| Mit den Frauen durch die Strassen gezogen |
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| Mittwoch, 7. Dezember 2011 | |
![]() Am Montagabend stand auch in Immensee der traditionelle Chlausumzug als Höhepunkt der Chlausenzeit auf dem Programm. Das Wetter dazu war ideal; es blieb trocken und nicht zu kalt. cp. Nach langer Vorfreude ging es am Montagabend um 20.00 Uhr endlich los. Der Regen, welcher noch am Morgen die Sorgenfalten der Iffelenbauer und Verantwortlichen der St. Niklausgesellschaft Immensee beschäftigte, blieb zum Glück während dem Umzug aus. Nachdem die Strassenbeleuchtung erlosch, machten sich die rund 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer vom Bahnhof her auf den Weg Richtung Bethlehem Mission. Am Strassenrand freuten sich die Zuschauer. Beim Anblick der wunderschönen Iffelen, welche den Umzug anführten, wärmte es allen das Herz. Der Samichlaus mit seinen Schmutzlis und Fackelträgern grüsste danach in die Menge. Es folgten die Musikanten mit dem traditionellen Dreiklang. Die Trychlerinnen und Trychler wärmten schliesslich die Ohren des zahlreich erschienenen Publikums. Beim Eichli vorbei, ging es in den Innenhof der Bethlehem Mission, wo es für die Teilnehmenden eine wohlverdiente Pause gab. Bei Kaffee und Tee konnte man die Arme lockern und neue Kraft tanken. Zudem durfte das Publikum die Iffelen, welche dort ausgestellt waren, aus der Nähe betrachten. Nach 15 Minuten Pause ging es weiter via Eichlistrasse in Richtung Dorfplatz. Ein imposanter Anblick für die Zuschauer, welche von unten her den Umzug auf sich zukommen sahen. Die Chlausjäger zogen im Dorf um die Häuser, was das Publikum mit Applaus quittierte. Im Anschluss an den Umzug gab es für die Teilnehmer im Hotel Rigi das traditionelle Nacht-essen. Bei Rippli, Sauerkraut und Kartoffeln trafen sich alte Schul- kameraden und gute Freunde. Frauen dürfen auch Speziell beim Chlausjagen in Immensee ist, dass im Gegensatz zu Küssnacht auch Frauen mitmachen dürfen. Mit dabei war Lea Fritschi. Die 18-Jährige macht seit sie zwölf Jahre alt ist beim Umzug als Iffeleträgerin mit. «Da man älter als 16 sein muss, um zu trychlen, lief ich halt mit der Iffele mit», sagt Lea schmunzelnd. Für sie hat Chlausjagen Tradition. Die Eltern nahmen sie von klein an mit, deshalb wollte sie schon immer selber mitmachen. «Es gehört einfach dazu, wenn man Immenseerin ist», fügt Lea an. Dieses Jahr ging es laut der 18-Jährigen recht zügig vorwärts, die Pause kam sehr schnell und schon bald war man wieder auf dem Dorfplatz unten. Lea war wie alle Umzugsteilnehmer froh, dass es nicht regnete. Am Morgen sah es noch ganz anders aus. Grosser Dank an alle Karl Niederberger, Präsident der St. Niklausengesellschaft Immensee, dankte allen Teilnehmern, der Feuerwehr, den Lichtlöschern, dem Verkehrsdienst und allen anderen Helfern. «Es war eine tolle Chlausenzeit, welche mit dem offiziellen Umzug zu Ende ging», sagte Niederberger. Da in diesem Jahr ein Iffelenbaukurs stattfand, war das Jahr für ihn sehr intensiv. Mit dem Montagabend ist er sehr zufrieden. «Es waren etwas weniger als im letzten Jahr beim Umzug dabei, aber für einen Montagabend sind wir sehr zufrieden. Zum Glück hatte es nicht geregnet, denn gerade die neuen Iffelen, die in diesem Jahr entstanden sind, wären sonst zuhause geblieben», so Niederberger. Der Chlausumzug in Immensee ist kleiner und familiärer als in Küssnacht. Hier treffen sich alte Schulkameraden und Freunde, einmal im Jahr kommt man so wider zusammen und alle haben Freude. Der Samichlaus hielt ebenfalls eine Ansprache vor dem Essen und fing mit den Worten an: «Petrus ist ein Immenseer Klausjäger! Wer hätte am Morgen noch gedacht, dass wir trocken hier ankommen, ohne Sturmwind und ohne Regen.» 450 Chlaussäckli konnten in diesem Jahr verteilt werden. Dies dank der Unterstützung der Bevölkerung, den Spenden und zu einem grossen Teil dank der Versteigerung, die traditionellerweise am Chlausabend nach dem Abendessen im Hotel Rigi stattfindet. Versteigerung für Bescherungskasse «Es geht nicht um die Sache, es geht darum, dass die Bescherungskasse gefüllt wird», erklärte Niederberger. So war die Versteigerung im Anschluss an das Nachtessen vielmehr Unterhaltung als eine «ernste Sache». Schon seit einigen Jahren hat sich Wisi Strickler als Ganter bewährt. Er führte seine Aufgabe mit viel Humor und Charme durch. Dazwischen erzählte er immer wieder einen Witz, was die Bieter scheinbar motivierte, um noch mehr zu bieten. Ersteigert wurden Schinken, Speck, Weine und Schnaps, Biergläser, ein Fruchtkorb, Sackmesser, Parfüm und weitere Gegenstände. «Es wurde super mitgemacht und sehr geschätzt», freute sich Karl Niederberger. Die meisten Gegenstände wurden gespendet. Der Erlös von rund 2500 Franken fliesst vollumfänglich in die Bescherungskasse der St. Niklausengesellschaft Immensee. |
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