes kennenzulernen.» Es gäbe nichts besseres, als diesen Projektunterricht dann in einem Projekt praktisch anzuwenden, so Maestrini. Das entstehende Produkt zählt 30% zu der Gesamtbewertung. «Der Prozess, die Planung und die Präsentation werden ebenfalls bewertet. Das kann teilweise zu Enttäuschungen führen, gerade dann, wenn ein Produkt sehr viel Aufmerksamkeit an der Ausstellung erfährt, jedoch erst im letzten Moment entstanden ist.» Leila Zwahlen: Salatkochbuch «Ich habe mir bereits in der ersten Sek Gedanken zu den Abschlussprojekten gemacht», sagt Leila. «Zuerst wollt ich etwas mit Tanz machen, denn ich tanze sehr gerne. Dies wäre jedoch sehr aufwändig geworden und alleine wollte ich das nicht machen», betont sie. Da sie Salat sehr gerne habe, sei sie auf die Idee eines Salatkochbuchs gekommen. Abgeleitet hat Leila ihre Salate von Rezepten des Vaters, der Koch ist. «Meist kam ich am Abend im Bett auf die Idee welche Zutaten ich kombinieren könnte.» Sofort habe sie diese dann aufgeschrieben. «Ich kaufte schlussendlich nicht immer das, was ich eigentlich wollte, als ich die Waren im Regal sah.» Ideen wurden so verworfen oder entstanden neu. Pro Wochenende kreierte Leila einen bis zwei Salate, welche dann in der Familie probiert wurden. 10 Salatrezepte fanden so den Weg in ihr deutsch-französisches Salatkochbuch. Eine gelungene Sache, wie sich beim Probieren der einzelnen Salathäppchen herausstellte. Sämi Durrer: Snowbike «Im letzten Winter habe ich jemanden mit einem Snowbike gesehen, allerdings war dieses aus Holz. Ein Snowbike ganz aus Holz zu machen wäre schwierig gewesen, darum habe ich ein altes Velo genommen», erklärt Sämi den Ursprung seiner Idee. Gesponsert bekam er dieses vom Velogeschäft Aebi und die nötigen Skier vom Rigi Sport. An seinem Snowbike konnte er bei seinem Vater Ludwig Durrer im Spezialmaschinengeschäft werken. «Ich konnte nur immer am Samstag arbeiten, da die Maschinen unter der Woche besetzt waren.» Probleme bereiteten ihm die Skier: «Ich fragte mich, wie ich diese am Velo befestigen soll. Ich konnte das Problem dann aber lösen.» Bei Fragen habe er jeweils Hilfe von seinem Vater erhalten. Den Selbsttest am Gotthard meisterte das Snowbike erfolgreich, wie ein Video an der Projektausstellung bewies. «Meine Grossmutter ist übrigens auch schon draufgesessen», sagt Sämi schmunzelnd. Renato Konrad: Küssnacht im zweiten Weltkrieg Lange wusste Renato nicht, welches Thema er für sein Abschlussprojekt bearbeiten wollte. Bei der Eingabe der Themen, war jedoch auch er bereit. «Wir haben den zweiten Weltkrieg im Geschichtsunterricht durchgenommen und ich dachte mir, dass es interessant wäre, herauszufinden wie diese Zeit in Küssnacht war.» Renato stellte sein Grobkonzept zusammen und machte sich an die Arbeit. «Ich habe beim Bezirk angerufen und habe dort nachgefragt, wie ich zu Infos aus dieser Zeit kommen könnte.» Dank Wolfgang Lüönd durfte er das Bezirksarchiv erkunden und durch Lehrer Ernst Sidler erfuhr er, dass alle Freier Schweizer archiviert werden. So kam er zu den schriftlichen Quellen dieser Zeit. Doch Renatos Forscherdrang war noch nicht befriedigt: «Ich dachte mir, dass es noch spannend wäre, wenn Zeitzeugen von damals berichten könnten.» Im Pflegezentrum Seematt wurde er fündig und konnte vier Personen ab Jahrgang 1925 und älter interviewen. Über die Ausstellung Küssnacht einst und jetzt, kam er an das Bildmaterial, das ihm von Robert Moser zur Verfügung gestellt wurde. Auch für Renato persönlich war die Arbeit interessant: «Küssnacht hat durch die Mobilmachung, die Artillerie Abt, den Plan Wahlen und den Besuch von General Guisan viel vom zweiten Weltkrieg mitbekommen.» |
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