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Küssnacht: Erstkommunion verlieh Adlerflügel Drucken E-Mail
Montag, 2. Mai 2011
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Für 69 Kinder aus Küssnacht war am Sonntag ein grosser Tag. Unter dem Motto Du treisch üs wie uf Adlerflügel feierten sie in der Pfarrkirche ihre Erstkommunion.



avd. Bei leicht bewölktem, aber trockenem Wetter zogen am Weissen Sonntag 69 Erstkommunikanten in die Pfarrkirche ein. Angeführt und musikalisch begleitet wurden sie dabei von der Feldmusik Küssnacht. Was sich bereits auf dem Seeplatz abzeichnete, wurde in der Pfarrkirche Gewissheit: alle Plätze waren von den Familienmitgliedern, Verwandten und Bekannten besetzt.

Führen und Helfen wie ein Adler
Nach einführenden Worten durch Pfarrer Werner Fleischmann erzählten einige Kinder eine kurze Geschichte über Gott, der Israel aus Ägypten führte. Und zwar genauso, wie ein Adler sein Junges durch die ersten Flugversuche begleitet. «Gott befreite Israel aus schwierigen Situationen, was er auch für uns machen kann, wenn wir ihn darum bitten», fügte Fleischmann an.

Diese Verbindung zwischen Adler und Gott geht noch weiter. So sind Adlerflügel ein Zeichen der Liebe Gottes. Und der Adler ist das Symbol des Evangelisten Johannes. «Johannes hat immer sehr genau hingeschaut, bevor er etwas aufgeschrieben hat», sagte Fleischmann dazu.

Eben dieser Johannes beschrieb auch das erste Wunder Jesu: die Hochzeit zu Kana. Jesus wurde mit seiner Mutter und seinen Freunden zu einer Hochzeit eingeladen. Das Fest war schon in vollem Gange, als Maria bemerkte, dass der Wein ausgegangen ist. «Meine Stunde ist noch nicht gekommten», sagte Jesus dazu. Er wies seine Jünger an, Wasser in die sechs 100-Liter-Krüge zu füllen. Als die Jünger dieses wieder ausschenkten, hat sich das Wasser in Wein verwandelt.

«Wein macht betrunken»
Bei der anschliessenden Fragerunde wollte Pfarrer Fleischmann von den Kindern zuerst wissen, wer denn genau hingeschaut habe. «Jesus», antwortete ein Kind, worauf Fleischmann anmerkte, dass Männer für gewöhnlich nicht so aufmerksam sind, wie Frauen. Das war ein entscheidender Hinweis auf Maria.

Dann wollte Fleischmann wissen, ob es sinnvoll war, dass Jesus das Wasser in Wein verwandelt hat. Nach einem Schmunzeln der Angehörigen anwortete ein Kind: «Weil er helfen wollte.» – «Und wisst ihr, was Wein ausrichten kann?» Wieder schmunzeln bei den Angehörigen. «Wein macht betrunken», antwortete ein Erstkommunikant. Und Jesus vollbrachte das Wunder nicht, weil ein Sohn seiner Mutter gehorchen soll, wie ein Kind mutmasste, sondern weil er helfen konnte.

Das kann er auch allen Menschen, die in Not sind. Bevor die Erstkommunikanten ihre erste Hostie entgegennahmen, wurde ein Kirchenopfer für die Behindertenorganisation Insieme gesammelt. Eine schöne Geste: denn nicht jedes Kind hat das Glück, gesund zur Welt zu kommen.
 
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